St. Jude Classic – die letzte Vorbereitung auf die US Open

In der Woche vor den US Open findet auf der PGA Tour die meist nicht so gut besetzte St. Jude Classic statt. So auch an diesem Wochenende vom 10-13. Juni. Gespielt wird auf dem TPC Southwind in Tennessee, Memphis, einem Par 70, der zu den schwierigsten des ganzen Jahres zählt. Gute Ballstriker und Scrambler werden in Memphis wohl die besten Karten haben, wie sich in den letzten Jahren herausgestellt hat. Mit Lee Westwood, Ian Poulter und Rory McIlroy sind drei Top10 Spieler im Feld. In der Vergangenheit konnten sich die Europäer bei diesem Turnier nicht durchsetzen, weshalb die beiden auch in diesem Jahr kein Tipp für mich sind, zumal die Quoten um einiges zu niedrig sind. Einer meiner Favoriten ist die Nummer 42 der Weltrangliste, Ben Crane. Crane spielt eine sehr gute Saison 2010. Von 13 gespielten Turnieren konnte er eines gewinnen und vier weitere Top10 Platzierungen erzielen, von denen er drei in den letzten drei Turnieren vorzuweisen hat. Crane verpasste lediglich einen einzigen Cut und liegt derzeit auf Rang fünf in der FedEx Cup Wertung mit weit über $2 Millionen an Preisgeld. Im All-around Ranking der PGA Tour, welches die Statistiken von Fairways-Treffern, Grün-Treffern, Putt-Durchschnitt und andere Kennzahlen umfasst, liegt er auf Position eins. Ein 15. Rang im Ballstriking sowie ein 21. im Scrambling können sich ebenfalls sehen lassen. Ich tippe auf die vierte Top10 Platzierung Crane’s in Folge zu einer lukrativen Quote von aktuell 3.3.

Ein Spieler, der aktuell sehr heiß ist und im All-around Ranking nur ganz knapp hinter Crane liegt, ist der Australier Robert Allenby. Allenby liegt derzeit auf Rang sieben im FedEx Cup, was er hauptsächlich dem zweiten Platz beim Players Championship zu verdanken hat. Insgesamt schaffte er 2010 jedoch schon drei zweite Plätze und vier Top10 Platzierungen. Siebenmal trat Allenby bislang in seiner Karriere bei der St. Jude Classic an, fünfmal davon war er am Ende unter den Top20 auf dem Leaderboard zu finden. Gerade in den letzten beiden Jahren konnte er mit einem vierten und einem zweiten Rang sehr gut auftrumpfen. Trotz des verpassten Cuts in der letzten Woche liegt er auf Rang zwölf im Ballstriking. Ich denke, dass es nicht mehr lange dauert, bis Allenby wieder ein Turnier gewinnt. Ich werde diese Woche die sehr schöne Quote von 5.5 anspielen, dass er es unter die Top5 schafft.

Ebenfalls am Start ist Vorjahressieger Brian Gay, der bislang in diesem Jahr noch nichts von dem zeigen konnte, was er hier 2009 ablieferte. Sei n bestes Ergebnis war ein geteilter zweiter Platz vor drei Wochen. Nur eine weitere Top10 Platzierung hat er zu verbuchen und liegt im FedEx Cup lediglich auf Rang 37. Die St. Jude Classic ist jedoch ein Turnier, welches Gay sehr gut liegt. Neben dem Sieg in der vergangenen Saison konnte er die Hälfte seiner letzten sechs Teilnahmen unter den Top5 beenden. Da Gay den Ball nur sehr kurz schlägt, ist er ein guter Ballstriker und hat auch um das Grün immer eine Lösung parat, wodurch er im Scrambling auf Rang sechs der Tour liegt. Auch der Putter läuft für gewöhnlich heiß; hier liegt er auf Rang fünf aller Spieler. Auch bei Gay gehe ich trotz der noch schwachen Leistungen in dieser Saison davon aus, dass er bei seinem Lieblingsturnier den Sprung unter die Top10 schafft. Der Preis hierfür liegt aktuell bei 4.7, was ich als mehr als fair einstufe!

Meine letzten beiden Tipps werden auf die Amerikaner Heath Slocum und David Toms fallen. Slocum spielt keine brillante, aber dafür eine konstante und positive Saison. In drei seiner letzten fünf Turniere wurde er mindestens Zwölfter. Highlight war natürlich der vierte Platz beim Players Championship. Siebenmal startete Slocum in Memphis, viermal davon knackte er die Top25. Im letzten Jahr wurde er Zehnter. Toms ist ein Dauerbrenner in Memphis. Keiner konnte jemals mehr Geld hier in Memphis gewinnen. Zweimal triumphierte Toms (2003 und 2004) hier und erzielte weitere gute Ergebnisse. 2006 wurde er Zehnter, im letzten Jahr verpasste er nur knapp den Sieg und wurde Zweiter. Toms ist aktuell wieder im Aufwind. Nach zwei verpassten Cuts in Folge konnte er in der letzten Woche 13. werden und sein bestes Saisonergebnis einfahren. Ich empfehle, die beiden ebenfalls im Top10 Markt anzuspielen. Für Toms sollte man eine Quote von 3.6 erreichen, Slocum kann man sogar für mindestens 5.0 kaufen.