Neuer Vermarktungskonzept für die Golfküste

Die “golfküste” dürfte vielen Golfern ein Begriff sein, denn bereits seit mehreren Jahren treten die Golfplätze in Schleswig-Holstein unter diesem Namen nach außen auf. Am Rande der Hansegolf stellte der Golfverband Schleswig-Holstein bei einer Informationsveranstaltung für seine Mitgliedsclubs und Partner das neue touristische Vermarktungskonzept für die “golfküste schleswig-holstein” vor. “Zielsetzung hinter der Marketingkonzeption ist es, die wirtschaftliche Grundlage der einzelnen Golfanlagen zu stärken und zu sichern”, so Verbandspräsident Hans-Joachim Gebhardt. 

An dem Konzept hat eine Projektgruppe aus Vertretern von Golfanlagen mitgearbeitet. Erstellt wurde es von der Firma MC Management Consulting GmbH, die sich auf Touristik und Golf spezialisiert hat und von Michael Althoff geleitet wird. „Uns war es wichtig, von Beginn an die Erfahrungen und Einschätzungen erfahrener Praktiker einzubeziehen, um eine größtmögliche Akzeptanz bei unseren Mitgliedern und eine reibungslose Umsetzung des Konzepts sicherzustellen“, so Wolfgang Hens, Geschäftsstellenleiter des Golfverbandes Schleswig-Holstein e.V (GVSH).

In diesem Kreis wurde die “golfküsten- DNA” erarbeitet. Zu dieser DNA gehöre eine Kunden- und Serviceorientierung, die Digitalisierung, die Nachhaltigkeit im Angebot und die bessere Messbarkeit einzelner Maßnahmen. In enger Anlehnung an die von schleswig-holsteinischenWirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz beim Tourismustag Schleswig-Holstein 2019 präsentierten ersten Ergebnisse der Evaluierung der Tourismusstrategie, wurden die einzelnen Bausteine auf relevante Zielgruppen und Quellmärkte fokussiert. “Eine unserer Zielsetzungen ist es, Golfer mit völlig unterschiedlichen Motivationen anzusprechen. Der eine will nur Topplätze, der nächste kurze Wege, dem dritten ist die Restauration besonders wichtig etc. Hier hilft die Digitalisierung”, so Michael Althoff zum Ziel des Konzeptes.

Die Bausteine

Zunächst wurde das Logo modernisiert, zudem wird aktuell an einem Relaunch der Website gearbeitet. Im Mittelpunkt Vermarktung steht die Möglichkeit, über die zentrale Internetseite Startzeiten für alle Anlagen zu buchen, umgesetzt wird dies mit Campo Golf. Dazu ist geplant, eine Buchungsplattform für Hotels zu integrieren, damit ließen sich dann individuelle Golfreisen zusammenstellen und buchen. Weitere Komponenten sind ein neues Kommunikationskonzept inklusive Messebeteiligungen sowie Partnerangebote für Golf- und Reiseversicherungen sowie eine Online-Mietwagenbuchungsmöglichkeit.

„Uns war es wichtig, mit dem neuen Vermarktungskonzept einerseits die Besonderheiten der “golfküste” zu unterstreichen, andererseits aber auch die aktuellen und künftigen Anforderungen der Kunden an das Produkt Golferlebnis und Buchungsmöglichkeiten für Golfreisen sowohl bei Kurz- als auch bei Urlaubsreisen umzusetzen“, erläutert Michael Althoff, Geschäftsführer der MC Management Consulting.

Mit der Präsentation des Konzepts auf der Hansegolf fiel der Startschuss für die Umsetzung. „Wir sind sicher, dass das neue Konzept bei unseren Clubs und Partnern auf große Resonanz stoßen wird und wir damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Existenzsicherung unserer Mitglieder leisten“, erläutern GVSH-Präsident Hans-Joachim Gebhardt und die Geschäftsführerin der für die “golfküste” zuständigen Golf in Schleswig-Holstein GmbH (GiSH), Maike Junker.

Während der Pressekonferenz zur neuen Marketingkonzeption der GOLFKÜSTE Schleswig-Holstein (v.l.): SH-Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und GVSH-Präsident Hans-Joachim Gebhardt.GVSH. Foto: GVSH/Frank Molter

Der Wirtschafts-Minister, selbst seit vielen Jahren aktiver Golfer, verlieh dem Anliegen des Golfverbandes Nachdruck: „Ich persönlich würde mich freuen, wenn es ein Bekenntnis der Golfer des Landes für die touristischen Themen gibt.“ Minister Buchholz stellte noch einmal klar, dass der Tourismus im Land davon lebt, seinen Gästen ein hochwertiges Produkt zu bieten. Für ihn kann und sollte Golf hier eine noch größere Rolle spielen. „Das gelingt“, so der Minister, „wenn wir in der Vermarktung für den Tourismus herauskehren, dass wir tatsächlich in Schleswig-Holstein ein Golfland sind.“ Im Tourismus sei es nicht damit getan, nur die Tür zu öffnen: Golfanlagen müssten in Bezug auf Digitalisierung mehr tun, als lediglich eine Homepage vorzuweisen. Der Golfer Buchholz ist sich sicher: „Der Golftourist möchte heute im Vorfeld buchen und zumindest, wenn sich die Sonne über seinem Strandkorb verdunkelt eine sichere Startzeit in einem benachbarten Club reservieren.“

„Wir haben festgestellt, dass die besonders erfolgreichen Golfanlagen in unserem Verband in der Regel eine starke touristische Ausrichtung haben“, so Verbandspräsident Hans-Joachim Gebhardt zur Motivation der Neuausrichtung. „Daher war es uns wichtig, unsere Mitglieder bei der weiteren Erschließung dieses Wachstums-Segments noch stärker zu unterstützen“, so Gebhardt weiter.

Gregor Landwehr

Über Gregor Landwehr

Gregor Landwehr founded the online magazine in 2005 and works as a freelance journalist for the WDR and writes for the NZZonline, and other newspapers and online magazines. Landwehr is a member of the German Journalists Association. He is not a gifted golfer, but he is a passionate golfer and enjoys the time on the fairways of the world as often as possible.

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