Justin Rose gewinnt US Open

Justin Rose hat die US Open gewonnen. Der Engländer widmete den Sieg seinem verstorbenen Vater. Die beiden deutschen Golfprofis Martin Kaymer und Marcel Siem landeten in Pennsylvania auf dem geteilten 59. Platz. Auch der von Wettquoten favorisierte Tiger Woods verpasste eine Topplatzierung.

Justin Rose hat die 113. Auflage der US Open im Golfsport für sich entschieden. Am Sonntag im Merion Golfclub in Admore/Pennsylvania spielte der Engländer mit 70 Schlägen eine Par-Runde und holte sich mit insgesamt 281 Schlägen seinen ersten Sieg bei einem Major-Turnier. „Ich habe schon mein ganzes Leben von einem Sieg bei einem Major geträumt. Darum geht es in diesem Spiel“, freute sich der Gewinner. Den Erfolg widmete der 32-Jährige seinem verstorbenen Vater: „Nach meinem letzten Putt habe ich in den Himmel geschaut und sofort gedacht, dass mein alter Herr Ken etwas damit zu tun hat. Ich habe immer nur gedacht: ‚Das ist mein Moment!‘ Ich bin so froh, dass es wirklich geklappt hat.“

Beim Heimspiel, musste sich US-Star Phil Mickelson mit Platz zwei begnügen. Der 43-Jährige lag noch vor der Endrunde in Führung, verspielte die Siegchancen aber unter anderem durch zwei Double-Bogeys und vier Schlägen über Platzstandard. Zusammen mit dem Australier Jason Day landete er mit 283 Schlägen letztlich auf dem zweiten Platz.

Die beiden Deutschen Martin Kaymer und Marcel Siem hatten 299 Schläge zu verbuchen und kamen über Rang 59 nicht hinaus. Kaymer spielte am letzten Tag vier über Par, Siem verabschiedete sich mit einer 78er Runde. „Ich mag es eigentlich, schwere Plätze zu spielen, aber es gibt hier einfach ein paar Löcher, die mir optisch nicht liegen. Auf anderen Plätzen gehst du dann eben mit einem Bogey runter, bei der US Open wird es aber schnell ein Triple-Bogey“, erklärte Kaymer bei „golf.de“. Tiger Woods landete mit zwölf Schlägen Rückstand auf Rose auf Rang 32. Der Amerikaner führt aber immer noch unangefochten die Weltrangliste an, während sich Rose auf den dritten Platz vorschob. Phil Mickelson verbesserte sich vom zehnten auf den sechsten Platz.  Mit Rang 35 ist Martin Kaymer derzeit der beste deutsche Golfer.

Kuriose Szenen gab es in Pennsylvania auch zu sehen. So schoss Luke Donald mit einem Abschlag eine Zuschauerin ab, die sofort von Sanitätern behandelt werden musste, aber offenbar glimpflich davonkam. Shawn Stefani konnte zwar nicht um die Topplätze mitmischen, schaffte aber dennoch Historisches. Dem US Amerikaner gelang an Loch 17 als erstem Spieler überhaupt bei den US Open ein Hole-in-One. „Als die Leute durchgedreht sind, wusste ich, dass der Ball reingegangen ist“, freute sich der 31-Jährige. Weiter Neuigkeiten aus der Welt des Sports und Informationen zu live Sportwetten finden sie hier.

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