Von den Golfländern lernen!

Das Stablefordsystem, dass überwiegend bei uns im Amateursport gespielt wird, muss weg, ebenso wie die bei uns in Deutschland und Österreich vorhanden Strukturen in den Verbänden.

Es wird nämlich den Amateuren ein vollkommen falsches Niveau vom Profigolf vorgegaukelt. Die Ernüchterung der ins Profilager wechselnden Amateure ist dann umso grösser, noch dazu weil Sie häufig in ein tiefes Loch fallen – ohne Betreuung.

Trotz aller sicher ernsthaften Bemühungen gibt es in Deutschland und Österreich zuwenige Trainer mit internationalem Niveau. Die wenigsten Trainer haben eine Open oder ein grosses Turnier jemals besucht oder in den klassischen Golfländern eine Arbeitsstelle innegehabt. Statt dessen wird mit allen möglichen “Firlefanz” wie Video-Scope und ähnlichen Systemen gearbeitet, anstelle die wahren Grundlagen des Spieles zu vermitteln.  (Übrigens hat mir diese Neigung deutscher Trainer schon vor langer Zeit Nick Bollettieri auch im Tennis  bestätigt und dies kritisiert, vom Hundersten ins Tausendste zu kommen).

Anstelle sich in den klassischen Golfländern umzusehen, von deren Verbandsstrukturen und Golfkultur zu lernen, kochen bei uns die Verbände eigene Süppchen – Darum ändert sich seit Jahrzehnten nichts im Spitzengolf bei uns.

Bereits mehrmals habe ich geschrieben, wenn 10 -15 deutsche Spieler auf den verschiedenen Touren zu finden wären, wie Schweden, Italiener, von Engländern, Amerikanern, Südafrikaner abgesehen, ist der Anschluss an Spitzengolf  gefunden.

Alles andere sind Einzelaktionen. Sind aber viele Spieler auf der Tour, dann ist verständlicherweise auch in der Breite der Golfer entsprechende Klasse vorhanden. Siehe den Skisport in Österreich.

Solange dies so nicht ist, reibt man sich verwundert die Augen, wenn von steigenden Golfzahlen und Erfolgen gesprochen wird und dann Schlagersternchen und EX-Fussballprofis die bekanntesten Golfer hierzulande sind. Golf erscheint dann bei uns fast nur in den Klatschspalten der Zeitungen. Die vielen, nur von Anzeigen lebenden Golfmagazine, die sowieso kostenlos im Club aufliegen, lesen wenn überhaupt, nur die Golfer selbst.

Wenn die Verbände, damit meine ich nicht nur die Amateurverbände, sondern auch die Profiverbände der entsprechenden Länder, etwas innehalten, dann müssten Sie vom hohen Ross heruntersteigen und von den klassischen Golfländern lernen.

Den letztendlich zählt das Ergebnis!

Viel Spass beim Lesen des Artikels und eine schöne Golfsaison 2012

Wünscht Euch

Heinz Schmidbauer