Eingebetteter Wurm auf der Puttlinie – Antwort von voriger Woche

Neues Golfregelbeispiel:  Anfrage von Herrn  Hans Carl aus Deutschland

Eingebetteter Wurm auf der Puttlinie

Inv. Nr. 173 

Sehr geehrter Herr Pausch,

ich hatte folgendes Problem. Auf meiner Puttlinie war ein Wurm wo eine Hälfte

aus dem Boden herausragte und die zweite Hälfte in der Erde eingebettet war.

Ein Wurm ist doch laut Erklärung ein loser hinderlicher Naturstoff, ich durfte

ihn beim Putten auf meiner Puttlinie nicht entfernen, weil mein Zähler behauptete

der sei eingebettet. Auch an kompetenter Stelle bekam ich die Auskunft man darf

nur lose hinderliche Naturstoffe z.B. am Grün entfernen.

Nun die Frage an Sie Herr Pausch gilt nun ein Wurm als lose oder nicht?

 

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Beispiel von voriger Woche

Spieler hüpft nahe am Loch, damit der Ball ins Loch fällt.

Die Frage lautete:

Mein Ball kam beim Putten ganz nahe am Loch zur Ruhe. Damit er innerhalb

von 10 Sekunden ins Loch fällt, habe ich ein wenig hinter den Ball auf den Boden

getreten, damit vielleicht der Ball doch noch innerhalb der 10 Sekunden ins Loch fällt.

Trotz meiner Absicht, was ich ja nicht bestritten habe, ist der Ball nicht ins Loch gefallen.

Ich musste meinen Ball noch einlochen und bekam 2 Strafschläge.

Meine Frage, nach welcher Regel bitte?

Noch eine Zusatzfrage, was wäre gewesen, wenn der Ball durch meine Beeinflussung

doch ins Loch gefallen wäre.

Ich freue mich schon auf Ihre Rückantwort Horst.

Antwort:

Wenn ein Ball in Ruhe, so heißt es in der Regel über den Lochrand hinausragt, hat der Spieler wie Sie richtig schreiben laut Regel 16-2, 10 Sekunden Zeit damit der Ball doch noch ins Loch fällt und gilt dann mit seinen letzten Schlag als eingelocht.

Wenn Sie aber etwas in dieser Situation unternehmen ( hüpfen vor dem Loch oder in den Boden treten)was letztlich nicht zu einer Veränderung  eines Balls in Ruhe führt, ist eine solche Aktion nicht gerade Etikettfreundlich aber laut Golfregeln  straflos, weil

Sie die Lage des Balls in Ruhe nicht beeinflusst haben. Regel 1-2

 

Nun zu Ihrer  Zusatzfrage, was wäre gewesen, wenn der Ball durch meine Beeinflussung doch ins Loch gefallen wäre.

Nachdem Sie versuchten in der Hoffnung durch erschüttern des Bodens damit der Ball doch noch ins Loch fällt was dann tatsächlich geschieht, muss davon ausgegangen werden, dass der Spieler die Bewegung des Balls verursachte. Somit  gilt der Ball als nicht eingelocht sondern der Spieler hat gegen Regel 18-2a verstoßen bekommt

1 Strafschlag und der Ball muss wieder zurückgelegt und eingelocht werden.

 

Ein Tipp von mir zu Ihrer Zusatzfrage: Ich empfehle daher immer, wenn ein Spieler durch einen Regelverstoß

Strafschläge in Kauf nehmen muss, erkundigen Sie sich bei der Wettspielleitung

nach welcher Golfregel Sie bestraft wurden.

 Gernot Pausch

Clubmanager

 

 Liebe Leser auch Sie können mir Fragen zu den Golfregeln stellen, ich werde Ihre Fragen

gerne kostenlos beantworten. mailto:gernot.pausch@utanet.at

 

Gernot Pausch

Über Gernot Pausch

In dieser Rubrik schreibt Gernot Pausch über die Golfregeln.
Gernot Pausch HCP 11- Spielr spielt seit 35 Jahres Golf und befasste sich seit dieser Zeit intensiv mit Golfregeln. Herr Pausch war
Golfclubmanager im Golf und Countryclub Salzburg auf der Anlage
Schloss Fuschl und beantwortet für mehrere Golfmagazine noch die
Golfregelanfragen.

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