Ladies Swiss Open: Australierin Rebecca Artis mit 64er-Auftaktrunde, Hole-in-One von Carly Booth, Miriam Nagl beste Deutsche

Die Deutsche Miriam Nagl.

Die Deutsche Miriam Nagl.

Hervorragende Scores prägten den ersten Tag der 7. Deutsche Bank Ladies’ Swiss Open (DBLSO), 47 Spielerinnen liegen unter dem Platzstandard. «Der Platz ist perfekt, diese Woche sind wirklich gute Scores möglich», sagte Trish Johnson am Donnerstagnachmittag nach der Auftaktrunde zur DBLSO im Golf Gerre Losone. Die Engländerin, Life Member der Ladies European Tour (LET), war mit ihrer 70er-Runde (2 unter Par) ganz zufrieden. Um ganz vorne dabei zu sein, reichte es aber nicht.

Die Beste am ersten Tag der DBLSO 2012 war eine Australierin: Rebecca Artis, mit Ehemann Geoff Artis als Caddy am Bag, spielte eine 64er-Runde – acht unter Par, ihr bislang bester Score überhaupt. Vor allem auf der zweiten Kurshälfte ist die 23-Jährige zur Höchstform aufgelaufen, spielte sie doch die back nine sechs unter Par – vier Birdies und ein Eagle (auf Loch 15, einem Par 5). «Auf der 15 habe ich einen Driver und danach ein Eisen 4 gespielt. Geoff und ich haben immer einen kleinen Wettbewerb laufen, wer die Distanz zur Fahne genauer einschätzt. Er sagte, es sind 102 Meter, ich meinte 101. Tatsächlich waren es wohl genau 100 Meter, denn ich habe einen vollen Wedge geschlagen, der Ball ist zwei Meter hinter der Fahne aufgeschlagen und zurück- gerollt. Direkt ins Loch», strahlte Artis nach der Runde.

Nach wie vor auf Kurs ist auch Titelverteidigerin Diana Luna. Die Italienerin, wie Artis früh am Morgen gestartet, liegt nach dem ersten Tag drei Schläge hinter der Australierin auf dem geteilten dritten Platz. Einzig die Engländerin Florentyna Parker konnte sich am Nachmittag mit einer 67er- Runde noch zwischen Artis und Luna schieben.

Gut geschlagen haben sich an diesem ersten Tag der DBLSO 2012 auch die Schweizerinnen. Allen voran Caroline Rominger, die rechtzeitig zum Heimturnier in Form gekommen ist. Nach kleineren Startschwierigkeiten am Morgen kam die Engadinerin auf der zweiten Halbrunde gut ins Spiel und liegt am Ende des ersten Tages mit einem Score von 70 Schlägen (2 unter Par) als beste Schweizerin auf Rang 22. Dem Druck (fast) Stand gehalten hat Lokalmatadorin und Neo- Proette Anaïs Maggetti. Im Flight mit Laura Davies (England) und Saisonsiegerin Carlota Ciganda (Spanien) gestartet, flatterten der 21-Jährigen doch ein wenig die Nerven. Sie verfehlte einige Fairways, scorte aber dennoch ordentlich – eine Par-Runde zum Auftakt bedeutet Rang 48 nach dem ersten Tag. Eine gute Ausgangslage fürs weitere Turnier. Ebenfalls eine Par-Runde spielte die Ostschweizerin Melanie Mätzler, die diese Saison vorwiegend auf der Access-Tour unterwegs ist. In Losone stehen ihre Chancen bei diesem drittgrössten LET-Turnier den Cut zu schaffen ganz gut.Erfreuliches gibt es auch aus Deutscher Sicht zu vermelden. Miriam Nagl spielte eine 69 und liegt damit auf dem geteilten zwölften Zwischenrang. Nur einen Schlag mehr benötigten Caroline Masson und Rookie Steffi Kirchmayr. Ebenfalls auf Kurs sind Anja Monke und Elisabeth Esterl, die beide 1 unter Par spielten.

Das erste Glanzlicht der diesjährigen DBLSO aber hatte eine Schottin gesetzt: Carly Booth, 19 Jahre alt und bereits mit einem Saisonsieg in der Tasche, war früh morgens im zweiten Flight gestartet und hatte sich auf den ersten neun Löchern so richtig warm gespielt. Auf Loch 11, einem 120 Meter langen Par 3, schlug die blonde Schottin den Ball mit einem Eisen 9 einen Meter hinter die Fahne; dank Backspin rollte er zurück und direkt ins Loch. «Mein erstes Hole-in-One in einem Turnier», freute sich Booth. Ein guter Schlag, der leider nicht mit einem Spezialpreis belohnt wird – auf den Par-3-Löchern 2 und 7 sind Sonderpreise für das jeweils erste Ass im Turnier ausgesetzt.

Die Ausgangslage nach dem ersten Tag bleibt spannend: Aktuell liegt der Cut bei Par. 47 Spielerinnen liegen nach der ersten Runde unter dem Platzstandard, 18 Spielerinnen haben Par gespielt. Doch dahinter liegen rund 30 Spielerinnen in Lauerstellung.

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