Denk an deine letzten Runden zurück. Was hattest du auf dem Golflatz, am Bag oder im Clubhaus tatsächlich in der Hand? Bei den meisten Golfern sind es die Pitchgabel, eine Reinigungsbürste, die Schere, vielleicht der Flaschenöffner für die verdiente Feierabendflasche. Ein kompaktes Schweizer Taschenmesser erweist sich in der Hosentasche als praktischer Begleiter, ohne beim Durchschwingen zu stören. Die Schere ist bei vielen sogar das meistbenutzte Werkzeug, vom Kappen eines lose hängenden Fadens am Poloshirt bis zum Kürzen des Tapebands am Finger. Alles darüber hinaus liegt oft jahrelang unberührt in den hinteren Ebenen. Wer mit dem E-Trolley unterwegs ist, nutzt vielleicht noch den Schraubendreher für eine lockere Halterung.
Wie viel Gewicht willst du im Bag tragen?
Die Länge des Griffs ist bei Victorinox ein wichtiger Anhaltspunkt für die Formatklasse: 58 Millimeter passen perfekt an den Schlüsselbund oder in die kleine Tasche der Pitchgabel, 91 Millimeter gelten als das ideale Standardformat für die Runde und 111 Millimeter gehen eher in Richtung Werkstatt. Ein schlankes Modell im 91er-Format wiegt um die sechzig Gramm, ein vollgepacktes im selben Format bringt fast das Dreifache auf die Waage. Wie viel ein Messer genau wiegt, steht bei knivesandtools.de direkt bei den technischen Daten. Zähl außerdem die Ebenen, denn jede zusätzliche Ebene macht den Griff rund drei Millimeter dicker. Vier Ebenen fühlen sich in der Hosen- oder Westentasche noch schlank an, ab sechs merkst du das Werkzeug bei jedem Schlag und beim Einstiegen ins Cart.
Wie oft willst du nachschärfen?
Victorinox verwendet für die Klinge einen rostträgen Stahl. Der ist nicht auf maximale Standzeit ausgelegt, sondern darauf, dass du ihn ohne Aufwand schnell wieder scharf bekommst. Nach ein paar Wochen Rundenverpflegung, Verpackungen und kleinen Schnitzarbeiten zieht die Schneide spürbar nach. Ein paar Züge über einen feinen Stein mit 1000er-Körnung – flach angelegt im werkseitigen Schleifwinkel von etwa 15 Grad pro Seite (insgesamt 30 Grad) – und die Klinge schneidet wieder sauber. Genau das macht den Stahl unkompliziert. Du brauchst weder eine Diamantplatte noch ein geführtes Schärfsystem. Ein einfacher Kombistein im Schrank reicht für die nächsten Jahre. Wer das Messer nur am Wochenende auf der Runde dabei hat, kommt damit meistens ewig ohne Nachschärfen aus.
Ein Begleiter, der viele Saisons mitgeht
Spül das Messer nach klebrigen Arbeiten mit Obst oder Rasenresten kurz unter warmem Wasser ab und lass es offen liegen, bis die Gelenke trocken sind. Alle paar Monate ein Tropfen Pflegeöl auf die Achsen, mehr braucht es nicht. Wenn ein Werkzeug beim Öffnen hakt, sitzt fast immer Sand aus dem Bunker im Gelenk und nicht Rost. Geh das Messer direkt nach dem Kauf einmal komplett durch. Öffne jede Funktion mit dem Daumennagel und achte darauf, ob sie satt einrastet. Was am ersten Tag sauber schnappt, tut das auch nach vielen Saisons auf dem Grün immer noch.