Elektronisches Gelsenabwehr – Gerät – Antwort von voriger Woche

Hallo Herr Pausch,

ich habe mir ein elektronisches Gelsenabwehrgerät gekauft damit man in Ruhe von diesen Insekten eine gemütliche Golfrunde spielen kann.

Jetzt kommt sofort die Diskussion auf ob es sich hier um eine Verwendung einer ungebräuchlichen Ausrüstung also ein künstliches Hilfsmittel nach Regel 14-3 handelt und nicht erlaubt ist.

Vielleicht können Sie mir sagen ob ich dieses Gerät bei Turnieren verwenden darf.

Dafür wäre ich Ihnen sehr dankbar, denn die Meinungen der Golfer Sie wissen ja….? Im Voraus vielen Dank.

 Die Antwort auf diese Frage wird wieder in einer Woche veröffentlicht

 

Was der Spieler alles darf?  –  Oder was der Spieler alles muss !

Das erfahren sie auf meiner neuen CD Auflage 4, oder beim Online – Regelkurs

Informationen unter gernot.pausch@utanet.at  oder www.golfregeln-online.at

 

Die Frage von voriger Woche:

Was bedeutet ganz genau der nächstgelegene Punkt der Erleichterung

 (Ausführlicher Regeltext zu diesem Thema finden Sie im Beispiel von voriger Woche)

 

Antwort:

Sehr geehrter Herr Ingomar,

ich gebe Ihnen recht für manche Spieler ist der nächstgelegene Punkt dort, wo liegt der Ball nach dem Fallenlassen am besten liegt.

Wenn man Erleichterung von einem unbeweglichen Hemmnis (Regel 24-2) oder von ungewöhnlich beschaffenen Boden  ( Boden in Ausbesserung, zeitweiliges Wasser Regel 25-1)  bzw. vom falschen Grün Regel 25-3  straflose Erleichterung in Anspruch nehmen darf, so stellt sich als erstes die Frage, wo befindet sich der Punkt, der am nächsten zur aktuellen Lage meines Ball ist, wo ich nicht im Stand oder Schwung z.B. durch das Hemmnis,  Boden in Ausbesserung  falsches Grün behindert werde.

Bäume. Gebüsche oder zum Platz erklärte Gegenstände wie Hütten etc. stellen keine Behinderung dar.

Der nächstgelegene Punkt der Erleichterung muss ganz genau festgestellt werden.

Liegt der Ball z.B. auf einen Weg und der nächstgelegene Punkt ist auf der rechten Seite des Wegs wo Büsche sind kann ein Spieler nicht einfach auf die linke Seite des Weges ausweichen.

Um jetzt den nächstgelegenen Punkt  der Erleichterung genau festzustellen nehme man

demjenigen Schläger mit dem man  den nächsten Schlag gemacht hätte.

Jetzt simuliert man  eine Ansprechsposition des Balls und steckt dort ein Tee hinein, weil das der richtige nächstgelegene Punkt ist.

Von dieser Stelle aus darf man den Ball im Bereich  innerhalb einer Schlägerlänge nicht näher zum Loch straffrei fallen lassen. Für dieses Messen einer Schlägerlänge dürfen Sie diesmal jeden Schläger verwenden.

Der nächstgelegene Punkt ist natürlich abhängig ob ein Spieler Links- oder Rechtshänder ist.

Eine Abbildungen erläutert der Begriff „Nächstgelegener Punkt der Erleichterung“

für einen rechtshändigen und einen linkshändigen Spieler finden Sie im offiziellen Golfregelbuch auf Seite 31

Bei dieser Skizze handelt es sich um Boden in Ausbesserung Regel 25-1b.

Dasselbe Verfahren ist auch bei Erleichterung nach Regel 24-2b, unbewegliche Hemmnisse oder falsches Grün  Regel 25-3 anzuwenden.

Eine Erleichterung bezieht sich auf die Situation wo der Ball gelegen hat, da kann es schon passieren, dass die Stelle wo der Spieler den Ball nach Feststellung des nächstgelegenen Punkt fallen lassen darf, eine ungünstigere Lage ist.

Der Spieler soll sich also das Prozedere vorher genau ansehen, wenn er nämlich wegen Erleichterung den Ball aufnimmt und ihn an falscher Stelle fallen lässt kann er sich

2 Strafschläge wegen Spielen vom falschen Ort einhandeln oder er will den Ball wieder an die ursprüngliche Selle zurücklegen, somit hat er das Recht auf straflose Erleichterung verloren  und muss 1 Strafschlag in Kauf nehmen.

Das heißt es kann oft für den Spieler besser sein er spielt seinen Ball wie er liegt auf dem Weg.

Liegt der Ball in einem Bunker und der Spieler will straflose Erleichterung nehmen

muss der Ball im Bunker fallen gelassen werden.

Liegt der Ball im Wasserhindernis, darf keine straflose Erleichterung durch ein unbewegliches Hemmnis oder ungewöhnlich beschaffener Boden in Anspruch genommen werden. Der Spieler muss entweder den Ball spielen wie er liegt oder er verfährt nach der Wasserhindernisregel  26-1

 

Gernot Pausch

 

Liebe Leser auch Sie können mir Fragen zu den Golfregeln stellen, ich werde Ihre Fragen

gerne kostenlos beantworten. mailto:gernot.pausch@utanet.at

 

Gernot Pausch

Über Gernot Pausch

In dieser Rubrik schreibt Gernot Pausch über die Golfregeln. Gernot Pausch HCP 11- Spielr spielt seit 35 Jahres Golf und befasste sich seit dieser Zeit intensiv mit Golfregeln. Herr Pausch war Golfclubmanager im Golf und Countryclub Salzburg auf der Anlage Schloss Fuschl und beantwortet für mehrere Golfmagazine noch die Golfregelanfragen.

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