Messechef: Nicht die Jugend gewinnen, sondern die Generation 40 plus

Nach einem für die gesamte Golfszene mauen Jahr 2013 ist Rheingolf-Chef Michael Jacoby für 2014 optimistisch: „Die Stimmung ist ganz anders als vor einem Jahr – die, die es geschafft haben auf dem „Golf-Karussell“ zu bleiben, sind optimistisch.“

Vielleicht ist es ja Zweckoptimismus? Die Standflächen auf der Rheingolf Messe sind zwar nahezu ausverkauft. Und Jacoby verweist auch auf das gute Wetter und eine allgemein positive Stimmung in Medien und Wirtschaft. „Alle Trendbarometer, der DAX und auch die Arbeitslosenzahlen sind viel besser als im Januar 2013, das wirkt sich positiv auf das Golf-Business aus.“ Wo er die positive Stimmung in der Medienbranche ausmacht, angesichts der anstehenden Streiks und Tarifverhandlungen, lässt er offen.

Wachstumspotential sieht Jacoby im 16ten Jahr seiner Rheingolf-Messe vor allem in der Altersklasse ab 40 Jahre. „Ich unterstütze ausdrücklich nicht, dass weitere als die bisherigen Anstrengungen darauf hin ausgelegt werden sollen, die Jugend für den Golfsport zu interessieren. Die Wachstums- und Umsatzpotentiale für Golfclubs, Golfartikelindustrie und Fachhandel sowie die Golf-Reisebranche liegen darin, dass jeder Golfer versucht einen noch nicht golfenden Freund oder Bekannten, der im gesicherten Erwerbsleben ab 40 Jahren steht, für Golf zu interessieren.“

Den Golfclubs empfiehlt Jacoby, sich vor allem um die Motivation dieser Zielgruppe zu bemühen. „Ich wünsche mir ein Patensystem, in welchem langjährige Clubmitglieder den Schnupperern und Beginnern helfen, sich schnell in die Clubszene zu integrieren.“ Auch die Golflehrer sollten darauf achten, dass Beginner vor allem Spaß an ihrem neuen Sport haben und schnell Erfolge erzielen. „Akribische theoretische und physisch- technische Ausbildung sollte erst dann erfolgen, wenn der Golf-Beginner die Grundsatzentscheidung, beim Golfsport zu bleiben, getroffen hat. „Wir müssen damit aufhören, Golf als kompliziert zu kommunizieren. Es muss einfach sein und Spaß machen!“

 

Was denken Sie?