Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Golfsport

Als Sportart muss auch in der Golfbranche über Nachhaltigkeit langfristig nachgedacht werden, da sportliche Aktivitäten meist auch die Umwelt belasten. Ein Fokus könnten dabei folgende Handlungsfelder sein.

Energiewende und Klimaschutz

Klimaschutz und Energiewende sind nationale und internationale Aufgaben, welche auch innerhalb des Sports von großer Bedeutung sind. Ziel muss weiterhin die Reduzierung des vom Sport verursachten CO2-Ausstoßes sein. Neben dem Betrieb von Sportstätten tragen auch die Anfahrten zum und vom Sport zur Produktion von CO2 bei. Auf die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Mobilitätslösungen im Sport sollte somit verstärkt ein Auge geworfen werden.

Naturschutz und Biodiversität

Trotz umfassender Bemühungen und vielfältiger Aktivitäten zum Schutz der biologischen Vielfalt (Etwa diese Aktion in Baden-Württemberg) stagniert diese nach wie vor. Dies wirkt sich nicht nur gefährlich auf lebenswichtige Bereiche der Ökosystemleistungen aus, sondern verändert zugleich den sportlichen Erlebniswert von Natur und Landschaft nachteilig.

Golfanlagen – biodivers?

Da Golfanlagen stets mit hohen Stoffströmen in verschiedenen Bereichen verbunden sind, werden viele Energieträger und Materialien benötigt. Auch bietet der große Flächenbedarf für Golfanlagen wenig Ansatz für positive umweltspezifische Nachhaltigkeit, denn meist sind es ökologisch wertvolle Flächen, die hier verloren gehen.

Der Golf-Anlagenbau

Der brutto Flächenbedarf für eine 18 Loch Golfanlage beginnt bei ca. 50 Hektar und endet je nach Gelände und Genehmigungsauflagen oft bei 100 Hektar.
50-Hektar-Golfanlagen mit nur 20 Hektar netto Spielflächen ohne großräumige Ausgleichflächen sind durchaus als Monokulturen einzustufen. Sie fördern weder die biologische Vielfalt noch den sportlichen Erlebniswert von Natur und Landschaft.

Monokultur auf dem Golfplatz

Die Platzpflege

Auch der Aufwand für die Platzpflege ist von zentraler Bedeutung. Das ist des Energiebedarf für das Mähen der Spielflächen und die Bereitstellung und Pflege des Maschinenparks. Auch der Einsatz von umweltbelastenden Düngemitteln und Pestiziden ist alles andere als nachhaltig – oder das Wässern in der Sommerzeit.

Short Golf  Anlagen –nachhaltig nicht biodivers!

Short Golf ist viel Golfsport auf kleiner Fläche. Short Golf wird auf Kunstrasen gespielt und es entfallen somit sämtliche Platzpflegeleistungen, es kommen also weder Geräte wie Mäher, Erifizierer oder Vertikulierer zum Einsatz, außerdem werden keine Materialien wie Dünger oder Pestizide verbraucht. Den größten Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet jedoch der extrem niedere Brutto Flächenbedarf einer solchen Short Golf Anlage  – zumal diese Anlagen oft auf bereits befestigten Flächen auf entstehen. Was bleibt, sind die Anfahrten zum und vom Sport und die damit verbundene Produktion von CO2, dies allerdings in wesentlich kleinerem Ausmaß im Innenbereich von Siedlungsräumen.

Short Golf in der Halle – Rehazentrum Bad Häring.

Short Golf in der Halle – Rehazentrum Bad Häring.

Anlagenbau

Tennisplätze, Freizeitzentren, Turnhallen, Seniorenheime sind ideale Standorte für Short Golf. Der Flächenbedarf für Short Golf Plätze im Gelände beginnt bei 400 qm für eine Zweierkombination, eine Short Golf Insel, und endet bei 5.000 qm für eine 9- Loch Short Golf Wettbewerbsanlage. Das sind weniger als 1 % der Brutto-Spielfläche eines großen Golfplatzes und wertvolle ökologische Flächen bleiben weitgehend unberührt.

Short Golf im Gelände

Short Golf im Gelände

Platzpflege

Short Golf wird auf  Kunstrasen gespielt. Es gibt weder Mäh- noch Bewässerungsbedarf noch kommen umweltbelastende Düngemittel und Pestizide zum Einsatz.

Warum  Short Golf 

Der Short Golf Spieler verzichtet zu Gunsten der Nachhaltigkeit für Umwelt und Klima auf das Erfolgserlebnis auf langen Fairways, verbessert aber schnell sein kurzes Spiel. Short Golf Golfer spielen auch kostengünstiger und mit weniger Zeitaufwand als Spieler auf großen Golfplätzen. Es lohnt sich, langfristig über Short Golf nachzudenken. Short Golf hat das Potential, den Zugang zum Golf zu vereinfachen. Synergieeffekte zwischen klein und groß, zwischen Tischtennis und Tennis, warum nicht auch zwischen Short Golf und Golf.

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