Erste IAM der Golfer mit Behinderungen im G&CC Hamburg-Treudelberg

Bei der Premiere der Internationalen Amateurmeisterschaft (IAM) der Golfer mit Behinderungen am 12. und 13. August im Golf- und Country-Club Hamburg-Treudelberg behalten die deutschen Teilnehmer den Titel im eigenen Land. In den sieben Wertungskategorien gewinnen ausnahmslos deutsche Spielerinnen und Spieler. Den Sieg in der Gesamtwertung sichern sich Ursula Paula Mielke-Salzmann (GC Hubbelrath) bei den Damen und Reinhard Friske (GC Hamburg-Walddörfer) bei den Herren.

Mit der besten Turnierrunde von 76 Schlägen hat Friske am Finaltag die Bruttowertung gewonnen und erobert mit insgesamt 155 Schlägen sowohl den Titel des Deutschen Meisters der Golfer mit Behinderungen als auch den erstmals ausgespielten internationalen Preis der Bundesrepublik Deutschland der Golfer mit Behinderungen. Er verweist damit den 17-jährigen Pascal Ferreira Schramm (GP Aschheim/161 Schläge) auf den zweiten Platz und Timo Klischan (Berliner G&CC Motzener See/165) auf Rang drei. „Das ist natürlich schön, diese Trophäe als Erster gewonnen zu haben. Ich kenne den Platz ein bisschen und ich habe an den beiden letzten Tagen auch wirklich gut gespielt. Aber es war trotzdem ein hartes Stück Arbeit“, freut sich Friske über den Premierentitel.

Auch bei den Damen gibt es eine Personalunion für den nationalen und den internationalen Gesamtsieg. Mielke-Salzmann gewinnt das Turnier mit 160 Schlägen vor Jennifer Sräga (GC Reischenhof/165) und Katharina Pegau (GC München Valley/168). Mielke-Salzmann nutzte bei ihrem Erfolg auch die Erfahrung aus alten Hamburger Tagen: „Mit diesem Titel hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Aber ich muss auch zugeben, dass ich als ehemalige Hamburgerin einen kleinen Heimvorteil habe. Ich kenne Treudelberg einfach und mag Hamburg sehr.“

Die 24 Herren und fünf Damen aus fünf Nationen traten in insgesamt sieben Wertungskategorien gegeneinander an. Seinen Deutschen Meistertitel aus dem Vorjahr konnte lediglich Klischan (52 Brutto-Stablefordpunkte (BSP)) verteidigen. Er gewann in der Kategorie „Arm“ vor Michael Clemens (Royal St. Barbara’s Dortmund GC/44 BSP). Neben ihrem Gesamtsieg gewann Mielke-Salzmann (56 BSP) auch in der Kategorie „Sonstige ohne Einschränkung im Golfschwung“. Jens Maspfuhl (19 BSP) war in der Kategorie „Rollstuhl“ erfolgreich, wobei Maspfuhl als einziger Vertreter seiner Kategorie am Start war. In der Kategorie „Sonstige mit Einschränkung im Golfschwung“ spielte Jennifer Sräga mit zwei ganz starken Tagesergebnissen in einer eigenen Liga und siegte mit 51 Brutto-Stablefordpunkten vor Peter Haustein (G&LC Bad Arolsen) mit 35 Punkten. In der Kategorie „Bein“ bezwang Gesamtsieger Friske (61 BSP) den Vorjahressieger Ferreira Schramm (56 BSP). In der Kategorie der Hörbehinderungen siegte Jörg Heitmann (GA Green Eagle/45 BSP) knapp im Kartenstechen gegen die erst zwölfjährige Amelie Gonzalez (GC St. Leon-Rot/45 BSP). Die Kategorie „Mental“ fand mit Leon Thobe Biganzoli (GolfRange Bremen/33 BSP) einen neuen Sieger. Die achte Kategorie „Sehbehinderung“ wurde in diesem Jahr mangels Anmeldungen nicht ausgespielt.

Seit 2002 wird die Deutsche Meisterschaft der Golferinnen und Golfer mit Behinderungen veranstaltet. Ausrichter war bis 2006 der Behinderten Golf Club Deutschland, seit 2007 hat der DGV die Aufgabe übernommen. Durch die Internationalisierung des Turniers ist die IAM der Golfer mit Behinderung auch Teil der Access Serie des Europäischen Behindertengolf-Verbandes (EDGA).

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