Links-Golf ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Golfplatz schlichtweg eine völlig andere Welt. Es gehorcht seinen eigenen Gesetzen, und Spieler, die das vergessen, halten sich selten lange an der Spitze des Leaderboards. Erfolg erfordert hier, die Unberechenbarkeit zu akzeptieren, anstatt sie zu bekämpfen, die Schlagwahl eher der Bodenbeschaffenheit als der Luft anzupassen und die nötige Geduld aufzubringen, um auch einen ungünstigen Absprung des Balls wegzustecken.
Die Open Championship, das älteste Major-Turnier im Golfsport, ist gerade in Royal Birkdale zu Ende gegangen, wo Ryan Fox den altehrwürdigen Claret Jug in die Höhe stemmen durfte. Dies ist der perfekte Moment, um genauer zu analysieren, was einen Links-Platz eigentlich von einem klassischen Parkland-Kurs unterscheidet, warum sich dieses Format weit über die britischen Inseln hinaus verbreitet hat und wo man die Turniere verfolgen kann, die es am besten in Szene setzen.
Wer vor dem nächsten großen Links-Event selbst in Stimmung kommen möchte, findet mit einem Winamax Bonus einen guten Einstieg. Auf Links-Plätzen werden einige der bedeutendsten Golfturniere der Welt ausgetragen, und sie heben sich von allem anderen im Turnierkalender deutlich ab.
Was genau ist eigentlich ein Links-Platz?
Ein klassischer Links-Kurs liegt auf dem sandigen Küstenstreifen zwischen dem Meer und dem landwirtschaftlich genutzten Inland – einem Stück Land, das früher weder für Bauern noch für Strandbesucher von großem Nutzen war. Dieser sandige Untergrund trocknet extrem schnell, und das Fehlen von Bäumen gibt dem Wind freie Bahn, um jeden einzelnen Schlag zu beeinflussen. Gerade diese Baumlosigkeit verleiht solchen Anlagen oft eine leicht unwirkliche, fast schon mystische Atmosphäre.
Viele Golfhistoriker betrachten Links-Golf als die reinste Form dieses Sports, da er auf diese Weise bereits Jahrhunderte vor der Entstehung der ersten Parkland-Plätze gespielt wurde.
Warum es sich wie eine vollkommen andere Sportart spielt
Parkland-Golf belohnt die Flughöhe. Landet der Ball weich von oben, bleibt er in der Regel nahe seines Aufschlagpunkts liegen. Links-Golf wirft diese Logik komplett über den Haufen, da der harte, schnelle Rasen den Ball nach der Landung schier endlos weiterrollen lässt.
Ein 220-Yard-Drive kann hier mühelos auf über 280 Yards ausrollen. Ein Annäherungsschlag, der deutlich vor dem Grün aufkommt, kann dennoch auf der Putting-Fläche zum Liegen kommen – oder ein Gefälle erwischen und schnurstracks über das Grün hinausschießen. Flache, rollende Annäherungen und sogenannte „Bump-and-Run“-Schläge, die auf Plätzen wie Augusta National kaum eine Rolle spielen, werden hier zum unverzichtbaren Handwerkszeug.
Der Wind ist die andere große Konstante. Ohne schützende Bäume und oft auch ohne nennenswerte Erhebungen sind die Spieler auf einem Links-Platz den Elementen schutzlos ausgeliefert, und die Bedingungen können sich von einer Runde zur nächsten dramatisch verändern. Aus diesem Grund sind die Sieger am Ende meist erfahrene Taktiker und Platzmanager, nicht zwingend die Spieler mit den längsten Abschlägen.
Links-Golf in Deutschland

Deutschland ist nicht unbedingt das Land, das die meisten Golfer sofort mit Links-Plätzen in Verbindung bringen. Doch Sylt, die nördlichste Nordseeinsel der Republik, hat sich still und heimlich zu einer echten Links-Destination entwickelt. Herausragend ist dabei der Golf Club Budersand, der weithin als der einzige echte Links-Platz des Landes gilt.
Eingebettet in die Dünenlandschaft bei Hörnum, bietet Budersand dieselben harten Fairways, die typischen, mit Grassoden befestigten Topfbunker (revetted pot bunkers) und den wechselhaften Seewind, die man von jedem Austragungsort der Open kennt. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2008 zählt er durchgehend zu den besten Golfanlagen Deutschlands.
Der nahegelegene Marine Golf Club Sylt weist einen ähnlichen Links-Charakter auf, wodurch die Insel gleich mit zwei erstklassigen Plätzen aufwarten kann. Für jeden, der dieses authentische Spielgefühl abseits der britischen Inseln sucht, sind sie definitiv eine Reise wert.
Wo die Majors tatsächlich ausgetragen werden
Die Open rotiert zwischen einer kleinen Gruppe handverlesener Links-Plätze in England, Schottland und Nordirland; derzeit bilden lediglich zehn Anlagen die aktive Rotation (Rota). St. Andrews bleibt der unangefochtene Fixpunkt und wird das Turnier 2027 zum mittlerweile 31. Mal ausrichten.
Royal Birkdale, der diesjährige Gastgeber, war nun bereits 11 Mal Austragungsort der Open und liegt damit in der ewigen Rangliste nur hinter St. Andrews. Auch Royal Portrush, Royal Troon und Royal Liverpool in Hoylake gehören weiterhin fest zu diesem erlesenen Kreis.
Royal Lytham & St Annes kehrt 2028 nach 16-jähriger Abwesenheit in die Rotation zurück. Turnberry hingegen wird trotz seiner unbestrittenen Qualität vorerst praktisch nicht mehr für das Turnier berücksichtigt.