Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMM) der Jugend

Der GC St. Leon-Rot ist der große Gewinner der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMM) der Jugend, die am 4. und 5. Oktober bundesweit an sechs Standorten ausgetragen wurden. Die Mannschaften aus der Kurpfalz gewannen beide Titel in der Altersklasse (AK) bis 18 Jahre und in allen weiteren Wettbewerben eine Medaille. Die DMM wird bei den Mädchen und den Jungen in den drei AK bis 14, bis 16 und bis 18 Jahre ausgetragen.

Bei der DMM der Mädchen bis 18 Jahre im GC Bruchsal behinderte Nebel den Turnierablauf. Nach den Vierern am ersten und den Einzeln am zweiten Tag behielten die Mädchen aus St. Leon-Rot aber den Durchblick und gewannen mit 365 Schlägen (+5) vor dem GC am Reichswald (368 Schläge/+8) und dem Frankfurter GC (377/+17).

„Das war harte Arbeit“, fasst Trainer Michael Terwort die Leistung seiner Spielerinnen Valerie Gress, Leonie Harm, Laura Kowohl und Olivia Cowan zusammen. „Der Platz war wirklich sehr anspruchsvoll mit dem Wind, den harten Grüns und den Fahnenpositionen. Das sieht man auch an den Ergebnissen, die nicht ganz so niedrig waren wie erwartet. Man muss hier clever spielen und Geduld haben, und das haben wir geschafft.“ Der GC am Reichswald war mit vier Schlägen Führung auf St. Leon-Rot in die Einzel am Sonntag gestartet, konnte diesen Vorsprung aber nicht über die Ziellinie retten.

Auch bei den Jungen in der AK 18 heißt der neue Deutsche Mannschaftsmeister GC St. Leon-Rot. Im GC Münster-Tinnen ließ das Team von Coach Danny Wilde am Finaltag schon frühzeitig keine Zweifel aufkommen, dass die Führung des Vortages verteidigt wird. Ganz im Gegenteil: Marcel Lamadé, Mauro Anderi, Raphael Geißler, Maximilian Bögel, Miro Fischer und Philipp Matlari bauten von Beginn an mit einem Birdie-Festival den Vorsprung aus. Mit 491 Schlägen (-6) gewann man am Ende deutlich vor dem Kiawah GC Riedstadt (507 /+10) und dem GC am Reichswald (510/+13).

Auf den ersten sieben Bahnen notierte Team SLR zwölf Birdies. Vier der sechs Spieler blieben am Ende unter Par. Wilde relativierte trotz des glatten Sieges die mitunter sehr deutliche Führung seines Teams: „Spannend ist es immer. Der Vorsprung ist schnell verspielt und daher darf man seine Gegner nie unterschätzen. Der Titel bedeutet uns in diesem Jahr sehr viel, nachdem wir letztes Jahr nur auf Platz sieben gekommen waren. Die Leistung meiner Spieler war sehr gut und wir freuen uns riesig über diesen Erfolg.“ Die Silbermedaille sicherten sich die Hessen aus Riedstadt, die jüngst auch in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga erfolgreich waren und den Aufstieg in die 1. Bundesliga feierten. Sie glichen durch erstklassige Einzelergebnisse die beiden höheren Scores des Samstags aus. Der GC am Reichswald gewann nach zuvor zweimal Silber nun Bronze.

Mit einem historischen Kantersieg von 44 Schlägen hatte sich der G&LC Berlin-Wannsee den DMM-Titel bei den Mädchen bis 16 Jahre im GC Hechingen-Hohenzollern. Nach den Vierern hatte die Mannschaft aus der Hauptstadt einen Vorsprung von 21 Schlägen, den das Team von Kapitän Daniel Mertl auch dank eines Platzrekordes von Alexandra Försterling (-3) in den Einzeln mehr als verdoppelte. Mit einem Gesamtergebnis von 361 Schlägen (+1) distanzierten sie den GC St. Leon-Rot (405/+45) auf Rang zwei und den Hamburger G&LC Hittfeld (414/+54) auf Position drei.

Deutlich knapper war die Entscheidung dagegen bei den Jungen in der AK 16 im MGC Bad Ems. Dort setzte sich der Hamburger GC mit 535 Schlägen (+31) gegen den Berliner GC Stolper Heide (540/+36) und dem GC St. Leon-Rot (542/+38) durch. Die Hanseaten zeigten eine sehr homogene Mannschaftsleistung und nutzen die Fehler der lange Zeit führenden St. Leon-Roter. Diese spielten auf den letzten beiden Bahnen 14 Schläge über Par und wurden dadurch noch von den Hauptstädtern aus Stolper Heide abgefangen.

Die Goldmedaille in der AK 14 der Mädchen ging an den GC St. Leon-Rot. Mit insgesamt 396 Schlägen (+36) gewannen die jungen Talente die im GC Osnabrück-Dütetal ausgetragenen Meisterschaften den Titel und verteidigten ihren Vorsprung aus den Vierern gegen den Münchener GC (404/+44) und den GK Braunschweig (411/+51). Die besten Einzelrunden mit 73 Schlägen spielten Hannah Günther aus St. Leon-Rot und Anni Eisenhut aus München.

Neuer Deutscher Mannschaftsmeister der Jungen in der AK 14 ist der Marienburger GC. Die Kölner setzten sich mit 550 Schlägen (+46) hauchdünn gegen den GC München-Eichenried (551/+47) durch. Die Münchner hatten auf dem Beckenbauer-Course im Hartl Resort Bad Griesbach bei kühlen Temperaturen nur einen einzigen Schlag mehr gebraucht als die Rheinländer. Die Bronzemedaille ging an den GC St. Leon-Rot (561/+57). Ein Schlag Vorsprung auf den GC Hummelbachaue bedeuteten Rang drei.

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