Die Turniergeschichte der BMW International Open

Zum 25. Mal kommt die Weltklasse des Golfsports nach München, um bei dem Turnier mit „Bavarian Feeling“ dabei zu sein: der BMW International Open. Vom 20. bis 23. Juni kämpfen die Pros im Golfclub München Eichenried um zwei Millionen Euro Preisgeld und den begehrten Titel.

Turnier-Geschichten: Interessante Anekdoten aus 25 Jahren BMW International Open

1989 – Bayrisches Bier bringt’s.
Der Premierensieger der BMW International Open heißt David Feherty. Der Nordire startet mit einer 62, marschiert zum Titel und wiederholt diese großartige Auftaktrunde im darauffolgenden Jahr. Nach den ersten 143 Löchern hat das noch junge Turnier nur einen einzigen Führenden gesehen: David Feherty. 1990 zieht Paul Azinger (USA) am Sonntag an der allerletzten Spielbahn allerdings doch noch gleich – und gewinnt im Stechen. Feherty sagt im Rückblick über die Jahre 1989 und 1990: „Vielleicht lag mir der Platz einfach, oder es war das ganze bayerische Bier, das Torrance (gemeint ist der ehemalige Tourspieler und Ryder Cup-Kapitän Sam Torrance) und ich getrunken haben. Dieser Mann hat normalerweise einen schlechten Einfluss, aber damals nicht.“

1992 – Die mysteriösen Büsche.
Bei einem Golfturnier erlebt man bisweilen ohnehin schon seltsame Dinge. Völlig fassungslos allerdings sind die Platzarbeiter, als sie im Laufe des Turniers im Jahre 1992 eines Morgens die Grüns der Spielbahnen 12 und 16 inspizieren. Dort haben Unbekannte in der Nacht jeweils einen Busch mitten hinein gepflanzt. Der Sinn der Aktion bleibt „im Dunkeln“ – bis heute wartet die Turnierdirektion auf ein Bekennerschreiben.

1998 – Eher kein Volltreffer.
Große Aufregung auf dem Turnierfunk während der BMW International Open 1998. „Paul Broadhurst hit a lady!“ lautet der Funkspruch, der für die Alarmierung der Erste-Hilfe-Abteilung sorgt – und später dann für einen großen Lacher. Denn natürlich hat der englische Profi Paul Broadhurst keine Dame verletzt, sondern ist unglücklicherweise mit seinem Drive einfach nicht über den vorgelagerten Damenabschlag hinausgekommen. Demnach ist sein Ball keine 30 Meter weit geflogen. Broadhurst hat also „eine Lady geschlagen“, wie man das im Golferjargon nennt.

2004 – „Mechanic“ goes Shopping.
2004 ist das Jahr des „Mechanic“, wie der Spanier Miguel Ángel Jiménez wegen seiner Liebe zu Autos auch genannt wird. Nachdem er im April bereits die BMW Asian Open in Shanghai gewonnen hat, sichert er sich bei der BMW International Open im Juni nicht nur den ersten Preis im Shoot-out, ein BMW Motorrad, sondern später auch den Titel. Und mit dem ansehnlichen Siegerscheck kauft sich der Zigarrenfreund gleich auf dem Turnier noch einen damals brandneuen BMW M5.

2011 – Nächtlicher Ausflug.
Vor zwei Jahren hatten zwei spaßige Zeitgenossen die Idee, ein Golfkart des Organisationsteams vom Turniergelände zu entführen, um damit die Heimfahrt nach München anzutreten. Das Vorhaben kann nach einer aufreibenden Verfolgungsjagd gerade noch so verhindert werden. Und als sich herausstellt, dass die beiden Diebe noch nicht mal ordentliche Eintrittskarten vorlegen können, sondern einfach über den Zaun aufs Turniergelände eingestiegen sind, dürfen sie kurz nach ihrer Festsetzung um 19 Uhr auch gleich noch mal zwei Tagestickets lösen – von einer weiteren strafrechtlichen Verfolgung wird abgesehen.

 

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