Markieren ja oder nein? – Antwort von voriger Woche

Neues Golfregelbeispiel: Anfrage aus Österreich

Muss ein Ball nach einem Erleichterungsdropp von einem Hemmnis vor der

Aufnahme markiert werden?

Inv. Nr. 368

Sehr geehrter Herr Pausch,

wir hatten einen Streit und folgendes hat sich zugetragen:

Mein Ball lag neben einer Hütte also ein unbewegliches Hemmnis und war nicht spielbar.

Ich nahm Erleichterung wie in Regel 24-2b beschrieben. Nach diesem

Prozedere kam es mit einem Mitspieler zum Streit. Ich hätte meinen Ball

vor der Aufnahme markieren müssen. Er hat diese Vorgangsweise im

Fernsehen gesehen und auch ein Offizielle im Club bestätigte dies.

Meine Frage jetzt: Muss vor dem Droppen eines Balls die Stelle markiert

werden an der er gelegen hatte.

Ersuche um Ihre Meinung Herr Pausch!

 Die Antwort auf diese Frage wird wieder in einer Woche veröffentlicht

 

Was der Spieler alles darf? – Oder was der Spieler alles muss !

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Die Frage von voriger Woche:

Unübersichtliche Platzkennzeichnung? Liegt der Ball im Aus oder im Wasserhindernis?

 (Ganzer Regelanfragetext zu diesem Thema finden Sie im Beispiel von voriger Woche)

 

Antwort:

Sehr geehrter Golfer,

zuerst herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

es gibt an der an mich beigelegten Skizze doch zwei offene Fragen oder Probleme.

Die erste Frage ist, warum hier ein Stück Wald als Wasserhindernis gekennzeichnet wird?

Gibt es in diesem Wald sehr viel Feuchtigkeit, ist es ein Sumpf? Sofern in einem Wald eher die Bäume als irgendeine Wasserfläche dafür verantwortlich ist, dass der Ball nicht gefunden wird, ist eine Kennzeichnung als Wasserhindernis nicht richtig.

Bitte vergleichen Sie hierzu die Definition Wasser Hindernis in den Golfregeln und entsprechende Entscheidungen zu der Platzkennzeichnung eben Regel 33-8.

Sollte es jedoch einen vernünftigen Grund geben, den Wald als Wasserhindernis zu kennzeichnen, so ist es erforderlich an dem Punkt, an dem das Aus in das Wasserhindernis übergeht, nach der weißen Linie rechtwinklig roten Pfähle in den Wald zu setzen. Nur so weiß ein Spieler, dessen Ball gefunden wird, darüber Bescheid, ob er den Ball spielen darf oder ob der Ball im Aus ist.

Da ein Ball, der vom Aus in ein  direkt anschließendes Wasserhindernis fliegt, keinen nach Regel 26-1b oder 26-1c verwertbaren Kreuzungspunkt hat, muss der Ball gespielt werden, wie erliegt oder an der Stelle des letzten Schlages fallen gelassen werden.

 Gernot Pausch

Liebe Leser auch Sie können mir Fragen zu den Golfregeln stellen, ich werde Ihre Fragen

gerne kostenlos beantworten. mailto:gernot.pausch@utanet.at

 

 

 

 

Gernot Pausch

Über Gernot Pausch

In dieser Rubrik schreibt Gernot Pausch über die Golfregeln. Gernot Pausch HCP 11- Spielr spielt seit 35 Jahres Golf und befasste sich seit dieser Zeit intensiv mit Golfregeln. Herr Pausch war Golfclubmanager im Golf und Countryclub Salzburg auf der Anlage Schloss Fuschl und beantwortet für mehrere Golfmagazine noch die Golfregelanfragen.

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