Golf-Jugendländerpokal am Fleesensee

Die Auswahlmannschaften aller Landesgolfverbände kamen von 02.-05. Juli im G&CC Fleesensee zusammen um den Jugendländerpokal der Mädchen und Jungen auszuspielen. In der Zählspielqualifikation ging es zunächst darum, sich unter den ersten acht zu platzieren, um dann im Lochspiel am Samstag und Sonntag um den Titel mitspielen zu können.

Mädchenländerpokal

Spannender konnte es nicht sein. Bereits im Zählspiel zeichnete sich ab, wie hoch die Leistungsdichte in diesem Jahr war. Mit solidem Golf und zwei tollen Einzelrunden von je drei unter Par von Julia Meindl und Nina Lang (beide GC am Reichswald), reichte es in der Zählspielqualifikation zunächst nur für Platz drei. Angeführt von Berlin-Brandenburg folgten mit je einem Zähler Unterschied auf den Plätzen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg.

Wie im Vorjahr ging es im Viertelfinale erneut gegen das Team aus Rheinland-Pfalz/Saarland. Die Bayerischen Mädchen siegten mit vier zu eins. Im Halbfinale hieß der Gegner am Samstag Nachmittag dann Nordrhein-Westfalen. Monika Hartl und Cathereine Kuchenmeister (beide GC Herzogenaurach) starteten das Match in die richtige Richtung und siegten mit 5 auf 4. Den zweiten Punkt sicherte Sarina Schmidt (GC München Valley), die stark in ihr Match startete und schließlich mit 3 auf 2 siegreich war. Die restlichen Matches verliefen lange ausgeglichen. Nina Lang war es, die dann mit einer starken Serie von Birdie, Birdie, Par und Birdie den dritten und entscheidenden Punkt lieferte. Der Einzug ins Finale war geschafft.

Der Finalgegner am Sonntag kam aus Hamburg und hatte unter der ehemaligen Proette Esther Poburski bereits die Titelhoffnungen von Baden-Württemberg und Berlin-Brandenburg zerstört.

Auf Grund von Gewitterwarnungen startete das Match zunächst mit den sechs Einzeln. Nach einem offenen Schlagabtausch und zwei Matches die erst am letzten Loch entschieden wurden stand es zur Mittagspause 4 zu 2 für Bayern. Das Wetter spielte mit und so konnten auch die drei Vierer am Nachmittag gestartet werden. Lange ging es offen hin und her, das Match konnte sich nicht für eine Richtung entscheiden. Während Monika Hartl und Catherine Kuchenmeister zur Halbzeit in Rückstand gerieten konnten Julia Meindl und Nina Lang ihren Rückstand abbauen und in eine knappe 2auf Führung nach Loch 15 drehen. Der Vierer mit Nora Wrenger (Münchener GC) und Franziska Bremm (1. GC Fürth) kämpfte dahinter mit all square. Ein missglückter kurzer Putt von Nina Lang an Loch 16 ließ den Vorsprung erneut schmelzen. Ein perfekter Abschlag der Hamburgerinnen an Bahn 17 endete in einem Divot. Bayern durfte zuerst aufs Grün schlagen und Julia Meindl platzierte den Ball mit perfekter Länge fünf Meter neben der Fahne. Irritiert durch die Lage des Balles misslang der Grünschlag und endete mehr als dreißig Meter hinter dem Grün – die Annäherung aus dieser Position nahezu unmöglich, landete wieder am Anfang des Grüns und ließ dem Hamburger Team einen 20 Meter Putt zum Par. Als dieser nicht fiel war klar – zwei Putts für den Titel. Mit Ruhe und Gefühl rollte Nina Lang den Ball bis auf den vorderen Lochrand – Gold und der dritte Titel in Folge waren perfekt!

Jungenländerpokal

Die Zählspielqualifikation stärkte die Hoffnung auf einen weiteren Titel der Jungen. Mit Platz 1 und einem Teamergebnis von fünf unter Par sah alles zunächst erfolgversprechend aus. Mit herausragenden Ergebnissen von vier unter im Vierer Leon Bader/Moritz Lammel (GC Wörthsee/GC München Eichenried), sowie acht unter von Leon Bader und fünf unter von Matthias Schmid (GC am Reichswald) in den Einzeln, war Träumen und Hoffen erlaubt.

Im Viertelfinale wartete erneut Schleswig-Holstein auf das Team Bayern. Gegen die von Sven Strüver geführte Truppe war es noch nie leicht in der Vergangenheit. Mit solidem Golf setzten sich Bayern abermals durch, gewannen mit drei zu zwei und erreichten das Halbfinale.

Nun hieße es im Halbfinale – Neuauflage des letztjährigen Finales – Bayern vs. Hessen. Diesmal sollte sich das Match in die hessische Richtung bewegen – lediglich Matthias Schmid konnte sein Einzel für sich entscheiden. Enttäuschung möglichst schnell bewältigen hieß es für die BGV Jungs.

Im Spiel um Platz 3 hieß der Gegner NRW. Nach den Einzeln stand es 2 zu 4 aus bayerischer Sicht – eine schwere Aufgabe für die Vierer stand an. Höchst motiviert und mit beeindruckender kämpferischer Leistung haben die bayerischen Jungs fast das „Wunder vom Fleesensee“ möglich gemacht. Erst am letzten Loch verloren Nico Lang (GC am Reichswald) und Florian Horder (GC München Eichenried) ihr Match denkbar knapp – und damit die Chance auf eine Stechen oder die Bronzemedaille. Trotz Teamgeist, Kampfgeist und maximalem Einsatz mussten sich die bayerischen Jungs mit Platz 4 begnügen.

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