Golfen im Winter: Tipps für die Winterrunde

Passionierte Golfer verzichten auch in der kalten Jahreszeit nicht auf ihr Hobby. Niedrige Temperaturen können den Körper jedoch stark belasten. Mit diesen Tipps haben Sie auch in der kalten Jahreszeit Spaß bei einer Runde Golf.

Eiszeit für die Gesundheit

Lange Nächte und Kälte schwächen den Körper und machen ihn anfälliger für Krankheiten. Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher bei WetterOnline, erklärt: „Mit Herbstbeginn wendet sich die nördliche Erdhalbkugel immer mehr von der Sonne ab. Die Strahlen der Sonne treffen dann immer flacher auf die Erde und wärmen nicht mehr so stark. Dadurch wird die Luft kälter und unsere Nächte länger. Zur Wintersonnenwende am 21. Dezember haben wir in Deutschland gerade einmal acht Stunden Licht.“

Warm spielen

Bei der Winterrunde sollten Sie also früh genug anfangen, damit sie im hellen die Golfrunde beenden. Ebenso wichtig ist es, sich auf der Driving Range warm zu spielen – auch, wenn Sie eh schon warme Kleidung dabei haben (siehe weiter unten). Insbesondere wenn Sie aus dem warmen Auto kommen sollten sie etwa zehn bis fünfzehn Minuten dafür einplanen. Hier finden sie einige geeignete Übungen.

Keine Chance für Krankheiten

Wind- und wetterfeste Kleidung sowie viel Flüssigkeit und vitaminreiche Kost sind die Basis, um einem Krankheitsrisiko in der kalten Jahreszeit auf einer Golfrunde zu entgehen. Wer auch bei niedrigen Temperaturen nicht auf sein Golfspiel verzichten möchte, sollte es langsamer angehen lassen oder sich ein alternatives Training für drinnen überlegen. Denn spätestens bei Außentemperaturen im zweistelligen Minusbereich ist Vorsicht geboten, um das Herz nicht zu stark zu belasten. Für das Golfen draußen empfehlen sich besonders die Nachmittagsstunden, denn zu dieser Zeit ist es am wärmsten. Als Kampfansage gegen Erkältungsviren rät Matthias Habel zudem, für gute Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen zu sorgen: „Oft reicht es schon, ein Glas Wasser auf die Heizung zu stellen, um die Luft ausreichend zu befeuchten und sich so vor Infektionen zu schützen.“

Die richtige Kleidung

Funktionsunterwäsche von Galvin Green

Sonnenlicht ist wichtig für den Aufbau unseres körpereigenen Abwehrsystems – bekommen wir nicht genug davon, läuft unser Immunsystem auf Sparflamme. Darüber hinaus nimmt im Herbst und Winter auch die Luftfeuchtigkeit ab – ideal für Erkältungsviren, die bei trockener Luft besser überleben können und so Krankheiten verursachen. Deshalb wirkt sich feuchtigkeitsarme Heizungsluft zuweilen begünstigend auf einen Infekt aus. Bei älteren Menschen kann die frostige Luft sogar Schlimmeres als eine Erkältung oder Grippe hervorrufen, zum Beispiel Herzkrankheiten. Denn bei Kälte verengen sich die Blutgefäße, es gelangt weniger Sauerstoff in den Herzmuskel und der Blutdruck steigt an. Um so wichtiger ist die richtige, warme Kleidung. Eine Funktionsjacke sollte es sein, die nicht nur regen-, sondern auch windicht ist. Je nach Wetter kann auch eine entsprechende Hose sinnvoll sein. Da man über den Kopf am meisten wärme verliert raten wir dringend zu einer Mütze. So wird die wärme im Körper gespeichert, sie schützt vor Regen und Schnee. Und denken Sie auch unbedingt an Handschuhe  – damit meinen wir nicht die üblichen Golfhandschuhe, sondern wärmende Winterhandschuhe die man auf der Runde trägt und zum Schlagen ablegt. Und darüber hinaus sollten Sie sich über geeignete Funktionsunterwäsche Gedanken machen. Bei all der zusätzlichen Kleidung sollten sie aber auch noch schwingen können und nicht wie ein Michelin-Männchen über den Platz rollen.

Die Bälle warm halten

Das mag etwas komisch klingen, hat aber seinen Berechtigung. Halten sie auch die Bälle warm, denn ein warmer Ball fliegt weiter als ein kalter. Dahinter stecht einfache Physik, so ist der Energietransfer bei einem kalten Ball und kaltem Schläger weit weniger effizient als wenn diese warm sind, sie verlieren ihre Kompressionsfähigkeit.

Die Wintertees nicht vergessen

Da im Winter der Boden oft gefroren ist sollten sie ein paar Wintertees dabei haben. Diese müssen nicht in den Boden gestochen werden, sondern werden einfach auf den Boden gelegt. Die kleinen Gummikegel gibt es im Fachhandel für kleines Geld. Sie machen den Abschlag und die Winterrunde deutlich einfacher.

Die Golfregeln im Winter

Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Golfregeln. Hier ist es laut Anhang 1 der Golfregeln so, dass auf den meisten Plätzen Besserlegen im Gelände erlaubt ist. Generell sollten sie auf Privatrunden im Winter etwas großzügiger sein, in Bewegung bleiben und den ein oder anderen kurzen Putt schenken. Es ist außerdem wichtig, das Trolleys im Winter in der Regel verboten sind. Daher sollten sie ein Tragebag mitbringen und auf einige Schläger verzichten.

Gregor Landwehr

Über Gregor Landwehr

C. Gregor Landwehr gründete das Onlinemagazin im Jahr 2005. Er arbeitet als freier Journalist für den WDR und schreibt unter anderem für die NZZonline, und andere Zeitungen und Onlinemagazine. Landwehr ist Mitglied im Deutschen Journalistenverband. Sie erreichen ihn unter der Emailadresse landwehr at golfsportmagazin.de

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