Das Wunschkonzert für 2019: Die neuen Golf- und Handicapregelungen

Was haben der Brexit, Trump & Co mit den neuen Golfregeln und dem vorgesehenen neuem Handicapsystem zu tun?

Nun: Golf lange als sehr konservativ und etwas rückständig verschrien, scheint mit den neuen, weltweit gleichen und vor allem reduzierten Regeln einen Schritt aus der nationalen Ecke gegangen zu sein, was im Gegensatz in der Politik (America first!), verbunden mit einem gewaltigen Rechtsruck und Abgrenzung der Nationen, gerade sehr populär zu sein scheint.

Dass hier die beiden großen Verbände, USGA und R&A über Ihren Schatten gesprungen sind, Feindschaften und Animositäten beiseite gelegt haben, dies wäre ein Beispiel für die Politik.
Noch steht, was das Handicapsystem ab 2021 angeht, eine Einigung auf ein lang ersehntes weltweit gültiges HC-System aus, weil einige Verbände, besonders auch der DGV und der ÖGV „Trump“ spielen wollen! Hier bleibt nur die Hoffnung auf die Vernunft, wie übrigens auch in der Politik, und das die Golfer die richtigen Offiziellen an die richtigen Stellen wählen.

Am Image feilen

Ein weiterer Wunsch wäre, dass die Verantwortlichen endlich ein wenig am Image des Golfsports feilen. Störend ist doch das derzeitige Bild, wenn in Filmen Golf ständig genutzt wird, wenn man Superreiche und Versnobte darstellen will. Achten Sie mal beim nächsten Krimi darauf.

Störend für die breite Masse und schädlich für das Image empfinde ich es auch, wenn die vielen sogenannten Charities diverser Vereinigung in der „Yellow Press“ auftreten, um angeblich Gutes zu tun. Dienen doch diese Veranstaltungen vorwiegend zu einer Selbstdarstellung diverser Filmsternchen und alternder Sportstars. Ob dies dem Image des Golfsports gut tut, wage ich sehr zu bezweifeln. Nimmt man als Beispiel Biathlon. Vor mehr als 20 Jahren in der Öffentlichkeit kaum bekannt, schaffte es dieser Sport durch geschickte PR-Arbeit in der breiten Bevölkerung anerkannt zu werden. Trotz der Erfolge eines Bernhard Langer und Martin Kaymer in Deutschland und eines Bernd Wiesbergers sowie dem neuen österreichischen Supertalent Mathias Schwab, gelingt es Golf zu wenig, in die Herzen der Sportbegeisterten einzudringen. Hier gibt es enormen Nachholbedarf.

Dies Chance dazu dies zu ändern bieten die neuen Regeln. Die revolutionärste und sinnvollste Änderung der Regeln in den letzten 100 Jahren, welche meiner Ansicht nach das Spiel sehr verändern wird, ist zumindest in Deutschland und Österreich noch nicht so richtig in den Köpfen der Golfern angekommen.

Auf die Frage, was haltet Ihr davon oder wisst Ihr davon, höre ich allzu oft Detailwissen, aber meist Frust, wegen den vergangen, x-fachen Änderungen in den letzten Jahren hier bei uns, die letztendlich außer Ablehnung bei den Golferinnen und Golfern nichts bewegt haben.

Meist heißt es, ich spiele eh keine Turniere mehr, wie in den USA oder UK gespielt wird, interessiert mich nicht, im Urlaub in Spanien habe ich noch nie Probleme gehabt.

Wie mir bekannt ist, beginnen allmählich die Sportwarte und Manager der Clubs mit Schulungen durch die Verbände, was in meinen Augen im Dezember 2018 zu spät ist. Noch warte ich auf die großartige Offensive, besonders der Clubs vor Ort, um Ihre Mitglieder auf die Neuerungen einzuschulen. Besonders die lang gedienten Golfer zur Teilnahme an den neuen Regelschulungen zu ermuntern, dürfte nicht so leicht werden.

GolfregelnEin letzter Wunsch an das Christkind 2018 sei mir gestattet: Auf meinen diversen Publikationen stelle ich immer mehr fest, dass man mehr Zuspruch auf schöne Bilder oder kurze lustige Blogs bekommt, als um Aufklärung und Erörterung bemühte Texte.

Dies zu ändern, wäre mein Weihnachtswunsch an unsere Leserinnen und Leser. Um ab und an ein wenig Engagement für den Golfsport zu zeigen. Beginnen Sie damit, das neue kleine Regelbuch für 8,95 € auf Ihren Wunschzettel zu setzten und vielleicht über die Feiertage ein wenig darin zu blättern.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein
frohes Weihnachtsfest und ein golfreiches, gesundes 2019
und bleiben Sie uns treu.

Ihr

Heinz Schmidbauer

Heinz Schmidbauer

Über Heinz Schmidbauer

Der Golfpro Heinz Schmidbauer blickt auf eine 40 jährige Golferkarriere zurück. Der Diplomierte Sportlehrer betreute als Trainer viele internationale Sportstars und arbeitete mit berühmten Sportlern wie Arnold Palmer, Nick Bolletieri und Patrick Ortlieb zusammen. Seine Golferfahrung, auch als ehemaliges Mitglied der European Challenge-Tour, brachten ihn auf alle Kontinente der Erde. Wobei er auf 3 Kontinenten Profiturniere gewann. Auch als Erbauer und Manager zahlreicher Golfanlagen (ua. Golfclub Kobernausserwald, GC Maria -Theresia) machte er sich einen Namen. Er lebt heute vorwiegend in Italien und Österreich.

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