Wenn Feen zur Plage werden – Fahndungserfolg

Gestern berichteten wir über den maritimen Einsatz von Golfern am und auf dem Teich am Grün sieben. Stundenlang wurde malocht, um der Ausbreitung von fremdartigen Wasserpflanzen auf der Wasseroberfläche Herr zu werden. Dank myheimat und Anja Oelmann wissen wir nun, was unseren Teich zu versiegeln droht: Es ist Feenmoos oder Lateinisch Azolla filiculoides. Eigentlich sind Feen eher für Schabernack zuständig und das sie jene belohnen, die das nicht übel nehmen. Einen Schabernack besonderer Art spielte uns wohl ein Aquarianer, der zusammen mit Fischen Azolla in Teich sieben entsorgte. Welche Folgen das für den Teich und dessen Funktion haben könnte, hatte er wohl nicht bedacht. Seit dem ersten Aufkommen grübelten wir, was das Krautzeug wohl sein könnte. Wenn aber im Frühjahr die Wasserfläche im Sonnenlicht glänzte, war der unwillkommene Bewuchs schnell vergessen.

Doch mit der verkannt hohen Geschwindigkeit, mit der sich die Azollas verbreiteten, wuchs auch unsere Sorge um das Leben in dem stehenden Gewässer, vor allem sorgten wir uns um den Besatz der Fische, die im Frühjahr von Doris Grunwald gestiftet worden waren. Das submarine Leben zu schützen bestimmte also unser Handeln als wir anfingen, das Feenmoos abzufischen.

Zwar ist der Literatur nach Feenmoos einer der wichtigsten Konkurrenten für Algen. Blüten bildet die 2 bis 3 cm hohe Pflanze nicht. Es bevorzugt sonnige Teiche, die mindestens 30 cm tief sein sollten. Das Feenmoos kann bei optimalen Bedingungen rasch wachsen. Stehen die Pflanzen zu dicht, muss man sie abfischen, damit die Lichtsituation in den tieferen Zonen des Teiches nicht beeinträchtigt wird. Im Schatten wächst das Feenmoos weniger stark. So weit so gut, oder so weit so schlecht, denn unser Teich sieben ist bis zu zwei Meter tief. Die Abschattung des Tiefengewässers ist demzufolge nicht gut.

Die Gattung der Azolla wird seit knapp zweihundert Jahren zur Gründüngung von Reisfeldern eingesetzt. Im Zuge der Umweltforschung hat die Azolla Bedeutung gewonnen als Möglichkeit, Schwermetalle oder unwillkommene Nährstoffe in Abwässern zu binden. Wie auch immer – in unserem Teich sind sie überflüssig. Wir werden Azolla weiter abfischen um zu verhindern, dass unser Gewässer umkippt.

Unsere Bitte an alle Golfer: Entsorgt bitte keine Aquarieninhalte in unsere Teichen. f.s.