Neue Golfregeln ab 2017 und ein neues Handidcapsystem ab 2020/21?

Über das neue Regelwerk ab 2017 wurde bereits viel geschrieben und berichtet. Eine endgültige Form wird in kürze offiziell erscheinen. Die dringenden Vereinfachungen von gewissen Golfregeln waren mehr als notwendig um wieder mehr Golferinnen und Golfer  zu gewinnen und um für weniger Verwirrung unter Golfern zu sorgen.

Entscheidend dabei war und ist, dass die beiden führenden Instanzen in Golf und im Regelwerk, die sich nicht immer grün waren, nämlich R&A sowie USGA, zueinander gefunden und Streitigkeiten beigelegt haben.

Nun soll auch das Handicapsystem weltweit vereinheitlicht und für die Golfer ab 2020/21 einfacher werden. Bisher gibt es weltweit sechs verschiedene Handicapsysteme die sich untereinander kaum vergleichen lassen.

Besonders in den international verhältnismäßig kleinen Golfländern wie Deutschland und Österreich (auch wenn Sie dies nicht gerne hören) ist ein äußerst verwirrendes Handicapsystem bisher üblich.

Der große Teil der Golfer in diesen Ländern begreift dieses System kaum, zumal es auch in den letzten Jahres dauernd verändert worden ist.

Einige Kernpunkte des Vorschlages der großen Verbände USGA und R&A sind zum Beispie, das Golfer mit einem Handicap 54 starten. Das Handicap berechnet sich aus den letzten 8 Turnieren die gespielt wurden, egal zu welchem Zeitpunkt und wann. Dies, sowie viele weitere geplante Vereinfachungen mehr, sind ein großer Vorteil für die Golfer.

Wiederstand in den Verbänden

Aus bestimmten Kreisen hört man aber, dass es anscheinend in den Gremien des ÖGV und DGV gegen diese richtigen Vorschläge Ablehnung und Einwände gibt. Meines Erachtens geht hier die Angst vor dem Machtverlust in den Verbänden um. Werden hier etwa auf dem Rücken ihrer Kunden, den Golferinnen und Golfer, Spiele ausgetragen, anstelle sich einer weltweiten Vereinheitlichung anzuschließen und dies positiv zu begrüßen?

Es dürfte ja kaum zu erwarten sein, dass die eigentlichen Golfländer wie USA und UK sich nach dem ÖGV und DGV richten werden. Unsere Golfer wollen wirklich nicht wieder mit Ihrem HC als weltweiter Außenseiter dastehen. Dies sollten sich die gewählten Präsidenten in Vertretung der Golfer und Clubs merken und dem Verband nahebringen.

Im Zuge dieser neuen Regelungen muss in meinen Augen die Gleichstellung von 6 oder 9 Lochanlagen gegenüber richtigen 18 Lochanlagen neu geregelt werden. Dies ist zum Schutze der großen und richtigen Anlagen unbedingt erforderlich, sonst sind ständige Reibereien vorgegeben.

Die Anerkennung von Turnieren auf 6 oder 9 Lochanlagen dürfen künftig keinesfalls gleichgestellt und gewertet werden, gegenüber Turnieren auf großen Plätzen.

Obwohl die Bedeutung von 9 Lochkursen nicht geschmälert werden soll, darf dies nicht zu Lasten der eigentlichen Anlagen gehen.

Mit dem besten Wünschen für schöne Golfrunden

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Heinz Schmidbauer

Heinz Schmidbauer

Über Heinz Schmidbauer

Der Golfpro Heinz Schmidbauer blickt auf eine 40 jährige Golferkarriere zurück. Der Diplomierte Sportlehrer betreute als Trainer viele internationale Sportstars und arbeitete mit berühmten Sportlern wie Arnold Palmer, Nick Bolletieri und Patrick Ortlieb zusammen. Seine Golferfahrung, auch als ehemaliges Mitglied der European Challenge-Tour, brachten ihn auf alle Kontinente der Erde. Wobei er auf 3 Kontinenten Profiturniere gewann. Auch als Erbauer und Manager zahlreicher Golfanlagen (ua. Golfclub Kobernausserwald, GC Maria -Theresia) machte er sich einen Namen. Er lebt heute vorwiegend in Italien und Österreich.

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