Ein Rückblick auf das Olympische Golfturnier

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Martin Kaymer bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Foto: DGV

Da ist es auch schon wieder vorbei – zum zweiten Mal war Golf in Tokio Teil der Olympischen Spiele. Nach der Premiere in Rio 2016 duellierten sich die besten Golfer aus der ganzen Welt um das olympische Edelmetall. In einem spannenden Finale setzte sich letztlich der US-Amerikaner Xander Schauffele vor Rory Sabbatini und C.T. Pan durch. Erstmals seit über 100 Jahren ging die Goldmedaille im Golf wieder einmal in die USA. Wir werfen einen Blick zurück auf das Olympische Golfturnier von Tokio.

Ein Golfkurs der Spitzenklasse

Ausgetragen wurde das olympische Golfturnier auf dem Kasumigaseki Country Club in der japanischen Präfektur Saitama. Nahezu alle Teilnehmer äußerten sich unisono begeistert von der Anlage. Der seit 1929 bestehende Golfkurs wurde vor den Olympischen Spielen komplett erneuert und bietet sowohl vom Anspruch als auch in Sachen Design alles, was das Golferherz begehrt. Auch der deutsche Teilnehmer Maximilian Kieffer hob die Einzigartigkeit des Platzes hervor: „Ich habe länger darüber nachgedacht, aber mir fällt kein Platz ein, an den er mich erinnern würde – weder in Europa noch in Amerika”, so der deutsche Olympionike nach seiner ersten Trainingseinheit.

Außenseiter überraschen in Runde 1

Am 29. Juli ging es dann endlich los – die erste Runde des olympischen Golfturniers sollte beginnen. Während es die Favoriten um Patrick Reed, Rory McIlroy oder Colling Morikawa in der ersten Runde noch eher ruhig angehen ließen, war es der Österreicher Josef Straka, der einen brillanten Auftakt hinlegte. Dabei blieb er ohne Bogey und kam mit acht Birdies auf eine 63 – Olympiarekord eingestellt!

Die Favoriten bringen sich in Runde 2 in Stellung

Während am ersten Tag eine Unwetterwarnung für eine mehrstündige Unterbrechung sorgte, musste die zweite Runde sogar abgebrochen und am kommenden Tag zu Ende gespielt werden. Trotzdem schlugen die Favoriten zurück und brachten sich für die letzten beiden Runden in Stellung. Xander Schauffele erzielte im zweiten Durchgang mit einer 63 das beste Ergebnis und übernahm die Gesamtführung. Aber auch der Lokalmatador Hideki Matsuyama wie auch der Ire Rory McIlroy spielten an Tag zwei stark auf.

Tag drei erhöht die Spannung

Nachdem sich die Favoriten also am zweiten Tag zurückmeldeten, sollte der der sogenannte „Moving Day“, der Tag, an dem die Spitze für gewöhnlich eng zusammenrückt, für noch mehr Spannung sorgen. Nachdem am dritten Tag alle Favoriten mit 67 bis 68 Schlägen eng beisammen blieben, ging Xander Schauffele mit nur einem Schlag Vorsprung in die entscheidende vierte Runde. Aber auch Lokalmatador Hideki Matsuyama legte eine starke Runde hin und hielt die Hoffnungen der Japaner am Leben.

Ein hochspannendes Finale

Nach zwei eher trüben Tagen war alles für ein hochklassiges Finale angerichtet. Die Sonne schien an Tag vier und auch die Golfer präsentierten sich in Topform. Xander Schauffele führte, doch dahinter befanden sich gleich acht Spieler in Schlagdistanz. Während Schauffele seine Führung nach Hause brachte und sich über sein erstes olympisches Golf freuen durfte, war es der Slowake Rory Sabbatini, der sich mit einer Rekordrunde von 61 auf den zweiten Rang katapultierte. Taipeh-Chinese C.T. Pan sicherte sich in einem denkwürdigen Playoff die Bronzemedaille. Mit seinem Olympia-Sieg hat sich Xander Schauffele in die vordersten Ränge der Golf-Elite gespielt. Bei den Sportwetten wird er für das kommende Masters nun beispielsweise mit einer Quote von 15,00 gelistet (Stand: 04.08.). Damit gehört der Olympiasieger auf jeden Fall zum erweiterten Favoritenkreis für das erste Major 2022.


Das olympische Golfturnier der Herren hat auf jeden Fall gehalten, was es versprochen hat, und für jede Menge Spannung bei den Zuschauern gesorgt.