Wenn die Temperaturen fallen und die Tage kürzer werden, verschwinden viele Golfer in den Winterschlaf. Dabei scheitert gutes Golftraining im Winter weniger am Wetter als an falschen Routinen und mangelnder Motivation. Golf ist ein Ganzjahressport! Ein überraschender Blick in den Fußball zeigt, wie es besser geht – von der richtigen Kleidung bis zur cleveren Trainingsplanung.
1. Die komplette Auszeit
Der wohl häufigste Fehler: Von November bis März wird der Schläger in die Ecke gestellt. Das Ergebnis im Frühjahr? Eingerostete Bewegungsabläufe, verlorenes Timing und frustrierende erste Runden – trotz guter Bedingungen. Dabei reichen zwei bis drei kurze Sessions pro Woche – Putten auf der Matte, ein paar Chips in der Halle, Beweglichkeitsübungen im Wohnzimmer – um die Basis zu erhalten. Fußballteams machen es vor: Auch sie passen im Winter die Intensität an, stellen das Training aber nie komplett ein.
2. Planloses Indoor-Herumexperimentieren

Wer im Winter doch trainiert, macht oft „irgendwas“: ein paar volle Schwünge in der Halle, etwas zielloses Putting. Besser funktioniert ein strukturierter Plan mit festen Bausteinen und Routinen: Montag Puttmatte, Mittwoch Chipping-Technik, Freitag Simulator mit Schwerpunkt Eisenschlag und Schwüngen. Wie Fußballer in der Halle an Technik und Taktik feilen, sollten auch Golfer ihre Indoor-Zeit mit klaren Zielen füllen.
3. Sommer-Training im Winter-Modus
Viele übernehmen Trainingsumfänge und Übungen eins zu eins aus dem Sommer – und übersehen, dass Kraft und Explosivität im Winter messbar sinken. Die Fußball-Lehre: Reduziere die Intensität, verkürze die Einheiten, aber steigere die Qualität. Konzentriere dich auf Technik, Rhythmus und Körpergefühl statt auf maximale Weiten und hohe Ballzahlen.
4. Kalter Start, warme Verletzung
Direkt mit vollen Schwüngen loslegen? Bei kalter Muskulatur ein Risiko, das auch Fußballer kennen. Ein dynamisches Warm-up von 5–10 Minuten – Schulter- und Hüftmobilisation, leichte Squats, Armkreisen – sollte im Winter Pflicht sein, bevor der erste Ball getroffen wird. Aufwärmen ist keine Kür, sondern die beste Verletzungsprävention.
5. Die Kleidungs-Falle
Zu dicke Jacken blockieren die Rotation, Baumwolle saugt sich voll und kühlt aus – viele Winter-Runden scheitern am falschen Outfit. Dabei bieten die meisten Hersteller ideale Kleidung für jedes Wetter. Auch hier lohnt der Griff ins Fußball-Regal: Das Zwiebelprinzip mit mehreren dünnen, atmungsaktiven Schichten funktioniert perfekt. Funktionsunterwäsche als Baselayer, eine elastische Trainingsjacke mit Stretch, bei Bedarf eine Thermohose – so bleibst du warm und behältst die volle Bewegungsfreiheit. Auch Fußball-Wintersocken und -mützen halten Extremitäten warm, ohne aufzutragen. Stanno Fußballbekleidung ist ideal, da du so optimal geschützt bist und maximale Bewegungsfreiheit genießt.
6. Bälle ballern statt Technik verfeinern
In der Halle oder am Simulator werden oft einfach Bälle „geschlagen“, ohne gezielt an Schwachstellen zu arbeiten. Nutze den Winter für Drills mit direktem Feedback: Tee-Gates für die Schwungebene, Handtuch-Ziele für präzises Chippen, Sweetspot-Übungen für konstanteren Ballkontakt. Tourspieler machen genau das – und werden im Frühjahr dafür belohnt.
7. Fitness? Nächstes Jahr…
Kraft- und Beweglichkeitstraining fallen im Winter oft komplett weg. Die Folge: steife Gelenke und Kraftverlust zum Saisonstart. Auch hier hilft der Fußball-Vergleich: Stabilisation, Core-Training und Mobilitätsübungen gehören fest in den Winterplan. 15 Minuten zweimal pro Woche können den Unterschied zwischen solidem Schwung und Rückenschmerzen ausmachen.
Der Winter ist keine verlorene Zeit für Golfer – er ist die Chance, an den Grundlagen zu arbeiten, ohne den Druck der nächsten Runde. Mit der richtigen Struktur, funktionaler Kleidung und einem Trainingsplan, der die Jahreszeit respektiert, startest du im Frühjahr nicht nur ohne Frust, sondern oft sogar besser als zuvor.