Sicher Joggen in der dunklen Jahreszeit

 

Joggen gilt als gesund. Dänische Forscher haben festgestellt, dass Jogger eine bis zu sechs Jahren gesteigerte Lebenserwartung haben können. Grund genug, auch im Herbst und Winter seine Runden zu drehen. Aber Vorsicht! Man muss sich den Witterungsverhältnissen anpassen. Feuchtes Laub, gefrorene Pfützen, schlechte Sicht schon verliert man festen Boden unter den Füßen und es kann zu Stürzen kommen.

Verletzungen, die durch einen Sturz beim Laufen entstehen, können sehr unterschiedlich ausfallen. Die Bandbreite reicht von Bänderrissen im Knie oder Sprunggelenk, bis hin zu Kreuzbandrissen und Brüchen im Fußbereich. Die Folgen sind oft langwierige Heilungsprozesse, eingeschränkte Beweglichkeit und Handicaps im Alltag, die den Lebensrhythmus durcheinanderbringen. Ist das Unglück passiert, sind medizinische Hilfe und Nachsorge durch eine Krankenversicherung abgesichert.

Sicher auf Schritt und Tritt

Die beste Versicherung ist noch immer die, die nicht in Anspruch genommen werden muss. Daher gilt es vorsichtig zu sein, wenn man auf rutschigem Untergrund oder in der Dämmerung läuft.

  • Funktionelle Kleidung im Zwiebelprinzip hält warm. Kalte Muskulatur verkrampft schneller und ist anfälliger für Verletzungen.
  • Handschuhe sind nicht nur wichtig gegen Kälte, sie schützen auch vor Verletzungen beim Fallen.
  • Laufschuhe brauchen eine stabile, profilierte Sohle. Zusätzlich gibt es spezielle Spikes, die bei Schnee und Eis an die Schuhe geschnallt werden können.
  • Tempo rausnehmen. Gerade bei niedrigen Temperaturen sollte man sich langsam warmlaufen, das Tempo leicht steigern und vor allem dem Untergrund anpassen.
  • Bei trüber Sicht unbedingt Kleidung tragen, in der man gut zu sehen ist. Empfehlenswert sind das Tragen von Warnweste und Reflektorstreifen, diese erhöhen bei Dunkelheit die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
  • Wenn möglich, bei Tageslicht laufen. Wer in der Dunkelheit unterwegs ist, sollte eine Stirnlampe tragen oder am besten gleich eine gut beleuchtete Strecke wählen.
  • Nicht mit lauter Musik in den Ohren laufen, damit man früh auf Gefahren aufmerksam wird.
  • Auf abgelegenen Wegen sollte ein Handy immer dabei sein, um im Ernstfall Hilfe rufen zu können.

Beim Joggen gilt, egal zu welcher Jahreszeit: Alles kann, nichts muss. Deshalb kann man bei sehr schlechtem Wetter, Eis oder Schneesturm ruhig mal auf die Sporteinheit draußen verzichten – der Gesundheit zuliebe.

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