Schlag mit Rückseite des Schlägerkopfs ausführen – Antwort von voriger Woche

Neues Golfregelbeispiel:  Anfrage von Herrn  Odo aus Deutschland

Schlag mit der Rückseite des Schlägerkopfs ausführen.

Inv. Nr. 174 

 

Die Frage an Sie:

Mein Ball lag nahe an einer Mauer die als Aus gekennzeichnet war. Als Rechtshänder

konnte ich diesen Ball nicht spielen. Um mir einen Strafschlag zu ersparen weil für mich der Ball unspielbar war, machte ich mit  Eisen 7 einen linkshändigen Schlag mit der Rückseite des Schlägerkopfs. Meine Mitspieler haben mir 2 Strafschläge angerechnet, weil ich als Rechtshänder mit der Rückseite des Schlägerkopf keinen Schlag ausführen darf.

Ein anderer Golfkollege meinte, dass ich mit dieser Aktion nicht gegen eine Golfregel verstoßen habe.

Was meinen Sie dazu Herr Pausch

 

 

Was der Spieler alles darf?  –  Oder was der Spieler alles muss !

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Beispiel von voriger Woche

Kennzeichnung eines Inselgrün und verfahren nach der Wasserhindernisregel.

Inv. Nr.227

 

Die Frage lautete:

Lieber Herr Pausch,

wir haben bei uns ein Inselgrün im Wasserhindernis. Vor dem Grün sind gelbe

Pflöcke also frontales Wasserhindernis, auf beiden Seiten sind rote Pflöcke

also seitliches Wasserhindernis und jetzt kommt das Problem auf der Rückseite des Grüns sind auch rote Pflöcke.

Die Probleme beginnen sofort, wenn ein Golfer das Grün überschlägt und der Ball hinter dem Grün im Wasser landet.

In diesem Fall ist es eigentlich unmöglich den Ball nicht näher zum Loch fallen zu lassen wenn jemand nach Regel 26-1c verfahren will. Als Platzmarshall habe ich das Problem, dass die Spieler mich dauernd fragen wie sie sich jetzt verhalten sollen.

 

Antwort:

Eine Spielleitung ist schon berechtigt das Gewässer hinter einem Inselgrün  als seitliches Wasserhindernis kennzeichnen.

Das heißt grundsätzlich müsste es auch dort möglich sein  einen Ball auf der Nähe zum Grün gelegenen Seite eines seitlichen Wasserhindernisses nach Regel 26-1c(I) fallen zu lassen.

Das Problem wird mehr darin bestehen, dass beim Fallenlassen auch die Bälle des Spielers  in den See oder Teich rollen.

Ist dieser Vorgang einmal wirklich unmöglich, so hat der Spieler ja noch weitere Erleichterungsmöglichkeiten nach Regel 26-1.

Sie haben mir allerdings nicht mitgeteilt, ob dort  eine Droppingzone besteht.

Des Rätzels Lösung wäre bei Inselgrüns eine Drop Zone und  den ganzen See oder Teich als Wasserhindernis zu bezeichnen und eine Platzregel zu erlassen, nach der ein Spieler, dessen Ball in dem Hindernis liegt, einen Ball mit 1 Strafschlag in dieser Droppzone fallen lassen kann.

Gernot Pausch

Liebe Leser auch Sie können mir Fragen zu den Golfregeln stellen, ich werde Ihre Fragen

gerne kostenlos beantworten. mailto:gernot.pausch@utanet.at

 

Gernot Pausch

Über Gernot Pausch

In dieser Rubrik schreibt Gernot Pausch über die Golfregeln. Gernot Pausch HCP 11- Spielr spielt seit 35 Jahres Golf und befasste sich seit dieser Zeit intensiv mit Golfregeln. Herr Pausch war Golfclubmanager im Golf und Countryclub Salzburg auf der Anlage Schloss Fuschl und beantwortet für mehrere Golfmagazine noch die Golfregelanfragen.

Es gibt einen Kommentar

  1. Risinger

    Guten Tag Herr Pausch,
    ein Spieler hat gestern, mit dem Rücken zum Ziel, einen Schlag durch die eigenen Beine ausgeführt, ist das erlaubt?
    Gerne erwarte ich ihre Antwort, habe in den Regularien leidernichts gefunden.
    Viele Grüße und herzlichen Dank
    Heinz Risinger
    Mens Captain des Braunschweiger Golfklubs ( wir schreiben uns wirklich mit k)

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