Deutsche Spielerinnen schlagen sich gut bei den UniCredit Ladies German Open

Sandra Gal spielte sich mit einer 68er-Runde in die Spitze des Turniers im Golfpark Gut Häusern, liegt mit insgesamt 138 Schlägen (sechs unter Par) auf Erfolgskurs. Lokalmatadorin Martina Eberl steigerte sich nach der 72 am Donnerstag auf 70 Schläge, schaffte mit insgesamt 142 Schlägen (-2) den Cut für die Finalrunden am Wochenende. Dafür konnte sich auch Carolin Masson mit ebenfalls 142 Schlägen (-2) qualifizieren.

„Wegen des böigen Windes war es schwierig nahe an die Fahne zu spiele“, erklärte Masson, „was dann natürlich das Putten erschwert.“ Zumal Caroline noch Pech beim einlochen hatte. „Ich habe viele Putts gemacht, die die Lochkante rasiert haben, deshalb kann ich mir nichts vorwerfen“, so Masson. Dennoch war „der Frustfaktor sehr hoch“ für die Gladbeckerin. Die „Top-Ten“ hat Caroline nun für‘s Wochenende im Visier und will es „locker“ angehen. „Man kann ohnehin nichts erzwingen.“

Sandra Gal dagegen kann schon auf‘s Siegertreppchen plus Siegerscheck über 52.500 Euro nebst einem schicken‘ Audi Cabrio schielen. „Ich habe eine gute Position fürs Wochenende, aber es ist noch viel Golf zu spielen“, meinte die Proette, die ihre Golfkünste meist in Amerika auf der US-Tour zeigt. Und analysierte: „Ich hatte einen langsamen Start mit einem Bogey am Anfang. Dann haben mich einige Zuschauer aufgemuntert, mir zugerufen: Bleib geduldig, Sandra. Das habe ich beherzigt – und schon lief es besser.“ Obwohl der leicht lädierte linke Fuß kleine Probleme machte. Gal: „Ich habe neue Einlagen bekommen, die haben nun Blasen verursacht. Aber es ist nicht so schlimm.“ Sprach’s und ging auf Strümpfen zum Trainieren auf das Putting Green.

Martina Eberl mit ihrer kleinen Tochter

Martina Eberl mit ihrer kleinen Tochter

Martina Eberl, die ihr 18 Monate altes Töchterchen Linda mit in die Presserunde brachte, war „einfach nur glücklich“, beim Heimturnier, ihrem persönlichen „Finale dahoam“ auf der Abschiedstour, den Cut fürs Wochenende geschafft zu haben. „Am Anfang habe ich blöde Fehler gemacht, sogar mal den falschen Schläger genommen, doch auf den zweiten neun Löchern habe ich mich klar gesteigert. Das Finale hier war mein Ziel“, sagte die 30-jährige Münchnerin und ergänzte selbstbewusst. „Die erste Etappe ist erreicht, jetzt würde ich mir sogar den Sieg zutrauen.“ Denn, so Martina: „Ich habe Anfang der Woche katastrophal gespielt, dann ging es jeden Tag besser.“

 

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