Warum Golfer beim Spiel des Jahres „Kingdom Builder“ einen Vorteil haben

„Kingdom Builder“ ist ein Brettspiel für die ganze Familie und außerdem das „Spiel des Jahres 2012″. Die Auszeichnung ist quai der Oscar für Brettspiele, über den sich der Spieleautor Donald X. Vaccarino dieses Jahr freuen kann.

Golfspieler haben einen Vorteil

In „Kingdom Builder“ müssen die Spieler – der Name lässt es schon vermuten – ein Königreich errichten. Sie bauen Häuser und kämpfen um Siegpunkte sowie freie Felder auf dem Spielbrett. Wer den Tisch als Sieger verlassen möchte, hat als Golfer klare Vorteile. Denn hier ist es wie auf dem Platz, bevor man Abschlägt, verschafft man sie sich einen Überblick. Das Birdiebook studieren, das Grün lesen, den passenden Schläger auswählen. Wenn man nicht aufpasst, landet der Ball in Sand, Wasser oder Wald. Auch bei „Kingdom Builder“ ist Augenmaß gefragt. Wie auf dem Golfplatz existieren auf dem Spielbrett Wiesen, Wasser und Wälder. Und genau wie auf dem Rasen geht es immer schön der Reihe nach. Wenn ich dran bin, ziehe ich eine Karte. Darauf ist eine Landschaft abgebildet, zum Beispiel ein Wald. Ich muss meine Häuser in dieser Runde nun im Wald errichten. Wenn möglich, muss ich angrenzend bauen. Das heißt: Falls schon drei meiner blauen Häuschen auf dem Brett stehen, muss ich die nächsten Häuschen neben diesen platzieren. Wenn das nicht geht, kann ich meinen Bauplatz frei wählen. Das ist meist ein Vorteil, auf den potenzielle Gewinner genauso hinarbeiten wie Tiger Woods auf ein wichtiges Turnier.

Das Spiel „Kingdom Builder“

Über hunderttausend Spielbretter – mehr als es Golfplätze gibt

In Deutschland gibt es gut 700 Golfplätze. Bei Kingdom Builder sind rechnerisch weit über hunderttausend verschiedene Anlagen beziehungsweise Spielbretter möglich. Der Spielplan wird immer wieder unterschiedlich aus vier kleineren Plänen zusammengesetzt. Wem das trotzdem zu wenig Abwechslung ist, der sei auf die Siegpunkte-Karten verwiesen. Auch von denen liegen stets andere aus. Mal muss ich Häuser am Fluss bauen, mal an Bergen und mal in einer horizontalen Reihe. „Diese unterschiedlichen Ausgangslagen und eine Glückskomponente stellen die Spieler stets vor neue strategische Herausforderungen. Der einfache Einsetzmechanismus zeigt zwar nicht sofort seine Klasse, doch schon nach wenigen Partien entfaltet er seinen ganzen Reiz“, schreibt die Jury „Spiel des Jahres“ in ihrer Urteilsbegründung. Mich hat „Kingdom Builder“ gepackt. Und wer weiß: Vielleicht begegnen wir uns in naher Zukunft nicht nur auf Spielemessen, sondern auch mal auf dem Golfplatz. Worauf es da ankommt, weiß ich ja jetzt.

Kingdom Builder

Spieler: zwei bis vier Spieler ab acht Jahren
Dauer: etwa 45 Minuten
Preis: cirka 39 Euro
Autor: Donald X. Vaccarino
Illustration: Oliver Schlemmer
Verlag: Queen Game

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