Deine Golfausrüstung lagerst du am besten gereinigt, trocken und bei möglichst konstanter Raumtemperatur sowie moderater Luftfeuchtigkeit. Wenn die Saison endet oder eine längere Spielpause ansteht, stellt sich für viele Golferinnen und Golfer dieselbe Frage: Wohin mit Bag, Schlägern, Schuhen und wetterfester Kleidung?
Eine hochwertige Golfausrüstung ist nicht nur emotional, sondern auch finanziell ein Wert, der eine durchdachte Lagerung verdient. Wer falsch lagert, riskiert Rostflecken auf den Schlagflächen, brüchige Griffe, schimmelnde Lederteile am Bag und unangenehme Gerüche in den Schuhen. Gerade in kleinen Stadtwohnungen kann es sich lohnen, Bag, Schläger und Wintergarnitur während der Pause im Selfstorage verstauen zu lassen, statt sie in feuchten Kellern unterzubringen. Mit ein paar Grundregeln lässt sich Schaden vermeiden, egal ob deine Ausrüstung im Clubhaus, im Keller zu Hause oder ausgelagert ruht.

Schläger, Bag und Bekleidung vor der Einlagerung vorbereiten
Vor jeder längeren Pause steht eine gründliche Reinigung. Schlagflächen und Rillen befreist du mit warmem Wasser, mildem Spülmittel und einer weichen Bürste vom eingetrockneten Gras und trocknest sie anschließend sorgfältig ab. Feuchtigkeit ist einer der größten Feinde der Ausrüstung: Sie kann an Schaft und Schlagfläche zu Korrosion führen und macht Griffe rutschig. Deine Schuhe bürstest du aus, lässt sie auslüften und stopfst sie mit Zeitungspapier aus, damit sie ihre Form behalten. Wetterjacken und Regenhosen gehören vor dem Verstauen einmal in die Wäsche, sonst setzen sich Schweiß- und Grasreste in den Membranen fest.
Wenn du deine Ausrüstung über mehrere Monate nicht brauchst, kannst du sie platzsparend zu Hause unterbringen oder im Club einlagern. So schaffst du dir Platz und schützt deine Ausrüstung gleichzeitig vor starken Temperaturschwankungen im Keller oder auf dem Dachboden.
Die wichtigsten Faktoren: Temperatur, Feuchtigkeit, Licht
Golfausrüstung lagert am besten möglichst konstant kühl bis raumtemperiert. Stark schwankende Temperaturen, wie sie in unbeheizten Garagen oder ungedämmten Dachräumen vorkommen, können vor allem Griffen und Schaftverklebungen zusetzen. Gummigriffe können bei großer Hitze an Haftung verlieren, bei Frost eher spröde werden. Carbonschäfte gelten als robust, sollten aber ebenfalls nicht dauerhaft direkter Sonne ausgesetzt sein, da UV-Licht den Lack mit der Zeit ausbleichen kann.
Mindestens so wichtig ist eine moderate Luftfeuchtigkeit. Feuchte Kellerräume sind ohne Entfeuchter eher ungeeignet. Hier hilft entweder ein elektrischer Luftentfeuchter oder die Auslagerung in einen klimastabilen Lagerraum. Bags sollten zudem nicht direkt auf kaltem Betonboden stehen, sondern auf einer Palette oder einem Holzrost, damit von unten keine Feuchtigkeit aufsteigt.

Schlauer lagern im Clubhaus, zu Hause oder extern
Viele Clubs bieten eigene Bagrooms oder Schließfächer an. Der Vorteil liegt im kurzen Weg zum Platz, der Nachteil im oft begrenzten Raum und im wechselnden Klima in nicht durchgängig beheizten Bereichen. Wenn du zu Hause lagerst, wählst du am besten einen trockenen, frostfreien Innenraum. Schläger bewahrst du senkrecht im Bag auf, niemals lose gestapelt. Schlägerhauben schützen Hölzer und Putter vor Kratzern, ein Tuch über dem Bag hält Staub ab.
Für längere Pausen, Auslandaufenthalte oder Umzüge bietet sich ein externer Lagerraum an. Anbieter mit klimaregulierten Boxen, wie sie etwa Boxly an Standorten in der Schweiz bereitstellt, eignen sich besonders für hochwertige Sets, weil Temperatur und Feuchtigkeit dort vergleichsweise konstant bleiben. Auch saisonale Zweitsets, Trolleys oder elektrische Caddys lassen sich so unterbringen, ohne deine Wohnung zu blockieren. Wenn du kein eigenes Auto hast, solltest du auf gute Zugangszeiten und ebenerdige Anlieferung achten.
Kleine Routine, große Wirkung
Wenn du deine Ausrüstung vor jeder Pause kurz prüfst, reinigst und trocken verstaust, kannst du ihre Lebensdauer spürbar verlängern. Ein kurzer Check zu Saisonbeginn an Griffen, Schlagflächen und Bag-Reißverschlüssen erspart dir später möglicherweise teure Reparaturen. So startet deine nächste Runde nicht mit einer bösen Überraschung am ersten Abschlag, sondern mit einer Ausrüstung, die genauso bereit ist wie du selbst.