Warum meine neuen Schläger „grooveless“ werden

Foto: Markengolf

Foto: Markengolf

Jetzt las ich in der FAZ einen Artikel (der leider nicht online abrufbar ist) von Harry Niemann mit dem Titel „Des Golfschlägers neue Rillen“. Darin zeichnet der Autor die Entstehungsgeschichte der Rillen in den Schlägerblättern nach. Diese gibt es seit den zwanziger Jahren des verggangenen Jahrhunderts. Um die Gummibälle zum halten zu bringen begann man damals, die Schläger mit Rillen zu versehen. Im Jahr 1924 wurden zu extreme Rillen dann verboten. Und jetzt gibt es wieder eine Entscheidung zu dem Thema aus St. Andrews. Ab 2010, so Niemann, dürfen Top Professionals bei Schlägern mit mehr als 25 Grad Loft (Etwa ein Eisen vier) nur noch V-förmige Rillen verwenden. Amateurgolfer können Schläger mit U-förmigen Rillen noch bis 2024 spielen. Der Handel darf solche Schläger mit den verbotenen Rillen nur noch bis Ende des Jahres verkaufen. Die Hersteller müssen sich also umstellen. Taylor Made bietet daher Schläger an, bei dennen die Schlagflächen ausgetauscht werden können. Doch die Frage ist ja: Braucht man diese Rillen überhaupt?

Der amerikanische Physiker Dave Tutelmann hat herausgefunden, dass Rillen keinen Einfluss auf die Ballrotation haben, solange es trocken ist und sich kein Gras zwischen Ball und Schlägerblatt befindet. Mit erscheint dies wesentlich interessanter als das herumschrauben und austauschen an den Schlägerköpfen. Meine neuen Schläger werden „Groveless“ werden.

Gregor Landwehr

Über Gregor Landwehr

C. Gregor Landwehr gründete das Onlinemagazin im Jahr 2005 und leitete die Redaktion bis zum Jahr 2013. Er arbeitet als freier Journalist und schreibt unter anderem für die NZZonline, den Rheinischen Merkur und andere Zeitungen und Onlinemagazine. Landwehr ist Mitglied im Deutschen Journalistenverband. Sie erreichen ihn unter der Emailadresse landwehr at golfsportmagazin.de