Diese Tennis-Stars golfen mit Leidenschaft

Golf ist für viele Tennis-Stars ein wesentlicher Baustein ihres sportlichen Portfolios abseits des Tennisplatzes. Zahlreiche Spieler haben den perfekten Schwung für sich entdeckt und beweisen auch  auf diesem Rasen ihr Talent und ihren Ehrgeiz. Da sie das ganze Jahr über durch die Welt reisen, haben sie immer die Chance eine Runde auf den einmaligsten Golfplätzen der Welt zu spielen. Doch nicht jeder ist für die Golf-Schläger geboren, wer am Tennisplatz regelmäßig die Nerven verliert, hat es auch hier schwer.

Schlag aus dem Bunker.

Manchen fehlt einfach die Geduld

Viele Tennis-Stars spielen Golf nicht nur zum Ausgleich, sondern auch mit Leidenschaft. Ihr Einsatzwille und ihre Fähigkeit sich zu fokussieren, sind eine ideale Basis für diesen Sport. Doch nicht jeder der Tennisspieler ist wirklich Golf-affin. Jelena Ostapenko aus Lettland gilt zwar als großartige Spielerin, doch ihr Geduldsfaden gilt als enden-wollend. Sie explodiert regelmäßig am Platz, mit diesen Nerven wäre sie für Golf wohl weniger geeignet, wie Tennis-Kommentatoren regelmäßig feststellen.

Tennis-Legende Serena Williams wiederum versuchte ihren Landsmann Tiger Woods während eines Golf-Turniers zu fotografieren und bekam prompt Ärger mit der Security. Überrascht von dem Vorfall twitterte sie: „Offenbar darf man keine Bilder von Golfern machen. Zu meiner Verteidigung – die Leute machen immer Fotos von Tennis-Spielern.“ Ihre Finalgegnerin bei den US Open 2019 hingegen spielt gerne Golf und postet Fotos von ihrem Lieblings-Golf-Resort auf Facebook. Nach ihrem großen Erfolg in den USA ist Elina Svitolina erstmals in ihrer Karriere in die Top 3 der Tennis-Weltrangliste vorgestoßen. Derzeit versucht sie den Schwung ihrer letzten Erfolge mitzunehmen  und möchte in Japan auf Hartplatz ihren ersten Sieg auf der WTA-Tour einfahren. Sollte sie ihr Ziel in Hiroshima erreichen, dann ist es gut möglich, dass sich die Ukrainerin wieder ein Golf-Match zur Entspannung gönnt.

Die Top 3 der Welt spielen Golf

Bei den Tennis-Herren hingegen zählt der regelmäßige Besuch am Golfplatz offenbar zum guten Ton. Die drei besten Spieler der Welt findet man immer wieder auf der Suche nach dem Hole-in-One. Roger Federer zählt Golf, neben anderen Sportarten auch, zu seinen eher selten gepflegten Hobbys, die er als Ausgleich zum anstrengenden Tennis-Zirkus ausübt. In jüngeren Jahren hat Federer noch öfter gespielt, vor allem in der Zeit, als er 1998 die Junior Nummer eins der Welt wurde. Vor einigen Jahren erregte er unfreiwillig Aufsehen in der Golf-Welt und wurde als Phänomen gefeiert. Doch das ihm zugeschriebene Handicap von 8,4 gehörte nicht der Tennis-Ikone, sondern einem Namensvetter. Roger Federer, ein 44-jähriger Versicherungsfachmann aus Wildhaus, hat den Tennis-Star sogar einmal persönlich getroffen und profitiert bis heute, durch Upgrades in Hotels und bei Flügen, von der Verwechslungsgefahr.

Konkurrent Rafael Nadal pflegt eine enge Beziehung zu Superstar Tiger Woods. Als dieser sein viel beachtetes Comeback bei den US-Open 2019 feierte, zählte der Sandplatz-König zu den ersten Gratulanten. Er selbst greift gerne selbst zu den Golf-Schlägern, auch wenn er sein Können als nicht besonders gut einschätzt. „Ehrlich gesagt ist es viel besser, wenn Tiger meinen Schwung nicht sieht“, meinte er einst auf Nachfrage von Journalisten. Vor einigen Jahren war er offenbar noch anderer Meinung. Während einer schweren Verletzung und der damit verbundenen Zwangspause überlegte er, laut seiner Biographie, sogar eine Profi-Karriere anzustreben. Doch darauf wurde nichts, Nadal zählt jetzt wieder zu den besten Tennis-Spielern der Welt. Der Spanier spielt Golf so, wie er es vom Tennis gewohnt ist. Ruhig, konzentriert, kontrolliert und effektiv.

Novak Djokovic spricht zwar nicht viel über Golf, doch im Internet sind jede Menge Videos zu finden, in denen der Serbe seine Zeit am Platz ganz offensichtlich genießt. Manchmal betritt er sogar mit Rafael Nadal gemeinsam den Platz.

Ehrgeizig wie zu seinen besten Zeiten

Foto: Filip Mroz

Ivan Lendl zählt zu den großen Tennis-Legenden des vergangenen Jahrhunderts. Der geborene Tscheche führte die Tennis-Weltrangliste 270 Wochen lang an. Heute hat er längst die US-Staatsbürgerschaft und nutzt die ausgezeichnete Golf-Infrastruktur für sein großes Hobby. Lendl verfügt über ein Handicap von +3 und hat bereits bei zwei Czech Open mitgespielt. Der Rechtshänder spielt mit links Golf, was er auf seine Zeit beim Eishockey zurückführt. Eine Qualifikation für die US-Open scheiterte zwar, doch das hält ihn nach wie vor nicht davon ab die Schläger regelmäßig zu schwingen. Als langjähriger Trainer von Andy Murray reiste er um die Welt und hatte daher reichlich Gelegenheit dazu.

 

Diese Stars beweisen, dass Golf für jeden, der es erst einmal für sich entdeckt hat, etwas ganz Besonderes werden kann. Gold ist längst kein Altherren-Sport mehr, weil der Sport erschwinglich geworden ist und überall auf der Welt ausgeübt werden kann. Man kann Golf alleine, oder in Gesellschaft spielen, die Natur genießen und Stress abbauen. Kurzum, Golf ist ein großartiges Vergnügen für Jedermann.

 

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