Golfregeln: Ball im Wasserhindernis gespielt, liegt noch immer im Hindernis, was bedeutet zusätzlicher Strafschlag?

Antwort zum Golfregelbeispiel:  Anfrage eines Marshall aus Österreich

Ball im Wasserhindernis gespielt, liegt noch immer im Hindernis, was bedeutet

zusätzlicher Strafschlag?  Inv. Nr. 171 

 Die Frage lautete: Hallo Herr Pausch,

ich werde immer wieder gefragt, was ist zu tun wenn der Ball im Wasserhindernis gespielt wird und sich nach dem Schlag noch immer im Hindernis befindet.

Da taucht auch immer die Frage auf, was bedeutet ein zusätzlicher Strafschlag.

Vielleicht können Sie mir eine für mich verständliche Erklärung dazu schildert.

Besten Dank im Voraus.

 

Antwort:

Hallo Herr Kollege,

Ich werde versuchen die von Ihnen gewünschte plausible Erklärung zu Ihrer Anfrage

praxisbezogen Ausführen.

Ein Spieler  schlägt vom Abschlag oder von irgendeiner anderen Stelle am Platz

seinen Ball ins Wasserhindernis.

Er entschließt sich, nachdem der Ball am trockenen Boden im Wasserhindernis

doch spielbar ist seinen Ball aus dem Wasserhindernis zu spielen.

Der Spieler darf natürlich den Schläger am Boden im Hindernis nicht aufsetzen.

Der Schlag misslingt und der Ball liegt jetzt für den Spieler unspielbar weiterhin im

Wasserhindernis.

Der Ball ist zwar für den Spieler unspielbar, aber nach Regel 28 ihn für unspielbar zu erklären ist im Wasserhindernis nicht möglich.

Damit aber der Spieler sein Spiel fortsetzten kann muss der Spieler nach Regel 26-2

verfahren.

 

(a)    Der Spieler kann mit 1 Strafschlag nach Regel 26-1a einen Ball an der zuletzt gespielten Stelle im    Wasserhindernis droppen und von dort nochmals d.h. mit seinen 4 Schlag spielen. Regel 26-2a(I)

(b)   Einen Ball mit einem Strafschlag in der rückwärtigen Verlängerung hinter dem

Wasserhindernis droppen und zwar dort wo der ursprüngliche Ball zuletzt die Grenze des Wasserhindernisses gekreuzt hat und von dort seinen 4 Schlag spielen. Regel 26-2a/II

(c)    Mit einen Ball seinen 4 Schlag von dieser Stelle spielen, wo der Ball zuletzt außerhalb des Wasserhindernis gespielt wurde. Regel 26-2a(III)

 

Jetzt zu der Erklärung einen weiteren zusätzlichen Strafschlag wenn Spieler nach Regel 26-2a verfährt und seinen Ball im Hindernis fallen lässt:

Verfährt der Spieler wo oben angeführt und lässt seinen Ball unter Punkt a) fallen

und dieser kommt an einer Stelle zur Ruhe an der der Ball nicht spielbar ist (er liegt entweder im Wasser oder ist im Gebüsch für den Spieler nicht spielbar), kann der Spieler unter Hinzurechnung  eines zusätzlichen Strafschlages entweder einen Ball wie im Punkt b) beschrieben ist fallen lassen und spielen, oder einen Ball wie unter Punkt  c)beschrieben, d.h. von der Stelle spielen, wo der Ball zuletzt außerhalb des Wasserhindernisses gespielt wurde. das wären dann sein 5 Schlag.

 Wenn sie mehr über Golfregeln wissen wollen informieren Sie sich unter

www.golfregeln-online.at

 

 Neues Golfregelbeispiel:  Anfrage  von Herrn Alois aus Österreich.

Spanndrähte im Aus Zaun Inv. Nr. 106

Hallo Herr Pausch,

Auf unseren Platz befindet sich ein Aus – Zaun mit Stacheldraht. Es gibt immer laufend

Diskussionen darf man straflos Erleichterung in Anspruch nehmen wenn der Spieler

nicht durch den Auspfosten behindert ist, sondern nur durch den Stacheldraht.

 

 Meine Entscheidung und Antwort zur Frage von Herrn Alois  und eine neues Regelbeispiel erfahren Sie wieder in einer Woche.

 

Gernot Pausch

Clubmanager

 Liebe Leser auch Sie können mir Fragen zu den Golfregeln stellen, ich werde Ihre Fragen

gerne kostenlos beantworten. mailto:gernot.pausch@utanet.at

Gernot Pausch

Über Gernot Pausch

In dieser Rubrik schreibt Gernot Pausch über die Golfregeln. Gernot Pausch HCP 11- Spielr spielt seit 35 Jahres Golf und befasste sich seit dieser Zeit intensiv mit Golfregeln. Herr Pausch war Golfclubmanager im Golf und Countryclub Salzburg auf der Anlage Schloss Fuschl und beantwortet für mehrere Golfmagazine noch die Golfregelanfragen.

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