Interview mit Benjamin Wuttke, dem Deutschen Meister der Golflehrer

Benjamin Wuttke konnte durch einen Play-off-Sieg gegen Thomas Gögele erstmals den Titel der Deutschen Golflehrer-Meisterschaft für sich verbuchen. Beim Turnier im A-ROSA Scharmützelsee in Bad Saarow war es das dritte Extra-Loch an dem in diesem Jahr die Entscheidung der H&H Golf PGA Teachers Championship im Stechen fiel. Für den PGA Golfprofessional ist es der erste große Turniersieg überhaupt.

Wie hast Du Dich nach Deinem Sieg gefühlt?

Benjamin Wuttke: „Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Das ist mein größter Titel. Als junger Sportler denkst Du immer daran, wie es sich wohl anfühlt, wenn Du einen großen Titel holst. In Gedanken hat man zwar eine Vorstellung davon, aber wenn es dann tatsächlich passiert, ist man total überwältigt. In den letzten Jahren habe ich viele gute Ergebnisse erzielen können, Pro-Am’s gewonnen und 2010 wurde ich PGA NRW-Meister. Doch wenn das Teilnehmerfeld mit einer Vielzahl an Top-Profis gespickt ist, dann realisiert man schon, dass man etwas Größeres erreicht hat.“

Woran hast Du bei Deinem letzten und entscheidenden Putt gedacht?

Benjamin Wuttke: „Ich hatte mich vorm Stechen auf der Range mit ein paar Schlägen warm gehalten und dort bereits ein gutes Gefühl. Unmittelbar vor dem entscheidenden Putt habe ich kurz in den Himmel raufgeschaut, an meinen im März 2015 verstorbenen Vater gedacht und mir gesagt: Ein kleiner Schubser würde jetzt helfen, Papa. Und dann habe ich den Ball aus knapp 9 Metern eingelocht. In dem Moment, wo ich hochgeschaut habe, lief ein Film in rasender Geschwindigkeit in meinem Kopf ab. Von dem Moment, als ich mit 10 Jahren zum ersten Mal einen Golfschläger in der Hand hielt bis zu dem Moment, als ich den Ball zum entscheidenden Sieg-Putt angesprochen habe. Klaus Allofs, heute Sport-Direktor beim VFL Wolfsburg, war es, der mir damals den Golfschläger in die Hand gedrückt hat. Anschließend sagte er meinen Vater (Wolfram Wuttke, Ex-Profifußballer und Freund von Klaus Allofs), dass er mit mir zum Golftraining gehen sollte, weil ich den kleinen, weißen Ball ziemlich gut treffen würde und scheinbar Talent habe. Klaus Allofs hat quasi darauf bestanden, dass ich ausprobieren sollte, ob Golf nicht besser für mich geeignet ist, als Fußball. Denn eigentlich wollte ich ja Fußball-Profi werden. Tja, und so habe ich Klaus Allofs -und natürlich meinem Vater- zu verdanken, dass ich heute hier stehe und den Pokal des Deutschen Meisters in der Hand halte.“

Wie geht es jetzt weiter – was planst Du für die nächsten Monate und dann für 2016?

Benjamin Wuttke: „Durch den Sieg habe ich mich für die „International Team Championship PGA of Europe 2015“ Anfang Dezember in der Türkei qualifiziert. Aber konkrete Ziele für 2016 gibt es eigentlich nicht,  obwohl eine Menge Turniere und Pro-Ams in 2016 auf dem Terminplan stehen. Natürlich versuche ich mich stets als Spieler, als Golflehrer und auch als Mensch weiterzubilden und zu verbessern.“

Wie ist Deine Zusammenarbeit mit HONMA und CLASSIC CLUB REPAIR?

Seit 2009 bin ich HONMA-Vertragsspieler und ich bin sehr glücklich, dass ich mir um mein Arbeitsgerät, sprich meine Golfschläger, nie Gedanken machen musste. Durch den ständigen Austausch mit CCR-Chef Dietmar Erhardt und seinem Team, ist mein Equipment immer auf dem neuesten Stand. Gemeinsam überprüfen wir  durch Fittings immer wieder, ob die Maße meiner Schläger noch zu meinem Schwung passen. Ich werde Dietmar Erhardts Worte bei der Vertragsunterzeichnung in der Erlenstraße in Herzogenaurach nie vergessen: „Ab heute musst du Dir um Deine Schläger keine Gedanken mehr machen. Das ist ab jetzt meine Aufgabe!“

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