So kann Gummi Bunker schüzten

Starkregen ist der Horror jedes Turnierveranstalters, Clubmanagers und jedes Greenkeeping-Teams. Die Folgen und Schäden, die es dann aufzuräumen und zu beseitigen gilt, stellen das Greenkeeping vor große Herausforderungen, und für das Management bedeuten sie meist zusätzliche oft nicht unerhebliche Kosten, insbesondere, wenn es nicht damit getan ist, Blätter und Zweige vom Fairway zu fegen, sondern wenn Bunker unter Wasser stehen, ausgewaschen und verschmutzt sind.

Polylast, ein aus recyceltem Gummi hergestelltes, hoch poröses Material, kann die  Bunkerpflege erleichtern. Das Material ermöglicht bei Starkregen eine bessere Versickerung, schützt vor Auswaschung und Verunreinigung. Vor Jahren hat das amerikanische Unternehmen Polylast entwickelt, zunächst für Pferdeställe.

Vom Stall zum Bunker

Zwischenzeitlich hat man festgestellt, dass das in Bahnen angelieferte Gummi auch für den Bunkerbau und die Bunkerpflege geeignet ist. Der Polylast Bunker-Liner – als Zwischenschicht zwischen Erdreich und Sand – ermöglicht den idealen Wasserabfluss und wirkt als Erweiterung des Drainagesystems. Das hochporöse Material ermöglicht eine flächige vertikale Versickerung des auftreffenden Regenwassers in das darunterliegende Erdreich, wo das Wasser dann entweder gleich weiterversickert oder lateral abfließend dem Drainagesystem zugeführt wird.

Auftreffendes Wasser lässt der Bunker-Liner exakt an der Stelle abfließen, an der es ankommt. Durch diese Eigenschaft verhindert das Polylast-Material jegliche Art von Überschwemmung und Auswaschung des Bunkersandes oder Erosion abschüssiger Bunkersohlen und –wände. Der Bunkersand bleibt erhalten und in Form und gleichzeitig wird ein Vermischen mit dem Erdreich oder ein Hochschwemmen von Steinen und Verunreinigungen verhindert. Der Liner trennt nachhaltig den aufgebrachten Sand vom darunterliegenden Erdreich und armiert die angelegte Bunkerform.

Der Polylast Bunker-Liner wirkt wie eine Erweiterung des Drainagesystems an der Oberfläche, und zwar ohne dass sich an der Oberfläche Wasser sammelt oder Sand verrutscht. Selbst an einer fast vertikalen Bunkerwand fließt das Wasser in einem Bunker mit Polylast an der Stelle des Auftreffpunktes ins Erdreich ab, statt sich am Boden zu sammeln. Am besten funktioniert Polylast jedoch in Verbindung mit einem darunterliegenden Drainagesystem. Dieses sollte daher vorhanden sein oder im Zuge der Bunkersanierung angelegt werden.

Polylast ist weltweit zum Patent angemeldet. Angeliefert wird der Polylast Bunker-Liner vorfabriziert in verlegefertigen Rollen. Lediglich die Abschlusskanten werden zusammengeheftet und verklebt. An den Bunkerrändern wird der Rasen etwas angehoben und der Liner darunter geschoben. Für einen Bunker von ca. 100 qm muss man alles in allem ca. 2,5 bis 3 Stunden mit zwei Leuten rechnen.

Diese Clubs nutzen das neue Material

Während der Genesis Open 2017 im Riviera Country Club in Los Angeles musste das Turnier aufgrund eines Sturms und Starkregen unterbrochen werden. Der Schaden war beachtlich. Der Platz musste von Schmutz und Wasser befreit werden. Und in jedem Bunker stand das Wasser. Außer in zwei. Es waren dies zwei Testbunker, die Clubmanager Matt Morton mit Polylast hatte auslegen lassen. An diesen zwei Bunkern musste nichts gemacht werden. Inzwischen wurden alle 60 Bunker des Riviera Country Club mit Polylast ausgekleidet.

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