Kennzeichnung eines Inselgrün und verfahren nach Wasserhindernisregel – Antwort von voriger Woche

Neues Golfregelbeispiel:  Anfrage von einem Platzmarshall aus Deutschland

Kennzeichnung eines Inselgrün und verfahren nach der Wasserhindernisregel

Inv. Nr.227 

Lieber Herr Pausch,

wir haben bei uns ein Inselgrün im Wasserhindernis. Vor dem Grün sind gelbe

Pflöcke also frontales Wasserhindernis, auf beiden Seiten sind rote Pflöcke

also seitliches Wasserhindernis und jetzt kommt das Problem auf der Rückseite des Grüns sind auch rote Pflöcke.

Die Probleme beginnen sofort, wenn ein Golfer das Grün überschlägt und der Ball hinter dem Grün im Wasser landet.

In diesem Fall ist es eigentlich unmöglich den Ball nicht näher zum Loch fallen zu lassen wenn jemand nach Regel 26-1c verfahren will. Als Platzmarshall habe ich das Problem, dass die Spieler mich dauernd fragen wie sie sich jetzt verhalten sollen.

 

Was der Spieler alles darf?  –  Oder was der Spieler alles muss !

Das erfahren sie auf meiner neuen CD Auflage 4, oder beim Online – Regelkurs

Informationen unter gernot.pausch@utanet.at  oder www.golfregeln-online.at

 

Beispiel von voriger Woche

Üben vor einem Turnier am Turnierplatz

Inv. Nr.144 

 

Die Frage lautete:

Sehr geehrter Herr Pausch,

Bitte um eine Antwort auf meine Frage:

Um 13 Uhr war ein vorgabewirksames Stablefordturnier angesetzt.

Es war schönes Wetter und ich habe den Vormittag an einem See in unmittelbarer

Nähe des Golfplatzes verbracht.

Um 11 Uhr 30 habe ich den Badeplatz verlassen und ging zu Fuß ins Clubhaus. Ich hatte einen Übungsschläger mit und spielte das letzte Loch am Platz nicht zu Übungszwecken sondern zum Zeitvertreib  ganz einfach so während meines Weges zum Clubhaus.

Nach dem Turnier war ich sehr erstaunt, dass ich auf der Auswertungsliste nicht in der Wertung war sondern disqualifiziert wurde.

Nach Rücksprache mit der Wettpielleitung wurde mir mitgeteilt, ein Spieler hätte gesehen wie ich das letzte Loch vor Wettspielbeginn noch geübt hätte.

Ich finde die Disqualifikation eine Frechheit wenn schon hätte man 2 Strafschläge geben können. Diese Meinung hat mir auch ein anderer guter Spieler bestätigt.

Was sagen Sie dazu Herr Pausch?

 

Antwort:

Sehr geehrter Golfer,

Am Tag eines Turnieres nach Zählspielweise ist leider das Üben auf dem Wettspielplatz

vor der festgesetzten Runde nicht erlaubt.

Dies ist in der Regel 7-1b geklärt und hat auch Gültigkeit wenn Sie nur ein Loch vor der Wettspielrunde spielen. Auch wenn es zum Zeitvertreib nur mit 1 Schläger gespielt wurde.

Selbst das Prüfen der Oberfläche eines Grüns am Wettspielplatz  durch einen Probeputt

vor der Wettspielrunde ist verboten.

Nicht verboten ist das Üben am Puttinggrün.

Auch wenn Sie mit der Entscheidung dass Sie disqualifiziert wurden nicht einverstanden sind, aber  laut Golfregel  7-1b ist der Bewerber zu disqualifizieren.

 

Ihre Frage ob  die Spielleitung nicht die Befugnis gehabt hätte die Disqualifikation in

2 Strafschläge abzuändern, dazu wäre sie meiner Meinung nach nicht berechtigt gewesen, nachdem Sie bereits ein Loch auf dem Wettspielplatz gespielt haben.

Die Berechtigung der Spielleitung die Strafe der Disqualifikation in 2 Strafschläge abzuändern, wäre dann möglich wenn sie definitiv nur einen Übungsschlag auf dem Wettspielplatz ausgeführt hätten.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine günstigere Auskunft geben kann.

Gernot Pausch

 

Liebe Leser auch Sie können mir Fragen zu den Golfregeln stellen, ich werde Ihre Fragen

gerne kostenlos beantworten. mailto:gernot.pausch@utanet.at

 

Gernot Pausch

Über Gernot Pausch

In dieser Rubrik schreibt Gernot Pausch über die Golfregeln. Gernot Pausch HCP 11- Spielr spielt seit 35 Jahres Golf und befasste sich seit dieser Zeit intensiv mit Golfregeln. Herr Pausch war Golfclubmanager im Golf und Countryclub Salzburg auf der Anlage Schloss Fuschl und beantwortet für mehrere Golfmagazine noch die Golfregelanfragen.

Was denken Sie?