Schnippen Sie die negativen Gedanken weg!

Keine Angst vorm Bunker!

Schon  seit längerer Zeit werden in der Golfszene Armbänder aus verschiedenen Materialien wie Kupfer, Plastik etc. von manchen Spielerinnen und Spielern getragen.

 Beispiel eines Armbandes.

Beispiel eines Armbandes.

Auch bei einigen Touring- Pros entdecke ich immer wieder diese Armbänder. Natürlich weis ich, dass die vielen Versprechungen, die oft mit diesen Gegenständen verbunden werden, selten zutreffen und war entsprechend skeptisch ob deren Wirkung. Andererseits sind Golfer, wie viele Sportler allgemein (Fussballer z.B. ziehen nur Socken in einer bestimmten Farbe, Trainer nur bestimmte Pullis an etc.),  etwas abergläubisch.

 

Ich fragte mich, was wirklich dahinter stecken möge und suchte Rat bei einem mir bekannten Psychologen.  Beide kamen wir zu dem Schluss:

Eine Menge der mentalen Probleme welche Golfer  haben, begründen in der  Ursache, wie ich es bezeichnen würde, dem „negativen Denken“!

Schlechte Ergebnisse, trotz guter Technik beruhen eben am Mangel an Selbstvertrauen, Konzentration ( hier kann die Ursache auch mangelnde Kondition sein!) und damit natürlich verbunden entsteht die Ängstlichkeit zu versagen.

Die meisten Golfer die einen Ball durch eben dieses „negative Denken“ verschlagen, denken eben, sie sind nicht in einer guten Verfassung diesen Schlag auszuführen, aber trotzdem und unverständlicherweise   schlagen sie dennoch irgendwie auf den Ball.

Diese Golfer haben kein Rezept mit dem Umgang mit negativen Gedanken und durch den Misserfolg entsteht eine Spirale nach unten, aus der man kaum rauskommt während einer Runde.

Als eine Hilfe, dies  konnte ich bei meinem Schülern/innen feststellen, welche mit diesem Virus „negative Gedanken“ während der  Pre -shot- Routine befallen waren, betrachte ich das Tragen so eines Armbandes.

Manche werden sagen, dies ist verrückt und zugegeben, nicht bei allen funktioniert dies, manche Golfer können auch andere Dinge bei diesem Virus als Hilfsmittel einsetzen.

Die Vorgehensweise mit dem Band ist so gedacht, dass der/die Spieler /in die Pre-shot –routine sofort unterbrechen soll, wenn in seinem Kopf negative Gedanken auftauchen und er sofort mit seinen Gedanken an sein Armband denken und dies fühlen soll und damit das Negative quasi wie mit den Fingern weggeschnippt wird.

Dabei soll folgendes durch seinen Kopf gehen: „ Ja ich hatte jetzt vor dem Schlag ein negatives Gefühl, aber ich merke diesmal hilft mir das Armband und ich habe keine Angst mehr vor dem Schlag.

Die ersten Runden, es würde an ein Wunder grenzen, funktioniert dies vielleicht nicht, aber wenn Sie mal 10-20 Runden dies versuchen, werden Sie merken, es kann helfen.

Wenn dieser Punkt eintreten sollte, wird der Spieler zuversichtlicher werden und die mentale Stärke wird ein anderes Level erreichen.

Sie werden feststellen, mentale Übungen, zu denen ich obige zähle, sind mindestens so wichtig wie das Techniktraining. Leider beschränkt sich der Golfunterricht viel zu sehr nur auf das Erlernen oder das Verbessern der Technik.

Mein alter Freund Nick Bollettieri, der vielleicht weltbeste Tenniscoach, erklärte mir einmal, als wir über Technik im Unterricht allgemein diskutierten:  „Das wichtigste, was ich meinen Spielern beizubringen versuche, ist das „Gewinnen“. Den schöne Technik wird nicht bewertet, dies ist anderen Sportarten wie Eiskunstlauf z.B. vorbehalten“.

Deshalb lautet mein Motto für 2014 für meine Golfer/innen:

I learn teaching from teachers!
I learn golfing from golfers!
I learn winning from coaches!

 

Schönes Spiel

Ihr

Heinz Schmidbauer 

 

Heinz Schmidbauer

Über Heinz Schmidbauer

Der Golfpro Heinz Schmidbauer blickt auf eine 40 jährige Golferkarriere zurück. Der Diplomierte Sportlehrer betreute als Trainer viele internationale Sportstars und arbeitete mit berühmten Sportlern wie Arnold Palmer, Nick Bolletieri und Patrick Ortlieb zusammen. Seine Golferfahrung, auch als ehemaliges Mitglied der European Challenge-Tour, brachten ihn auf alle Kontinente der Erde. Wobei er auf 3 Kontinenten Profiturniere gewann. Auch als Erbauer und Manager zahlreicher Golfanlagen (ua. Golfclub Kobernausserwald, GC Maria -Theresia) machte er sich einen Namen. Er lebt heute vorwiegend in Italien und Österreich.

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