Mäßige Ausbeute bei Team-Europameisterschaften

Bei den diesjährigen Mannschaftseuropameisterschaften hatten die deutschen Teams insgesamt kaum Grund zum Jubeln: Am Ende standen die Plätze 8, 9, 10 und 11 zu Buche. Am vielversprechendsten verkauften sich zunächst die Herren von Bundestrainer Ulrich Zilg im dänischen Silkeborg: Im Zählspiel qualifizierte sich die mit dem Durchschnittsalter von 18 Jahren sehr junge Mannschaft auf dem vierten Rang für die Lochspiele. Hier unterlag sie dann aber zunächst knapp Schottland (3:4), dann Österreich (1:4) und schließlich im Spiel um Platz 7 auch Irland (1:4), sodass Platz 8 belegt wurde.

Die Damen hatten währenddessen in England eine entgegengesetzte Formkurve: Mit zwei enttäuschenden Zählspielrunden war das Team von Bundestrainer Stephan Morales in die Meisterschaft gestartet und hatte damit überraschend den Flight der besten Acht verpasst. Anstatt um die Medaillen zu kämpfen, ging es nun nur noch um die Plätze 9 bis 16. „Mund abwischen und weiter machen“, war dann das Motto: Zunächst wurde Wales mit 3:2 geschlagen, dann Irland mit 4:1 besiegt und am Finaltag hatte Belgien letztlich mit 3,5:1,5 im Spiel um den neunten Rang keine Chance.

Ähnlich lief es auch bei den Vertretungen des Junior Team Germany. Sowohl die Mädchen in Schweden als auch die Jungen in Schottland verpassten den ersten Flight, aber der Start ins Matchplay gelang beiden: Sebastian Rühl, Bundestrainer der Mädchen, freute sich über den 3,5:1,5-Auftaktsieg gegen Belgien, dem mit einem deutlichen 4:1 ein weiterer gegen Irland gelang. Zum Abschluss musste sich der weibliche Nachwuchs allerdings der Niederlande geschlagen geben (1,5:3,5) und landete damit auf Rang 10.

Für die Schützlinge von Jungen-Bundestrainer Ulrich Eckhardt ging es schließlich gegen die Niederlande um Platz 11, nachdem sie ein starkes 5:0 gegen die Schweiz und anschließend den Spaniern mit 1,5:3,5 unterlagen. Gegen die Holländer hieß es letztlich 3,5:1,5.

Das Fazit von Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes, lautet: „Die grundsätzliche Leistungsfähigkeit der Mannschaften liegt höher, aber sie konnte aktuell nicht abgerufen und ins Spiel gebracht werden. Das gilt es zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen, um dann gegebenenfalls Verbesserungen einzuleiten. Wir alle, Spieler wie Trainer und Betreuer, haben noch viel vor! Vor allem: uns weiter zu steigern!“

Die neuen Europameister heißen England (Herren), Spanien (Damen), Frankreich (Jungen) und Schweden (Mädchen).

 

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