Das sind die schönsten Golfplätze an der Côte d’Azur

Frankreichs Vorzeigeküste Côte d’Azur steht seit Generationen für einen ureigenen, mondänen Lifestyle. Urlauber des guten Geschmacks tummeln sich hier, darunter reichlich Prominenz. Dabei spielt das Thema Golf seit jeher eine wichtige Rolle.

Ob nahe der Jetset-Ziele Nizza und Saint-Tropez oder dazwischen in Antibes, eine der ältesten Städte an der Côte d’Azur: Nur wenige Kilometer außerhalb befinden sich einige der schönsten Golfplätze Südeuropas – und das in einer gewachsenen Vielfalt, die man woanders vergeblich suchen muss. „Unter Berücksichtigung der Neun-Loch-Parcours liegen alleine rund um Cannes knapp 20 Golfanlagen“, sagt Natalie Zahn, Golfexpertin beim Reiseanbieter Olimar. Nimmt man das Hinterland der Provence hinzu, sind es 50 Golfanlagen.

Golfplätze von bekannten Designern

Übernachtet werden kann beispielsweise bei Antibes im Clarion Sophia Country Club Sport Resort & Spa. Von dem elegant-komfortablen Resorthotel gelangt man binnen 25 Autominuten zu einigen der besten Golfplätze der Region. Das Hotel bietet verschiedene Golfpakete an, bestehend aus Unterkunft, Abendessen und Greenfees – entweder auf St. Donat, Grande Bastide oder Cannes Mougins/Royal Mougins.

Golf de St. Donat, Grasse (18 Loch, 71)
Der von Robert Trent Jones Junior entworfene Platz ist recht abwechslungsreich gestaltet. Sorgen auf den ersten Löchern eher kurze Bahnen und weite Fairways für einen guten Start ins Spiel, so führen die „back nine“ durch hügeligeres Terrain und verlangen Präzision. Sowohl die Abschläge als auch die Annäherung auf die erhöhten Grüns müssen sitzen. Alles in allem bleibt der Platz aber fair zu spielen.

La Grande Bastide, Châteauneuf de Grasse (18 Loch, 72)
Am Fuße des hügeligen Hinterlandes von Nizza gelegen, erwartet Golfer einer der bedeutendsten Plätze der Region. Weite Fairways, gut verteidigte Grüns, jede Menge Bunker und diverse Wasserhindernisse gestalten diesen Platz für Spieler aller HCP-Klassen interessant. Auf den Spielbahnen genießt man darüber hinaus das weitläufige Panorama der Nachbarorte Grasse, Opio und Châteauneuf.

Cannes Mougins (18 Loch, 72)
Der „Leading Golfclub“ wurde bereits 1926 eröffnet und genießt spätestens seit der Umgestaltung durch das Architekten-Duo Peter Allis und Dave Thomas internationales Renommee. Im englischen Design gestaltet, liegt der Platz wunderschön eingebettet zwischen zwei Wäldern. Wenngleich nicht allzu hügelig, verlangen viele Wasserhindernisse eine gut überlegte Spieltaktik.

Royal Mougins Golf Club (18 Loch, 71)
Royal Mougins gehört zu den sportlich anspruchsvollen Plätzen der Region. Wellige, enge Fairways, zahlreiche Bunker, viel Wasser sowie schnelle, ondulierte Grüns lassen Spieler schon mal an ihre Grenzen kommen. Wer die Herausforderung liebt, wird den Platz lieben! Tipp: Nach der Runde bei einem Drink auf der Terrasse des Clubhauses die üppige Aussicht genießen.

Eine Hotelalternative, etwas südlicher in Saint-Raphael gelegen, ist das moderne Mercure Hotel Saint Raphael Valescure, eingebettet in die Fairways von Golf de l’Estérel und Valescure.

Golf de l’Estérel, Saint-Raphael (18 Loch, Par 71)
Die engen, stark von Pinien gesäumten Spielbahnen erfordern schon beim Abschlag Genauigkeit: In vielen Fällen ist man mit einem Dreier-Holz oder langen Eisen gut beraten. Auch das Spiel ins Grün erfordert Präzision aufgrund einiger Bunker und Wasserhindernisse. Der aus der Feder von Robert Trent Jones Junior stammende Platz ist bekannt für sein einmaliges Panorama über die Landschaft bis hin zur Bucht d’Agay samt seinem charakteristisch roten Steinmassiv. Er gehört zu den schönsten 150 Golfplätzen des Landes.

Golf de Valescure, Saint-Raphael (18 Loch, Par 68)
Der Old Course wurde bereits 1895 eröffnet und ist somit der älteste Platz der Region. Eingebettet in einen Pinienwald hat er über die Jahre nichts an Attraktivität verloren. Von den kurzen Bahnen dieses „Leading Golfclubs“ gilt es, sich nicht täuschen zu lassen – hier kommt die Raffinesse der alten Schule zu Tage. Die Fairways sind eng, das Rough verzeiht wenig und die Wasserhindernisse tun ihr Übriges dazu – gefordert ist ein technisch einwandfreies Spiel. Gäste sind jeder Zeit willkommen, wenngleich ein erforderliches Mindest-HCP von -28 für Damen und -24 für Herren vorausgesetzt wird.

Ein kurzer Ausflug ins Hinterland und man befindet sich inmitten der Provence, deren endlose lila Lavendelfelder wohl ihr bekanntestes Erkennungszeichen sind. Historische Städte und malerische Dörfer zeugen hier von Geschichte und Kultur, die berühmten Weine der Region und kulinarischen Raffinessen bescheren wahre Gaumenfreuden. Die Region wird häufig noch als Geheimtipp gehandelt – nicht zuletzt für Golfer.

Dolce Frégate Provence Hotel. Foto: pr/ Olimar

Dolce Frégate Provence Hotel. Foto: pr/ Olimar

 

Dolce de Frégate Golf, Saint-Cyr-sur-Mer (18+9 Loch, Par 72 / 29)
Die 27-Loch-Anlage liegt inmitten von Weinbergen und Olivenhainen und bietet teils spektakuläre Ausblicke auf das Mittelmeer. Hier wurde ein Ort der Ruhe geschaffen – keine Immobilien, die die Fairways säumen, kein Straßenlärm. So bleibt die Konzentration allein beim Spiel. Der abwechslungsreiche und zugleich anspruchsvolle Parcours bietet beste Voraussetzungen für ambitionierte Spieler. Einsteigern und höheren Handicappern empfiehlt sich der separate Neun-Loch-Platz. Die Bahnen sind etwas kürzer, der schöne Ausblick ist derselbe.

Die ideale Reisezeit für Südfrankreich ist – nicht zuletzt aufgrund der angenehm milden Temperaturen – das Frühjahr und der Herbst, einige Resorts sind auch den Winter über geöffnet. Im Sommer kann es – wie überall auch – recht voll werden.

Wer Zeit hat, reist mit dem eigenen Auto an. Alternativ fliegen beispielsweise Eurowings, Air Berlin und Tuifly von verschiedenen Flughäfen nach Nizza und Marseille.

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