Ich habe eine persönliche Rechnung mit dem Golfclub Feldafing offen. Dazu komme ich gleich.
Zunächst ein kurzer Blick auf die Anfänge des Golfsports in Bayern. Der älteste Club ist der Münchner Golfclub e.V. mit seiner 9-Loch-Anlage in Thalkirchen – unweit des Tierparks Hellabrunn gelegen. 2010 feierte er sein 100-jähriges Bestehen.
Ebenfalls 1910 gegründet wurde der Golfclub Bad Kissingen in der gleichnamigen Kurstadt – damit der zweitälteste Golfclub Bayerns.
Zu den ältesten Anlagen zählt auch der Golfclub Feldafing am Starnberger See, gegründet 1926 – und heuer Jubilar: 100 Jahre. Den Grundstein legten die Wittelsbacher, als sie dort einen Park anlegen ließen. Der renommierte Golfarchitekt Bernhard von Limburger wandelte ihn am 3. Juni 1926 in einen Golfplatz um – zunächst 9 Loch, ab 1962 dann 18. Vor allem der Adel belegte damals den Platz. Auch der spätere US-Präsident Dwight D. Eisenhower war dort zu Gast.
Und jetzt meine persönliche Rechnung: Quasi um die Ecke liegt ein Reha-Hotel, in dem der renommierte Kniespezialist Prof. Hipp seine Patienten unterbrachte. 1981 hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, dort nach meiner zweiten Kreuzband-OP die Rehabilitation zu absolvieren. Damals bedeutete Kreuzbandriss: sechs Wochen Vollgips bis zum Oberschenkel, dann sechs Wochen Gipsschale – und so weiter. Um halbwegs in Übung zu bleiben, marschierte ich täglich mit Krücken zur Driving Range des GC Feldafing, schlug einen Korb Bälle – und schleppte mich dann erschöpft zurück in die Klinik. An diese Quälerei erinnere ich mich noch heute.
Wer die Gelegenheit hat, den Golfclub Feldafing zu bespielen: Nutzen Sie sie. Der Platz ist es wert.
Viel Spaß dabei wünscht Ihr