Während bei uns die Tage kürzer werden, beginnt in Südafrika die beste Zeit für Golfer: Sommer bedeutet warme Tage, lange Abende und eine Golfsaison, die sich sehen lassen kann. Über 500 Plätze im ganzen Land, Greenfees deutlich unter europäischem Niveau und Landschaften, die vom Fairway ablenken.
Inhalt
Golfplätze mit Charakter und Geschichte
Südafrikas Golfplätze erzählen unterschiedliche Geschichten:
Steyn City setzt auf modernen Anspruch. Das Jack-Nicklaus-Design folgt dem Jukskei River durch Parklandschaft. 75 Bunker, breite Fairways, harmonisch platzierte Wasserflächen – herausfordernd, aber nicht abschreckend.
Der Soweto Country Club hat andere Wurzeln: 1974 von lokalen Golfern auf Sandgrüns gegründet, entwickelte sich der Platz durch umfassende Modernisierung ab 2017 zu einem Symbol für Gemeinschaft und städtische Entwicklung.
In Sun City (North West) prägen zwei Ikonen das Bild:
- Gary Player Country Club: präzise, technisch anspruchsvoll
- Lost City Golf Course: weite Landschaft, markante Felsen, Bushveld-Klima
Das Resort bietet zusätzlich Pool, Spa und Sonnenuntergänge vor der Kulisse des Pilanesbergs.
Küstengolf und Wildlife-Atmosphäre
Die Garden Route verbindet Wälder, Seen, Dünen und Atlantikluft. Fancourt präsentiert drei unterschiedliche Plätze: The Links, Oluteniqua und Montagu. In Herolds Bay bietet Oubaai – entworfen von Ernie Els – großzügige Bahnen mit Blick auf den Ozean.
Der Erinvale Golfkurs, entworfen von Gary Player, gilt als eine der besten Golfanlagen in der Western Cape Provinz. Spektakulär ist die Aussicht auf die False Bay und die Ausläufer der Hottentots Holland Bergkette. Durch den Schutz der Berge ist es hier bemerkenswert windstill. Der anspruchsvolle Platz besticht durch seine natürliche Schönheit und durch seine spielerische Abwechslung. (18-Loch, Par 72)
Leopard Creek im Lowveld, nahe dem Kruger Nationalpark, öffnet sich bewusst zur Natur. Gary Player und Johann Rupert schufen einen Platz, von dem aus man Giraffen oder Antilopen in der Ferne sehen kann – kein Marketing-Versprechen, sondern Realität.
De Zalze ist ein internationaler Meisterschaftsplatz, konzipiert von Peter Matkovich. Das Areal ist umgeben von einer dramatischen Bergkulisse und sanften Weinbergen. Außerdem schlängelt sich der Blaauwklippen Fluss durch die Anlage – logisch, dass er an verschiedenen Stellen in das Spiel integriert ist. Überhaupt ist der Platz nicht einfach – Wasser, riesige Fairways- und tiefe Greenbunker gilt es zu meistern. Spannend ist der Abschlag von einem Tee, das auf einer Insel gelegen ist. (18-Loch, Par 73)

Pearl Valley gilt als Meisterschaftsplatz der Extraklasse, angelegt von keinem Geringeren als Jack Nicklaus. Er gehört zu den exklusivsten und anspruchsvollsten Plätzen der gesamten Kapregion, umgeben von Bergen und Weingütern und durchzogen vom Berg River. So kommt nahezu bei jedem Loch ein Wasserhindernis ins Spiel. Auch wurde mit Bunkern nicht gespart – insgesamt 76, und alle sorgfältig eingeplant, verteilen sich auf die 18 Spielbahnen. Damit ist Pearl Valley eine Herausforderung für jeden passionierten Golfer. (18-Loch, Par 72)
Arabella – einer der Top Fünf Golfplätze in Südafrika. Von Peter Matkovich durchdacht, liegt der internationale Meisterschaftskurs an der Bot River Lagune nahe Hermanus. Atemberaubend ist der Blick auf die Kogelberg Mountain Range. Obwohl der Platz anspruchsvoll ist, ist er auch wunderbar für Anfänger geeignet. Die breiten Fairways lassen viel Raum – allerdings spielt der Wind eine große Rolle. Deshalb ist hohe Konzentration erforderlich (18-Loch, Par 72)

Wohnen am Westkap
Das Willowbrook Country House liegt inmitten eines malerischen Gartens mit Pool, nahe der Kleinstadt Somerset West am Westkap Südafrikas. Vom Cape Town International Airport sind es nur 20 Minuten Fahrzeit. Alle 15 Zimmer sind stilvoll, natürlich und gleichzeitig farbenfroh eingerichtet. Entspannenden Ausgleich findet man auch bei einer Tour durch das Naturreservat Helderberg, durch Kapstadt oder nach einem Tag am Strand. Zahlreiche Golfplätze laden zum Abschlag ein; zum nächstgelegenen Golf Club Erinvale ist es sogar nur ein kleiner Spaziergang. Ein offener Kamin des familiär geführten Hauses sorgt für gemütliche Abende am Feuer; nach einem Tag am Green oder in den Bergen und mit einem gut sortierten Weinkeller der doppelte Genuss.
Turniere mit internationalem Gewicht
Jedes Jahr im Dezember zieht die Nedbank Golf Challenge in Sun City internationale Topspieler an. Im März 2026 folgt der nächste Schritt: Erstmals findet ein LIV Golf Turnier auf afrikanischem Boden statt – im Club at Steyn City in Johannesburg. Südafrika festigt damit seinen Platz auf der globalen Golflandkarte.
Weinland-Golf und maritime Spielkulisse

Die Cape Winelands kombinieren Golf mit Genuss:
- Pearl Valley: Jack-Nicklaus-Signature-Course mit breiten Fairways und eleganten Wasserflächen
- Erinvale: eingebettet an die Helderberg-Berge mit Weitblick ins Tal
- De Zalze bei Stellenbosch: durch Obstgärten und Weinreben – ideal für die Verbindung von Golfrunde und Weinprobe
An der Nordküste KwaZulu-Natals fügt sich Zimbali in subtropischen Küstenwald ein. Tom Weiskopfs Design nutzt das natürliche Terrain und spricht verschiedene Spielstärken an.
Preis-Leistung, die überzeugt
Südafrika punktet nicht nur mit Vielfalt, sondern auch mit fairen Preisen. Viele Top-Plätze sind für unter 60 Euro pro Runde spielbar – deutlich günstiger als vergleichbare Anlagen in Europa. Das Gesamtpaket aus Unterkunft, Gastronomie und Gesamterlebnis stimmt.
Fazit
Südafrika bietet im Sommer außergewöhnliche Golf-Bedingungen: von Championship Courses über historische Plätze bis zu Anlagen mit Wildlife-Blick. Moderate Kosten, verlässliches Wetter und 500 verschiedene Plätze machen das Land zur ernsthaften Alternative für europäische Golfer.