Tod auf dem Golfplatz – Notrufsystem soll helfen

Wer auf dem Golfplatz schnell Hilfe braucht, für den zählt jede Sekunde: Egal ob Schwächeanfall auf dem Green oder plötzliche Herz- oder Kreislaufprobleme. Mit dem neuen Notruf-System Charisma Lifeguard können Smartphone-Nutzer mit einer Berührung des Displays Hilfe alarmieren. Ein Entsperren des Handys, die Aktivierung von Apps oder das Wählen von Notruf-Nummern entfällt.

„Das neue Notruf-System kann Leben retten – und das überall“, so Fabian Bünker, PGA Golf Professional. „Ich selbst habe es bereits zweimal auf einem Golfplatz erleben müssen, dass jemand gestorben ist, weil nicht schnell genug Hilfe auf die Golfbahn kam. Der Charisma Lifeguard ändert das“, so der PGA Golf Professional Fabian Bünker.

Rettungskräfte können Golfspieler in Notsituationen punktgenau per GPS orten. So werden Sekunden und Minuten gewonnen, die über Leben oder Tod entscheiden. „Ich bin überzeugt, dass gerade Golfer mit gesundheitlichen Einschränkungen so Sicherheit gewinnen und in dem einen entscheidenden Moment die Hilfe erhalten, die wichtig ist“, so Bünker.

Notruf ohne Umweg

Dank der geschützten „One Touch Only“-Technologie können Nutzer durch ein 3-sekündiges Drücken auf dem Smartphone-Display den Kontakt zur Zentrale der Johanniter-Unfall-Hilfe herstellen – und das sogar bei gesperrtem Startdisplay. Das Notrufsystem baut eine Sprachverbindung zwischen Nutzer und Disponent in der Zentrale auf, dafür wird die Freisprechfunktion des Smartphones automatisch aktiviert. Zusätzlich werden per Datentransfer wichtige Informationen zur Identität des Nutzers und zu speziellen Gesundheitsanforderungen, gekoppelt mit Vitaldaten (zum Beispiel die Herzfrequenz via Smartwatch) bei Alarmauslösung automatisch bereitgestellt. Hilfe steht bundesweit, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag zur Verfügung. In lebensbedrohlichen Lagen wird sofort der Rettungsdienst alarmiert. Ist das Sprechen nicht möglich, wird der Betroffene per GPS geortet und im Notfall ein Rettungsdienst alarmiert.

Notrufsystem auf dem Mobiltelefon

Das Team um Charisma4Life-Geschäftsführer Ralf Lohmann geht mit dem mobilen Notrufsystem neue Wege. Während Notruf-Apps nach dem häufig komplizierten Entsperren des Smartphones und Aktivierung der App einfach nur eine SMS an hinterlegte Kontakte senden und diese in Notfällen häufig nicht direkt reagieren können, steht der Charisma Lifeguard für ein ganzes Rettungssystem auf dem Mobiltelefon. „Es entfällt dadurch das Entsperren des Gerätes, das Suchen nach einer Notruffunktion, einer App und das Durchklicken von Menus“, unterstreicht Lohmann. Zusätzlich zum Auslösen des Alarms können Golfspieler in Gefahrensituationen durch die Übermittlung der metergenauen GPS-Daten über ihr handelsübliches Smartphone schnell und sicher gefunden werden. Gerade auf weitläufigen Golfplätzen ein wichtiger Vorteil.

„So können Nutzer zukünftig in einer Notsituation noch intuitiver mit uns Kontakt aufnehmen. Wir kümmern uns dann um eine schnelle Lösung und leiten direkt die notwendigen Hilfemaßnahmen für den jeweiligen Notfall ein“, erklärt Lars Lühmann, Fachbereichsleiter Notrufsysteme im Regionalverband Weser-Ems und Leiter der Hausnotrufzentrale der Johanniter im niedersächsischen Berne. 

Der Charisma Lifeguard wird schnell und einfach aus dem Internet auf das Handy geladen, anschließend können persönliche Kontaktdaten eingegeben werden. Weitere Angaben zu Notfallkontakten und medizinischen Besonderheiten werden auf Wunsch bei der erweiterten Funktion des Charisma Lifeguard Med hinterlegt. Erhältlich ist das Notrufsystem ab sofort im Google Play Store und damit für Android Geräte.

Es gibt 3 Kommentare

  1. Thomas Schulze

    Ich finde es super was mit heutiger Technik alles möglich ist. Vor 100 Jahren hätte kein Mensch auch nur ansatzweise davon geträumt. Da viele Golfer bereits das Rentenalter erreicht haben, macht der Einsatz hier natürlich besonders Sinn, da Herz-Kreislaufe-Probleme zunehmen. Ich frage mich nur ob dieses 3-sekündige Gedrückthalten auf dem Smartphone nicht auch unbeabsichtigt passieren kann, z.B. indem ein Autoschlüssel in der Hose den Druck ausübt. Dann könnte ein Fehlalarm teuer werden.

    1. Marco Fürst

      Es wird mit Sicherheit mal passieren, dass auch Alarme versehentlich ausgelöst werden. Dies ist aber nicht schlimm, da die Auslösung auch immer über den Lautsprecher läuft und man in der Regel dann plötzlich jemanden sprechen hört. Ggf. kann seitens der Johanniter-Zentrale auch ein Rückruf auf dem Smartphone erfolgen.

  2. Alderk Hespos

    Endlich einmal eine App, die nicht sinnvoller sein kann und in ihrer direkten und unkomplizierten Aktivierung ihres Gleichen sucht. Echt STATE OF THE ART !!!

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