Golfurlaub in Schottland: Hier golfen Nobelpreisträger

Die Grafschaft Perthshire mit der Hauptstadt Perth liegt am Fuße der schottischen Highlands und ist sowohl von Glasgow als auch von Edinburgh schnell in etwas mehr als einer Stunde über gut ausgebaute Autobahnen zu erreichen. Für Golfer gibt es dort ein besonderes Angebot. 

Die Grafschaft verfügt zwar über bekannte Meisterschaftsplätze, wie die drei Plätze von Gleneagles, dem Austragungsort des Ryder Cups 2014 oder Blairgowrie (Junior Ryder Cup 2014). Aber auch wer lieber schnell einmal auf einer Urlaubsreise 9 Löcher spielen will, findet in Perthshire jede Menge hervorragender Spielwiesen – und das zu überaus günstigen Preisen. Die 9-Loch-Runden kosten lediglich zwischen 10 und 15 britische Pfund, wer lieber 18 Löcher spielt, zahlt auf diesen Plätzen zwischen 18 und 25 Pfund Greenfee. Für alle, die das umfangreiche Angebot an 9-Loch-Plätze in Perthshire testen wollen, gibt es den Perthshire 9-Hole-Pass. Für 45 Pfund kann man pro Tag bis zu 27 Löcher spielen. Für drei Tage koste der Pass 45 Pfund, für fünf Tage 70 Pfund, ein wirkliches Schnäppchen.

Denn unter den insgesamt 16 Neun-Loch-Anlagen von Perthshire gibt es einige, die mittlerweile so berühmt sind, dass sich jeder Abstecher lohnt. Da ist einmal der St. Filians Golf Club in der gleichnamigen, am östlichen Ende des Loch Earn gelegen Stadt. Sandy Lyle, der British-Open-und Master-Sieger, bezeichnet die in der malerischen Landschaft gelegenen 9 Löcher als seinen Lieblingsplatz im Binnenland seiner schottischen Heimat. Der mittlerweile 57 Jahre alte Profi wohnt in Balquhidder in Perthshire und ist deshalb oft in dem nur eine halbe Stunde von seinem Wohnort gelegenen Platz anzutreffen – und fungiert für ein Amateurturnier am 1. August als Namenspatron (Infos und Anmeldungen unter www.st-filians.com) .

Dr. Alistair Mackenzie, der schottische Chirurg, der Designer so berühmter Plätze wie Augusta National (Austragungsort des Masters) oder Royal Melbourne, hat in seiner Heimat den Platz des Dalmunzie Estates, einen der  höchstgelegenen Plätze der gesamten britischen Inseln, 1920 entworfen.

James Braid, der für das Design des King’s und den Queen’s Course von Gleneagles verantwortlich zeichnete, hat den Platz zehn Jahr später überarbeitet. Die Handschrift zwei der berühmtesten Architekten der großen Zeit des Golfplatzbaus ist an jedem der neun Löcher zu spüren. So ist es nicht verwunderlich, wenn der Platz zu den besten 9-Loch-Anlagen Großbritanniens zählt, zumal die Blicke auf die Berge der Umgebung einfach umwerfend sind. Im über 500 Jahre alten Dalmunzie Castle am südlichen Rand des Cairngorm Nationalparks stehen insgesamt 17 Zimmer zur Verfügung, der ideale Ausgangspunkt um den Park zu erkunden. Dulmunzie Castle ist von Edinburgh und Glasgow in 90, von Dundee in 60 Autominuten gut zu erreichen (www.dalmunzie.com).

Der Strathtay Golf Club ist einer der Plätze, wie es sie früher gab. Man muss keine Abschlagzeit buchen, man fährt einfach in den gleichnamigen Ort im Hochland von Perthshire, geht auf den Platz, steckt das Greenfee von 15 (werktags) oder 20 Pfund (Wochenende) in die so genannte „Honesty Box“ und spielt einfach drauf los. Oder wer es ganz modern will, kann das Greenfee auch über die Website (www.strathtaygolfclub.com) mit Paypal bezahlen. Der Platz hat nur einen Angestellten, den Greenkeeper, aber der macht, wie alle Besucher bestätigen, einen grandiosen Job. Der Club hat 170 Mitglieder, darunter 42 Schweizer. Und jetzt kommt der Clou: Unter den eidgenössischen Mitgliedern sind gleich drei renommierte Wissenschaftler, die mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden.

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