Rydercup-Bewerbung: Zeigen, was für ein tolles Golfland Deutschland ist

BMW und der GMVD luden am 26. Juni 2015 zum Golf Talk, um sich mit dem aktuellen Status der deutschen Ryder Cup-Bewerbung 2022 sowie dem Einfluss auf den deutschen Golfmarkt beschäftigte.

Marco Kaussler (Leiter der deutschen Ryder-Cup-Bewerbung, RC Deutschland) verriet, dass von einem „sit and wait“ in der aktuellen Bewerbungsphase keine Rede sein könne. Vielmehr müssten die Ideen aus dem „Bid Book“, den offiziellen Bewerbungsunterlagen, durch Verträge untermauert werden. Man könne zeigen, was für ein tolles Golf-Land Deutschland sei.

Claus M. Kobold (Präsident Deutscher Golf Verband) gab sich betont zuversichtlich, dass eine Vergabe des Ryder Cups an Deutschland eine positive Entwicklung für den Golfsport im Lande mit sich brächte. Aufmerksamkeit und Wachstum seien sicher. Im Gegensatz zu früher würde es mittlerweile auch Gespräche mit der Politik geben, immerhin würde es sich beim Ryder Cup endlich einmal um ein Event handeln, bei dem europäische Einheit gezeigt werden könne.

Auch Rainer Goldrian (Geschäftsführer PGA of Germany und Vorstands-Mitglied der PGAs of Europe)und Manfred Boschatzke (Leiter Werbung und Sponsoring, Allianz Deutschland) sahen es als wichtig an, die Ryder Cup-Bewerbung zu fördern. Christian Masanz meinte, die European Tour kenne BMW bereits als Sponsor, die BMW International Open seien ein traditionsreiches Turnier. Beides könnte bei der Vergabe eine Rolle spielen. Dies unterstützte Rainer Goldrian, der attestierte, dass BMW weltweit der größte Golfunterstützer mit langjähriger Erfahrung und Kompetenz sei. Damit stecke hinter der deutschen Ryder Cup-Bewerbung eine Qualität, die die drei verbliebenen Bewerber nicht hätten. Auch ein erfolgreicher Solheim Cup im September in St. Leon-Rot könnte sich positiv auswirken. Zwar kann laut Claus M. Kobold nicht die Rede von einer Favoritenrolle sein, aber man muss selbstbewusst auftreten. Der DGV-Präsident nutzte die Podiumsdiskussion auch zum Appell: „Wir müssen die Leute an die Hand nehmen und auf die Wiese führen.“

Online Übertragung

Oft wird davon gesprochen, man müsse Emotionen bei Golfinteressierten und „Nochnicht-Golfern“ wecken. Mit emotionalen Golf-Events wie dem Solheim oder dem Ryder Cup könnte das gelingen. Möglichst viele Leute zum Golf bekommen, dass ist Marco Kaussler zufolge das Ziel. Ein Weg könnte sein, Golf im Fernsehen besser erlebbar oder überhaupt wahrnehmbar zu machen.

Durch die Sicherung der Online-Rechte für die DACH-Länder seien Live-Übertragungen möglich, mit denen man Emotionalität zeigen wolle. Mit Hilfe einer eigenen Fernsehproduktion möchte man Golfsport anders zeigen, als er bisher im TV zu sehen war. Sollte die Bewerbung erfolgreich verlaufen, so äußerte sich Christian Masanz zuversichtlich, dass man ein Eventkonzept für A-ROSA Scharmützelsee entwerfen könne, ohne die Standorte München Eichenried und Gut Lärchenhof bzw. deren Besucher zu enttäuschen.

Was denken Sie?