Schüco Open: Warum Bernhard Langer einen neuen Caddy hat

Langer und Conrad - ein gutes Team.

Langer und Conrad - ein gutes Team.

Es war in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderer Tag. Collin Montgomerie wird nach dem Turnier sagen, er habe nicht gedacht, dass es in Deutschland so heiß sein kann. Aber nicht nur das Wetter war bei den Schüco Open besonders, ein einmaliges Erlebnis war es auch für Ralf Conrad.

Er war an diesem Montag der Caddy von Bernhard Langer. Bei einem Gewinnspiel hatte er sich dafür beworben, auf dem Golfplatz des Golfclub Teutoburger Wald im westfälischen Halle stand er dann an der Seite des Profigolfers.

Dieser konnte das Turnier zwar nicht gewinnen, fand am Ende aber „eigentlich ganz ordentlich“ gespielt zu haben. Als Sieger ging Colin Montgomerie vom Platz. Der 47-jährige Brite schaffte im westfälischen Halle mit 67 Schlägen einen neuen Platzrekord und holte sich den gläsernen Winner’s Cup.

Montgomerie gehört zum Team der internationalen Schüco Markenbotschafter mit Martin Kaymer, Bernhard Langer, Grégory Havret, Geoff Ogilvy, Miguel Ángel Jiménez und Henrik Stenson. Aufgrund eines Turniers in Schweden konnte Stenson nicht an den diesjährigen Schüco Open teilnehmen. Die anderen Weltklassegolfer ließen es sich nicht nehmen, nach Halle/Westfalen zu kommen – und rund 7000 Zuschauer schauten ihnen dabei zu. Im 100-köpfigen Teilnehmerfeld der Schüco Open waren auch zahlreiche Gastspieler mit erstklassigen Namen am Start, wie Emanuele Canonica, Sven Strüver, Joakim Haeggman, Stephan Gross, Florian Fritsch und Torsten Giedeon.

Ralf Conrad, Mens Captain im Münchner Golfclub, ist selbst ein erfahrener Golfer. Nach der Runde als Caddy von Langer antwortet ehr zurückhaltend: „Er war mit meinem Service durchaus einverstanden.“ Wer die beiden auf dem Platz beobachtete, konnte durchaus den Eindruck gewinnen, dass es sich um ein eingespieltes Team handelt. Als ruhigen, besonnenen und sachlichen Menschen beschreibt Conrad den Profi Bernhard Langer, den er einen „guten Arbeiter“ nennt.

Bei den sommerlichen Temperaturen und dem Platz an den Hängen des Teutoburger Walds war das Caddysein eine schweißtreibende Angelegenheit – aber auch ein einmaliges Erlebnis. „Once in a lifetime“, so der Personalberater aus München.

Schüco und Golf

Schüco und Golf, wie passt das eigentlich zusammen? Natur und Technologie liegen dem Unternehmen am Herzen. Da man beim Golf in der Natur ist, aber auch präzise Technik benötige, ist es für Schüco eine ideale Kombination. „Golf hilft uns, überall in der Welt, zu kommunizieren“, so Dirk U. Hindrichs, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG. So könne man auf sympathische Art auf Themen wie erneuerbare Energien oder Klimaschutz aufmerksam machen.

Deshalb will das Unternehmen die Schüco Open auf jeden Fall fortführen. In den nächsten Tagen wird die Entscheidung über den Platz für das kommende Jahr fallen. Den Platz in Halle nannte Hindrichs anspruchsvoll, deshalb habe er gut zu den Schüco Open gepasst.

Und Hindrichs hat noch mehr vor im Golfbereich. Das Team der Markenbotschafter würde er gerne noch verstärken, Italien soll noch abgedeckt werden. Außerdem kann sich der Unternehmer vorstellen, die Schüco Open als Finale von verschiedenen Länderturnieren zu etablieren. Auf jeden Fall sollen sie aber in Ostwestfalen bleiben.

So viel Engagement im Golfsport bleibt natürlich auch in der Branche nicht unbemerkt. Und einige sehen Schüco bereits als Sponsor eines European Tour Tourniers. Darauf angesprochen antwortet Hindrichs: „Chancen sind manchmal da“, und dann müsse man sie ergreifen. Es ist also nicht ausgeschlossen, Schüco demnächst auch in diesem Umfeld anzutreffen. Und auch Martin Kaymer machte ein Versprechen für nächstes Jahr: „Ich versuche nächstes Jahr den Cup zu holen.“

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