Auch Putter sollten gefittet werden

Wiestaw Kramski

Wiestaw Kramski

„Es gibt keinen Standardputter, der für die Mehrzahl der Spieler passt“, so Wiestaw Kramski. „Schon wenn man beispielsweise nur den Griff von Größe L in XL ändert, hat man einen völlig anderen Putter!“ Somit sind Puttertests nur bedingt aussagekräftig. Darum sollte ein Putter vor dem Test immer gefittet werden. So können Schaftposition und Lie durch ein Fitting individuell eingestellt werden, ebenso die Schaftlänge – auf den Millimeter genau. Das Fitting-Spektrum reicht hier weit. Kramski montiert standardmäßig Schaftlängen zwischen 29 bis 36 Inch. Abhängig vom Spieler gibt es noch weitere Paramater, die zu beachten sind. Normalerweise beträgt der Standardloft 3.25 Grad. Im Vergleich dazu: Profigolfer Florian Fritsch spielt einen Putter mit 1 Grad Loft – als Sonderanfertigung für perfekte PGA-Greens. Der Lie bewegt sich in der Regel zwischen 64 bis 72 Grad, teilweise sogar bis zu 75 Grad. Zudem wird die Größe des Griffes, die bei Kramski zwischen S und XXL liegen kann, individuell bestimmt.

Zu einem Fitting gehört auch die Festlegung von Kopf- und Konterbalancegewichten. Dabei wird das Basiskopfgewicht von 342 Gramm entsprechend der Schaftlänge verändert. „Und wenn der Spieler einen schwereren Putter wünscht, so setzen wir auch das um“, sagt Kramski. Das detaillierte Fitting sorgt dafür, dass der Putter auch wirklich zum Spieler passt.

„Puttertests mit Puttern, die nicht gefittet wurden, sind letztendlich ein Zufallsprodukt der Ergebnisse“, erklärt der Experte. Außerdem gebe es weitere Fehlerquellen, die der Spieler im Auge behalten sollte. „Sie können mit einem schlecht montierten Putter, einer geänderten Ballposition und einer falschen Schwungbewegung trotzdem einlochen. Sie können ebenso mit einem perfekt montierten Putter und einer falschen Schwungbewegung daneben putten“, so der 63-Jährige.

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