Faszination Polo

Faster than Hockey, rougher than Rugby, sexier than Golf. Um welche Sportart es geht? Es geht um Polo. Winston Churchill soll einmal ein Polohandicap als „your passport to the world“ bezeichnet haben. Daran hat sich einiges geändert, doch ein faszinierender Sport ist Polo auf jeden Fall geblieben. Doch wie funktioniert Polo?

Beim Polo versuche de auf Pferden reitenden Spieler einen Ball mit langen Holzschläger in das gegnerische Tor zu schlagen. Gespielt wir auf einen Spielfeld, 274 Meter lang und 182 Meter breit. Auf dem Platz gibt es zwei Tore. Ein Polospiel besteht aus vier „Chukkas“, das sind Spielabschnitte die je 7,5 Minuten dauern. Zwischen den Abschnitten gibt es einige Minuten Pause. Zwei Mannschaften mit je vier Spielern treten gegeneinander an. Es gibt zwei Angreifer, einen Verteidiger und einen Kapitän in jeder Mannschaft. Ähnlich wie beim Golf hat jeder Spieler ein Handicap. Dieses reicht von minus 2 bei Anfängern bis zu plus 10. Aus der Summe der Einzelnhandicaps errechnet sich ein Teamhandicap. Treten wie Team gegeneinander an erhält das Team mit dem niedrigeren Handicap eine Torvorgabe.

Gespielt wird nach den Poloregeln. So gibt es das Wegerecht. Hat ein Spieler einen Ball geschlagen und folgt der Fluglinie darf er dabei nicht behindert werden. Regelverstöße werden von den zwei Schiedsrichtern („Umpires“) abgepfiffen. Dann gibt es Freischläge für die andere Mannschaft.

Polospieler dürfen nur mit der rechten Hand schlagen. „Offside“ bedeutet dabei auf der rechten Seite des Pferdes, „Nearside“ auf der linken Seite. Die Poloschläger („Stick“) sind aus Weidenholz oder Fiberglas. Sie sind bis zu 135 cm lang. Unten ist die „Zigarre“ angebracht, der Bereich, mit dem der Ball geschlagen wird. Der Ball ist 130 Gramm schwer und besteht aus gepresstem Bambusholz. Richtig geschlagen wird er bis zu 250 km/h schnell.

Spieler tragen einen Helm, meist auch ein Visier zum Schutz des Gesichts. Bei Turnieren sind weiße Hosen vorgeschrieben, außerdem braune Stiefel. Auch die Pferde müssen mit Bandagen geschützt werden.

Ein Pferd darf nie mehrer Speilabschnitte hintereinander auf dem Platz sein. Ein Polopferd kostet in Argentinien rund 10.000 Dollar. Aber auch in Deutschland werden Polopfernde gezüchtet. Wer Polo lernen möchte kann dies am besten in Poloschulen tun. Die Kosten dafür sind vergleichbar mit Trainierstunden im Golf oder Tennissport. Geübte Polopferde laufen von ganz allein dem Ball hinterer, Reiterfahrungen sind also nicht unbedingt erforderlich.

Polospielen kann man auch am Chiemsee. „Nach zwei Stunden können sie Polospiele“, sagt Robert Marat. Er leitet das Gut Ising zu dem auch eines der größten Polozentren in Deutschland gehört.

www.chiemseepoloclub.de

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