Golfer haben Temperamente im Griff

Überschäumendes Temperament auf dem Course, auf dem Grün, ist garantiert die Garantie, zu verlieren. In der Ruhe liegt also die Kraft. Das sagt man nicht einfach so daher. Das ist so.
Ob auf dem Golfplatz oder auf dem Weg dorthin – in der Ruhe liegt die Kraft. Hand aufs Herz: Was haben wir davon, wenn wir die letzten hundert, zweihundert oder dreihundert Meter zum Waldschlösschen noch einmal richtig Gas geben? Warum „rasen“ einige Golfer über die befestigten Feldwege zum Clubhaus, als gelte es, Pistensieger zu werden? Sind das nicht eher „Pistens….“?

Es sollte eigentlich zum guten Ton gehören, das Clubhaus moderat anzusteuern. Im Schritttempo. Was ist denn schon dabei, was verliert man, wenn man vernünftig fährt? Nicht umsonst heißt es, man käme nie zu spät, höchstens später. Oder leiten etwa unterdrückte Emotionen Fahrer beim Gas geben?

Dies ist keine Moralpredigt, sondern die Bitte um Rücksichtnahme. Auch wenn andere, Nichtgolfer, mit überhöhter Geschwindigkeit fahren, ist das Grund, es ihnen gleich zu tun, selbst alle Umsicht über Bord zu werfen?

Dreißig höchstens, zwanzig wären gut, zehn noch besser. Schritttempo fahren Ladys und Gentlemen. Das sind wir doch. Oder?

Ich wünsche eine rücksichtsvolle Saison 2011.

Euer Friedrich Schröder