Yoga für Golfer: So hilft es auf dem Platz

Sich als Golfer für Yoga zu entscheiden ist ungefähr so, wie wenn man sich beim Online Wetten für einen neuen Buchmacher entscheidet – der Schritt erscheint erstmal groß, lohnt sich aber, nachdem die ersten Unklarheiten beseitigt wurden und man mit dem Thema etwas vertrauter geworden ist.

Yoga und Golf scheinen sich erst einmal auszuschließen – schließlich sind die beiden Bewegungsarten grundverschieden. Dennoch gibt es letztlich mehr Gemeinsamkeiten als auf den ersten Blick ersichtlich. So verlangt beides:

  • Beweglichkeit
  • Balance
  • Körperliche Stabilität
  • Konzentration

Immer mehr Leistungssportler schwören auf Yoga und auch im Golfsport kommt der Trend langsam an. Schließlich ist Yoga mehr als bloß Atmen, Verrenkungen und Räucherstäbchen, sondern fördert den Körper ganzheitlich und ist sehr wandelbar. So können die einzelnen Yoga-Posen (Asanas genannt) zum Teil variiert werden und je nach Tagesform lassen sich verschiedene Elemente kombinieren.

Yoga stärkt die Muskeln und verbessert die Koordination

Einige Asanas zahlen genau auf die Muskelpartien ein, die Golfer brauchen, um die richtige Technik anwenden zu können. Dieses komplementäre Training ist nicht nur für den Golfsport, sondern auch noch für viele andere Sportarten geeignet. Golfer profitieren aber besonders von Yoga, da einige zentrale Körperpartien aktiviert werden.

Die Arm- und Schulterpartie wird gestärkt und die Koordination verbessert. Auch das Thema Rotation ist sowohl im Yoga als auch im Golf groß. Drehungen der Wirbelsäule sind beim Golf an der Tagesordnung – durch Yoga lassen sie sich noch geschmeidiger ausführen.

Die Verbindung zwischen Schultern und Hüfte sollte im Golf besonders flexibel sein, denn so entstehen Kraft und Technik. Der eigene Schwung wird durch Yoga verbessert, der Aufschlag präziser und kraftvoller und die Performance auf dem Platz steigert sich.

Golfer im Sonnenuntergang. Foto: David Goldsbury/ Unsplash

Geistige Stärke durch Yoga für mehr Konzentration

Doch nicht nur der Körper profitiert von Yoga. Auch mental findet eine Stärkung statt und Yoga sorgt für:

Yoga hilft zu fokussieren, Anspannung zu lösen und beim Abschlag im Moment zu sein.

Durch die bewusste Wahrnehmung des eigenen Atems beim Yoga kann dieser auch beim Golf aktiv kontrolliert und vertieft werden. Verspannungen im Brustraum lösen sich durch das Yoga, die Beweglichkeit steigt und die Bauchmuskulatur entspannt sich. All das ist förderlich für das Golfen und wirkt sich positiv auf die benötigte Schwungkraft beim Abschlag aus. Darüber hinaus können äußere Umstände besser ausgeblendet werden und der Golfer ist nur bei sich, seinem Eisen und seinem Ball.

Die mentale Komponente ist in vielen Sportarten ein entscheidender Aspekt, wenn es um Erfolg geht – so auch beim Golf! Durch Yoga wird sie aktiv gefördert und gestärkt, Gedanken können besser gebündelt werden und in Verbindung mit der richtigen Atemtechnik kommt die mentale Stärke wie von alleine.

Das sollten Golfer beim Yoga beachten

Da bei Golfern häufig beide Körperseiten unterschiedlich stark trainiert sind, kann im Yoga gut dagegen gearbeitet werden, sodass auch die andere Körperseite gestärkt wird. Besonders hilfreich für Golfer sind alle Übungen, bei denen es um die Rotation des Oberkörpers geht, also das Aufdrehen des Brustkorbs und der Hüfte.

Diese zwei Yoga-Übungen sind für Golfer gut geeignet

„Die Taube“

Bei der „Taube“ wird besonders der Psoas-Muskel gedehnt. Dieser innere Hüftmuskel stellt die einzige Verbindung zwischen dem Oberschenkelknochen und der Wirbelsäule her und beeinflusst die Beweglichkeit enorm. Um ihn zu dehnen, kommen Golfer nach unten auf die Matte, strecken ihr rechtes Bein nach hinten aus und winkeln das linke an. Die Hüfte liegt also praktisch auf dem Unterschenkel des linken Beines, während das rechte nach hinten ausgestreckt ist. Anschließend wird der Oberkörper langsam nach vorne bewegt, wenn möglich kann der Kopf auf den zur Faust geballten Händen abgestützt werden. Wichtig ist dabei, dass die Hüftgelenke die ganze Zeit in einer Linie sind. Wer die Flexibilität oder Kraft nicht hat, kann das Gesäß mit einem Block oder einem Kissen abstützen. Der Rücken ist bei dieser Übung lang und das Becken weit.

„Der Drehsitz“

Für den „Drehsitz“ wird das rechte Bein auf der Matte im Sitzen ausgestreckt und das linke angewinkelt und über das rechte Knie gehoben und dann wieder abgestellt. Der Rücken sollte dabei grade sein. Wenn das nicht klappt, kann das ausgestreckte Bein ebenfalls leicht gebeugt oder angewinkelt werden. Mit der rechten Hand wird dann das linke, aufgestellte Bein umfasst und der gesamte Oberkörper nach links gedreht. Der Blick reicht über die linke Schulter nach hinten.

Golf und Yoga

„Der Drehsitz“. Foto: Form/ Unsplash

Ebenfalls gut für Golfer sind „die Kobra“, der „herabschauende Hund“ sowie „das Brett“.

Wie viel Yoga sollte es sein?

Wer skeptisch ist, kann sich langsam herantasten. Schon zwei Mal 60 Minuten Yoga in der Woche können langfristig zu deutlich spürbaren Erfolgen führen. Noch besser ist es natürlich, Yoga täglich in das Training zu integrieren und zum Beispiel jeden Morgen nach dem Aufstehen 20 Minuten auf der Matte zu verbringen. Mit der Zeit gehen die Übungen wie von selbst und die Kraft, Koordination und Konzentration verbessern sich merklich.

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