Interview mit Michael Torres

 

Michael Torres. Foto: pr.

Michael, Sie haben Erfahrungen im Spitzensport gesammelt – zusammen mit Ihrer Frau, Sabine Kramski, wurden Sie mehrfacher Deutscher Meister in lateinamerikanischen Tänzen. Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für das Tanzen entdeckt?

Mit dem Tanzen begann ich im Alter von zehn Jahren, aber eigentlich galt meine Leidenschaft eher dem Fußball. Meine Eltern wollten, dass mein Bruder und ich zunächst mit dem Tanzen anfingen – zwei Jahre später fand ich großen Gefallen an der Sportart, auch aufgrund der vielen Erfolge, die sich einstellten. So gewann ich damals mehrfach die südafrikanischen Meisterschaften und mehrere internationale Jugendwettkämpfe.

Wann und wie sind Sie zum Golfsport gekommen? Was begeistert Sie am Golfsport?

Mein Schwiegervater Wiestaw Kramski brachte mir vor mehr als 15 Jahren den Golfsport näher. Meine Frau Sabine und ich waren zu dieser Zeit in London, um für eine Meisterschaft zu trainieren. Wiestaw besuchte uns und bat mich einen Golfplatz ausfindig zu machen, auf dem er während seines Besuchs spielen konnte. Da ich zu jener Zeit noch nichts über Golf wusste, plante ich ihm den Golfkurs zu zeigen und später wieder abzuholen. Aber natürlich hatte Wiestaw ganz andere Pläne – er bat mich mitzukommen, um mir beizubringen, wie man Bälle schlägt. Auf der Range zeigte er mir den richtigen Griff, die korrekte Haltung und Ballposition und nach dem ersten geschlagenen Ball war ich begeistert vom Golfen. Ich liebte es. Golf war fortan eine tolle Ergänzung zu meiner Tanzkarriere, durch die ich viel reisen und mich Woche für Woche in fremden Ländern aufhalten musste. Ich packte mir also wann immer es möglich war meine Golfschläger ein. Golfen entspannte mich sehr von all dem Stress und der Anspannung, die es bei Tanz-Wettbewerben gibt.

Michael, Sie sorgen dafür, dass Golfer aller Nationalitäten besser „scoren“ und dass die Marke Kramski international an Bekanntheit gewinnt. Da bleibt wenig Platz für Privates. Wann haben Sie eigentlich Ihre letzte Golfrunde gespielt – und mit welchem Ergebnis?

Ja, das stimmt. Viel Zeit für Privates bleibt nicht. Aber die Arbeit in der Putting Academy sehe ich nicht als Arbeit an. Es macht unglaublich viel Spaß mit solch tollen Spielern zusammen zu arbeiten. Und wenn wir ihnen helfen, so lernen wir selbst immer auch etwas Neues dazu. Im Moment spiele ich leider nicht sehr viel in meiner freien Zeit, oft greife ich bei gutem Wetter Abends unter der Woche zum Schläger und spiele 9 Holes. Mein letzter Wettkampf, an dem ich teilnahm, war im Februar während unserer Kramski Golf Trophy in Belek in der Türkei. Ich spielte eine Runde von 86, worüber ich sehr glücklich war, bedenkt man, dass dies zu Beginn der Woche in Belek noch nicht der Fall war.

Wiestaw Kramski ist eine charismatische Figur. Ein Multitalent und Macher. Wie würden Sie das Verhältnis zu Ihrem Schwiegervater in einem Satz beschreiben?

Wir verstehen uns sehr gut und arbeiten gut miteinander. Es gibt keinerlei Probleme und mir gefällt seine stets positive Energie. Ich würde Wiestaw als einen sehr positiven und großzügigen Menschen beschreiben, immer aufgeschlossen gegenüber Neuem, der um die Ecke denkt und definitiv ein Mensch ist, dem man nicht jeden Tag begegnet. Jemand, von dem man viel lernen kann – wenn man sich die Zeit nimmt zuzuhören.

Sie haben zwei Töchter: Isabell und Chantel. Was geben Sie Ihren Kindern mit auf den Weg?

Meine Töchter dürfen und sollen Kinder sein und alles ausprobieren was sie möchten: Tanzen, Golfen, Reiten usw. Sie sollen das tun, was ihnen Spaß macht und ihren jeweiligen Stärken und Neigungen entspricht.


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