Silber für deutsche Damen in Spanien

Medaille bei European Nations Championship: Die Damenmannschaft des Golf Team Germany hat bei der European Nations Championship die Silbermedaille gewonnen. Olivia Cowan, Leonie Harm (beide GC St. Leon-Rot) und Amina Wolf (Frankfurter GC) im spanischen Sotogrande mit 613 Schlägen den zweiten Platz. Zwei Schläge fehlten auf die siegreiche Heimmannschaft aus Spanien (611 Schläge). Frankreich kam auf den dritten Rang (617). Die deutschen Herren verpassten die Top Ten und landeten mit 945 Schlägen auf Rang 13. Die Medaillen sicherten sich die Teams aus England (897), Spanien (898) und Frankreich (902).

In Führung liegend waren die Damen von Bundestrainer Stephan Morales in die abschließende vierte Runde gestartet, doch die Gastgeberinnen behielten auf dem sehr selektiven Platz La Reserva in Sotogrande die Oberhand. ?Was am Ende den Ausschlag für Spanien gegeben hat, waren nicht die schlechteren Schläge von uns, sondern eher die schlechteren Entscheidungen. Spanien konnte seine Erfahrung einbringen und hat in manchen Situationen reifer agiert. Schade, schade, das war sehr knapp?, sagt Morales über Platz zwei.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung spielten die drei deutschen Damen von Beginn an vorne mit und trotzten den windigen Bedingungen auf dem Par-72-Kurs La Reserva. In der Einzelwertung, die von der Niederländerin Deloi Weber (298 Schläge) gewonnen wurde, kamen die beiden St. Leon-Roterinnen Cowan (306/80, 78, 72, 76) und Harm (310/82, 76, 75, 77) auf die guten Plätze fünf und sieben. ?Es ist bitter, so knapp die Teamwertung abzugeben. Wir haben aber alle toll gekämpft. Wir sind sehr nah dran und können mit dem zweiten Platz sehr zufrieden sein?, resümiert Harm die erste internationale Wettkampfwoche und konnte wertvolle Erkenntnisse über ihren eigenen Leistungsstand ziehen. ?Es war schön zu sehen, wo ich in Europa gerade stehe. Ich habe auf diesem Platz sehr viel gelernt. Über mich selbst und darüber, wie unfair Golf sein kann.? Auch Amina Wolf (323/88, 82, 72, 81) trug mit Platz 23 und insbesondere ihrer starken dritten Runde zum erfolgreichen Abschneiden des Trios bei.

Enttäuschend verlief die Woche für die deutschen Herren, die bereits an den beiden ersten Tagen nicht die erhoffte Leistung zeigten und den Rückstand nicht mehr aufholen konnten. Hinzu kam eine Verletzung von Maximilian Mehles, der am Finaltag aufgrund einer Zerrung ausfiel. Nach vier Tagen, an denen die jeweils drei besten Ergebnisse in die Wertung eingingen, hatte das Team von André Sallmann, der Herren-Bundestrainer Ulrich Zilg vertrat, 48 Schläge Rückstand auf die siegreichen Engländer.

„Das war eine Woche, die unsere Defizite im Umgang mit äußerst schwierigen Bedingungen aufgezeigt hat. Die Anpassung an Wind, unterschiedliche Schlagvarianten und auch eine angepasste Erwartungshaltung fehlten. Nun heißt es, daraus etwas zu lernen und dies besser in das Training zu integrieren, um es beim nächsten Mal besser zu machen“, zieht Sallmann Resümee.

Auch in der Einzelwertung reichte es nicht für eine Top-Platzierung. Michael Hirmer (GC am Reichswald) beendete das Turnier mit 315 Schlägen (83, 77, 77, 78) auf Position 41. Maximilian Bögel (GC St. Leon-Rot) landete auf Rang 53 (322/85, 81, 74, 82) und Lukas Euler vom Frankfurter GC auf Platz 57 (324/80, 91, 77, 76).

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