Golfschäfte sind der Motor eines guten Golfschlägers

Warum? Es ist der einzig mögliche Weg , die Energie bzw. Kraft des Golfers auf den Schlägerkopf zu übertragen. Während des Treffmomentes selbst ist es nicht so wichtig, aber der Schaft ist entscheidend das Schlägerblatt „square“ dh. im rechten Winkel zur geplanten Schlagrichtung zu bringen, was wiederum nur beienflusst wird durch die richtige Schwungebene.

Der Treffmoment dauert nur eine 50 millionstel Sekunde. Wenn der Schaft also auf einen Fehlschlag reagieren soll, …ist der Ball längst weg. Deshalb spielt der Schaft hierbei, egal was die Schafthersteller erzählen, keine Rolle.

>Zur Information, Stahlschäfte sind in der Regel immer 1 inch kürzer, da sie wesentliche Vorteile hinsichtlich des Torques, dh. der Verwindungssteifigkeit gegenüber Graphitschäften haben. Der Nachteil gegenüber Graphitschäften ist, dass Stahlschäfte bei weiten nicht so flexibel und leicht zu handhaben sind , für den Durchschnittsgolfer als Stahlschäfte, die heute meist nur noch von Profis und sehr guten Spielern benützt werden.
Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass Schlägertechnisch gesehen zwei Dinge die Weite eines Balles beeinflussen…die Länge des Schaftes (Hebelgesetz .—je länger desto weiter,,aber R&A haben hier gewisse Grenzen gesetzt) und der Winkel- sprich Loft des Schlägerblattes.

Je niedriger der Loft (z.B. 8 Grad für einen Driver) umso niedriger die Flugbahn, bzw. der Abflugwinkel, aber auch um so weiter geht der Ball. Umgekehrt..je höher der Loft zb. 52 Grad bei einem Pitiching-Wedge umd so höher aber auch kürzer fliegt der Ball.#

Leider gibt es keine internationale Reglementierung , wie sonstige Industienormen (DIN oder Din-Norm z.B) im Golfschlägerbau, so dass der Verbraucher hier oft grosse Schwierigkeiten haben wird, sich in dem Irrgarten Schlägerkauf zurechtzufinden.
Grundsätzlich neigt der Golfer bei seiner Kaufentscheidung immer eher zu Schlägern, bei denen er das Gefühl hat mehr W E I T E zu erzielen. und die Industrie unterstützt natürlich diesen Gedanken um neue Produkte so zu bewerben.

Ich rate immer daran zu denken, dass Golf ein Zielspiel ist, das Genauigkeit und Handlig erfordert. Dies sollte der beste Anhaltspunkt beim Kauf neuer Ausrüstung sein.
Golfschäfte haben auch unterschiedliche Flexibilität. Grob eingeteilt in L–= bevorzugt Ladyschaft,- Damen, R= Regular-Herren, S-= Stiff – härtere Flexibilität, für Spieler die eine schneller Schwunggeschwindigkeit haben, Extra –Stiff …

Lassen Sie sich auf alle Fälle, bei der Wahl von Ihrem Golfpro beraten. Er kennt Ihren Schwung, Ihre Schwunggeschwindigkeit etc. besser als andere Verkäufer.
Das Zusammenspiel, Schläger, Schaftflex, eigene Schwunggeschwindigkeit und auch die Wahl des geeigneten Balles ist beim Erwerb besonders zu beachten.
Im Vordergrund sollte immer das Vertrauen in das Gerät stehen und nicht was die Werbung diverser Hersteller oder das eigene EGO vorgeben.

In diesem Sinne „Schönes Spiel“

Autor: Heinz Schmidbauer Golfpro.