Interview mit Martin Kaymer zu den BMW-Open

Herr Kaymer, hatten Sie nach den US Open eine angenehme Anreise in Ihre Heimat?

Martin Kaymer: „Ja, alles ist reibungslos verlaufen. Montagabend bin ich zunächst in München gelandet. Von dort ging es weiter nach Düsseldorf und dann nach Hause. Es ist schön, wieder in seinem eigenen Bett zu schlafen. Ich habe mitten in der Nacht Wäsche gewaschen – und um vier Uhr stand ich am Bügelbrett. Zumindest dafür ist der Jetlag gut. Um fünf Uhr bin ich eine Runde gejoggt.“

Heute steht noch das Opening Show Event auf dem Programm. Geht es danach so schnell wie möglich ins Bett?

Kaymer: „Der Körper sagt einem schon, wann man schlafen gehen sollte. Wenn ich müde bin, gehe ich ins Bett. Solange man keinen allzu anstrengenden Tag durchstehen muss, ist das alles kein Problem. Krampfhaft zu versuchen, den Körper zum Schlafen zu bringen, funktioniert einfach nicht.“

Martin Kaymer. Foto: BMW

Martin Kaymer. Foto: BMW

Was haben Sie sich für diese Woche vorgenommen?

Kaymer: „Ich möchte hier einfach so viel Spaß haben wie möglich. Der Kurs liegt bei mir wirklich direkt um die Ecke. Deshalb werden viele Freunde und meine Familie hier sein. Man muss abwarten, wo ich am Ende landen werde. Es wäre schön, wenn ich am Samstag noch in einer guten Ausgangsposition wäre, um das Turnier zu gewinnen. Das ist das Ziel. Ich will die Atmosphäre genießen und die Zuschauer begeistern.“

Ist der familiäre Charakter der BMW International Open ein schöner Kontrast zu den US Open?

Kaymer: „Ja, in jedem Fall. Bei den US Open hatten wir es mit einem unheimlich schwierigen Kurs zu tun. Gleichzeitig ist es ein immens wichtiges Turnier, immerhin geht es um einen Major-Titel. Auch hier will man natürlich gut abschneiden, aber für mich erzeugt die heimische Kulisse einen positiven Druck. Man kann die BMW International Open wirklich genießen. Der Platz hier liegt mir eigentlich recht gut. Die Bedingungen sind immer klasse, genauso wie die Atmosphäre.“

Wie ist es um ihre Form bestellt?

Kaymer: „Am Freitag habe ich bei den US Open etwas mit mir gehadert, dann aber am Samstag und Sonntag super gespielt und die Kontrolle gehabt. Vor allem mit meinem kurzen Spiel war ich sehr zufrieden. Nach dem ersten Tag konnte ich mich schön nach vorn spielen. Körperlich fühle ich mich topfit. Allerdings muss man auch sagen, dass ein Turnier wie die US Open einfach mental sehr anstrengend ist. Aber da habe ich ja noch ein bisschen Zeit, um zu regenerieren.“

Und jetzt treffen Sie hier auf Ihre deutschen Fans, die alle ein Stück von Martin Kaymer abbekommen möchten…

Kaymer: „Gerade das macht mir riesigen Spaß. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man bei einer Sache, die man so gerne macht wie ich das Golfspielen, eine derartige Unterstützung erfährt. Diese Woche wird zweifelsohne anstrengend. Aber das gehört dazu. Und ich möchte jede Minute genießen.“

Freuen Sie sich auf Ihre Flightpartner Marcel Siem und Pablo Larrazábal?

Kaymer: „Ja, auf jeden Fall. Mit Marcel verstehe ich mich sehr gut. Wir kennen uns mittlerweile seit vielen Jahren. Es werden sicher viele Zuschauer bei uns mitlaufen. Das wird bestimmt eine lustige Runde. Pablo Larrazábal ist ebenfalls ein sehr emotionaler Spieler. Wir werden hier ganz sicher viel Spaß haben.“

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